Schlagwort: Rennreport

Report: Rennen 1 Paul Ricard

Der Formel-1-Ferrari F2008 des Anglo-Amerikaners Peter Mann führte das Feld der BOSS GP Racing Series in das erste Saisonrennen. Das war nur eines von zahlreichen Highlights beim Grand Prix de France Historique am Samstag.

Abermals behielten sowohl Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) als auch sein Toro Rosso STR1 Formel-1-Wagen einen „kühlen Kopf“. Der Rekord-Meister sicherte sich die Siegertrophäe beim ersten von 14 Saisonrennen 2023. Seinen Pokal bekam der Salzburger von den französischen Rennlegenden Jean Alesi, Rene Arnoux und Franck Montagny im stimmungsvollen Rahmen des Paddocks überreicht. Den Applaus der Fans genossen mit ihm auch Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) als Zweiter und Didier Sirgue (FRA, LRS Racing) als Dritter der BOSS GP F1 Class.

Beim Grid Walk vor dem Rennstart konnten die Fans den BOSS GP-Boliden ganz nahe sein

Antonio Pizzonia (BRA, HS Engineering) verteilte vor dem Start noch fleißig Autogramme, bevor er wenige Minuten später Rundenzeiten unter 1:50 Minute in den Kurs brannte. Schließlich setzte er zur Freude seines Teams im World-Series-Wagen eine beeindruckende Bestzeit von 1:47.092 – der Sieg in der OPEN-Klasse war nur noch Formsache. Es war der erste Sieg für Pizzonia in einem Formelwagen seit seinem Triumph in der AutoGP-Meisterschaft vor acht Jahren.

Brisant ging es in der FORMULA-Klasse zur Sache: Polesetter Marc Faggionato (MCO), erstmals in den Farben von MM International, blieb am Start zur Aufwärmrunde stehen und musste somit den fliegenden Rennstart als Letzter in Angriff nehmen. Doch schon nach wenigen Kurven war der Paul-Ricard-Spezialist wieder im Spitzenfeld angekommen. Dort kam es schon in der ersten Runde zur Fortsetzung des Duells zwischen Simone Colombo (ITA, MM International) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in ihren GP2-Dallaras. Nach einem Ausrutscher Colombos und einer anschließenden Kollision zwischen den beiden Italienern war das Rennen für Ghiotto vorbei, Colombo wiederum musste sich in seiner Box eine neue Fahrzeugnase abholen. All das half Faggionato dabei, den Zwischenfall am Vorstart vergessen zu lassen und in Richtung Sieg zu rasen. Der Monegasse holte sich heute seinen dritten BOSS GP-Sieg nach Brünn 2018. Ebenso für eine Aufholjagd belohnt wurde Colombo, der Rang 2 holte. Unbeeindruckt von den Duellen rund um ihn blieb „Checco“ Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) mit Rang 3 erfolgreich. Giancarlo Pedetti (ITA, Nannini Racing) als starker Vierter verpasste unglücklich knapp das Podium. Als Fünfter beendete Jean-Christophe Peyre (FRA, Zig-Zag) sein Heimspiel im einzigen AutoGP-Wagen.

Rene Arnoux (li.) mit den erfolgreichen BOSS GP-Piloten

Aufgrund der Zwischenfälle in der FORMULA-Klasse konnte auch SUPER LIGHTS-Pilot Henry Clausnitzer (GER, WF Racing) das Rennen in den Top-10 beenden und gleich bei seinem ersten BOSS GP-Rennen einen Klassensieg einfahren. Das zweite Rennen über 25 Minuten startet morgen um 15:15 Uhr Ortszeit und ist erneut mit ausführlichen Vorberichten im Livestream zu sehen.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Rennen 2 Mugello

Mit Ingo Gerstl fixiert ein weiterer Pilot den Meistertitel. Krimi um den Sieg in der BOSS GP FORMULA-Klasse vertagt Entscheidung zum Pirelli Grande Finale in Misano.

Das drittletzte Saisonrennen 2022 beim „Forza Fanatec“ hatte es für Fans und Fahrer gleichermaßen in sich. Zunächst aber hieß es warten, denn der Nebel Sonntagfrüh verschob das Programm um rund eine Stunde. An der Renndistanz von 25 Minuten änderte das allerdings nichts.

BOSS GP F1 Class

Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) startete von Startplatz 2 ins Rennen. Schon zu Beginn überholte er seinen Teamkollegen Ingo Gerstl (AUT) im zwei Jahre älteren Toro Rosso STR 1. Eine Safety-Car-Phase machte es anschließend für Gerstl unmöglich, noch an seinem Protegé Thomas Jackermeier vorbeizugehen. Dieser machte sich mit seinem dritten Sieg nach dem „Doppel“ in Brünn selbst ein Geburtstagsgeschenk und gewann mit dem italienischen Boliden erstmals auf italienischem Boden. Gerstl reichte der zweite Platz zur Fixierung seines insgesamt achten BOSS GP-Titels, dem siebenten in der höchsten Klasse. Damit zieht Gerstl in der ewigen BOSS GP-Bestenliste mit seinem lange Zeit großen Konkurrenten Klaas Zwart (NLD) gleich.

BOSS GP OPEN Class

Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) durfte am Siegerpodest von Mugello nach einer weiteren fehlerfreien Leistung den nächsten Siegerpokal für sich und sein österreichisches Team in Empfang nehmen.

BOSS GP FORMULA Class

Simone Colombo (ITA, MM International) wollte nach dem gestrigen Rennsieg heute den Sack zumachen. Doch im Startgerangel mit Verfolger Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) zog Colombo den Kürzeren. Er blieb im Kiesbett stecken, während Ghiotto und Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) das Rennen mit Positionsverlust fortsetzen konnten. In den letzten zehn Minuten des Rennens entfachte ein Vierkampf um den Klassensieg. Der zunächst führende Luca Martucci (ITA, MM International) bekam zunehmend mehr Druck, u.a. durch Salvatore de Plano (ITA, MM International). Dieser überholte Martucci, welcher mehrfach konterte. Von hinten stießen Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) und Marco Ghiotto dazu, die sich Runde für Runde nach vorne arbeiteten. Drei Runden vor Schluss übernahm schließlich De Plano die Führung, die er bis zur Zielflagge nicht mehr abgeben sollte. Dahinter verteidigte sich Luca Martucci mit den Messern zwischen den Zähnen. Doch es wurde erneut nichts mit dem heiß ersehnten Podest für Martucci. Sowohl Faggionato mit der schnellsten Rennrunde als auch Ghiotto konnten in der letzten Runde noch an Martucci vorbeigehen. Mit Rang 3 hinter De Plano und Faggionato hält Ghiotto den Titelkampf in der FORMULA-Wertung noch offen, 38 Punkte trennen ihn und Colombo vor den letzten beiden Rennen in Misano. 50 Punkte gibt es noch zu gewinnen.

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

Walter Colacino (ITA, Colacino Motorsport) konnte es kaum glauben. Im Unterschied zu seinen Kontrahenten in der Klasse der Sechszylinder-Autos konnte Colacino in seinem Formel 3000 mit Alfa-Romeo-Motor eine Renndistanz absolvieren und holte sich damit die vollen 25 Punkte. Alexander Geier (AUT, Geier Racing) konnte nach den technischen Problemen gestern am heutigen Sonntag zumindest einige Rennrunden absolvieren und wurde vor dem neuen Meister Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) Zweiter.

In drei Wochen setzt die BOSS GP Racing Series ihre Europa-Tournee fort. Beim Pirelli Grande Finale in Misano von 4. bis 6. November 2022 fallen die letzten Entscheidungen dieser Saison.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Hockenheim Rennen 2

Im Kampf um den Sieg in der FORMULA-Wertung spitzten sich die Geschehnisse in der letzten Runde zu. Klassensiege für Gerstl, Schlegelmilch, Colombo und Hasler.

BOSS GP-Rookie Zdenek Chovanec-Lopez (CZE, MM International) legte fast zwanzig Minuten ein unglaubliches Tempo hin und sah bereits wie der sichere Sieger aus, als seine Reifen begannen, stark abzubauen. Chovanec-Lopez‘ GP2-Wagen begann deutlich sichtbar immer mehr zu rutschen. Im Powerslide versuchte er noch, den heranfliegenden Simone Colombo (ITA, MM International) hinter sich zu halten, doch die Mühe war umsonst. Colombo teilte sich seine Pirelli P-Zero-Slicks besser ein und holte sich damit den FORMULA-Sieg im 25-minütigen Sonntagsrennen.

Hinter Colombo und Chovanec-Lopez folgte Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), der sich damit erneut einen Pokal bei der Siegerehrung abholen durfte. Als undankbarer Vierter überquerte Luca Martucci (ITA, MM International) die Ziellinie. Der erfahrene Italiener setzte sich gegen Michael Aberer (AUT, MA Motorsport) durch, der zumindest am Beginn des Rennens Martucci beschäftigte. Aberer konnte nach seinem Ausfall gestern heute mit einem guten Ergebnis anschreiben.

Paul O’Connell (IRE, HS Engineering) kam als Klassen-Sechster ins Ziel, vor Giancarlo Pedetti, der wie schon gestern bei seinem BOSS GP-Debütrennen eine saubere Leistung hinlegte. Als bester Deutscher klassierte sich Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) als Achter. Trotz einer Kollision am Beginn des Rennens konnte auch Alexander Seibold (GER, Scuderia Palladio) das Rennen beenden. Sehr zur Freude vieler Fans, denn Seibold startete mit einem besonderen Helmdesign als Hommage an den unvergessenen Schweizer Formel-1- und Sportwagen-Rennfahrer Jo Siffert.

Gut besuchte Tribünen bei bestem Frühsommerwetter in Hockenheim

Die weiteren Klassen:

Die OPEN-Kategorie der Formel-1-Wagen war erneut eine klare Angelegenheit für Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Debüt-F1 der Scuderia Toro Rosso (heute Alpha Tauri). Trotz vorzeitigem technischen K.o. konnten Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) und Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) als Zweiter bzw. Dritter anschreiben.

Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) im gelb-schwarzen World Series V8-Boliden machte es wie in Rennen 1 und schaffte es, vom letzten Startplatz aus, schon in den ersten Runden weit nach vorn zu fahren. Der Lette ließ alle FORMULA-Fahrzeuge hinter sich und gewann die neue Wertung der modifizierten BOSS GP-Autos.

Nachdem Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) gestern nicht am Rennen teilnehmen konnte, war der Österreicher heute bemüht, durchzukommen. Das gelang und sogar noch mehr: der Sieg in der Sechszylinder-Wertung SUPER LIGHTS.

Die beiden Rennen im Rahmen der Bosch Hockenheim Historic können unter www.hockenheim-historic.de/live in der Wiederholung angesehen werden.

Im Rahmen der Rundstreckentrophy am Red Bull Ring in Spielberg in vier Wochen (3.–5. Juni 2022) folgen die nächsten beiden Rennen der BOSS GP Racing Series.

Hinweis: Der Gesamtstand ist derzeit noch inoffiziell, da die Klasse der modifizierten FORMULA-Autos erst ins Reglement aufgenommen wird.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Hockenheim Rennen 1

Zehntausende Fans hörten aufmerksam hin, als die BOSS GP ihr Comeback auf dem Hockenheimring gab.

Der Lette Harald Schlegelmilch (HS Engineering) vollbrachte im ersten Saisonrennen 2022 das seltene Kunststück, vom letzten Startplatz aus noch den FORMULA-Klassensieg einzufahren. Schon nach der ersten Runde lag der ehemalige Trophysieger der deutschen Formel 3 in den Top-3 der Klasse, in der sechsten Runde schließlich überholte er auch den bis dahin führenden FORMULA-Piloten Zdenek Chovanec-Lopez (CZE, MM International). Schlegelmilch siegte damit nach Spielberg und Brünn 2021 zum vierten Mal in der BOSS GP Racing Series. Chovanec-Lopez freute sich ebenfalls über den zweiten Rang in seinem BOSS GP-Debütrennen.

Dahinter bildete sich längere Zeit über ein Dreikampf zwischen den Italienern Marco Ghiotto (Scuderia Palladio), Simone Colombo und Luca Martucci (beide MM International) – stehende Räder und Ausbremsversuche inklusive. In der vorletzten Runde gelang Colombo gegen Ghiotto das entscheidende Ausbremsmanöver in der Spitzkehre. Damit sprang Colombo „last minute“ noch aufs Podest.

Hinter Ghiotto und Martucci kam der Ire Paul O’Connell („Ich lebe meinen Traum“) von HS Engineering mit etwas Abstand als Sechster ins Ziel. Um Klassenrang 7 wurde noch bis zur Ziellinie gekämpft: Bianca Steiner (AUT, Steiner Motorsport), die zwischenzeitlich schon an Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) vorbei war, klagte über plötzlichen Leistungsverlust. Schließlich reichte es knapp nicht mehr, Steding den siebenten Platz streitig zu machen. Als Neunter beendete Giancarlo Pedetti (ITA, Nannini Racing) sein Debütrennen in der BOSS GP Racing Series ebenfalls in den Top-Ten.

OPEN-Rennsieger Ingo Gerstl von Team Top Speed

Zur OPEN-Klasse: Diese war erneut sichere Beute für Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro-Rosso-F1. Der Tübinger Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) im Benetton-F1 hielt sich dahinter aus allen Streitereien der FORMULA-Klasse geschickt heraus und sicherte sich so Rang 2. Sein Benetton-Zwilling Phil Stratford (USA, Penn Elcom) war nur kurz zu sehen, mit technischen Problemen musste er das Rennen schon frühzeitig aufgeben.

Zu den Geschlagenen aus Lauf 1 zählte u.a. auch Michael Aberer (MA Motorsport): Der Österreicher machte es wie Sebastien Vettel und versenkte seine Chancen auf eine Topplatzierung im Kiesbett der Sachs-Kurve – der Schaden am GP2-Wagen sollte aber bis zum zweiten Rennen behoben sein. Startzeit für Lauf 2 ist morgen Sonntag um 15:55 Uhr (CEST), davor läuft um 11:05 Uhr das Warm-up. Auch wieder zu sehen im Livestream auf www.hockenheim-historic.de/live

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report Rennen Brünn

Doppelsiege für Ingo Gerstl und Harald Schlegelmilch bei den Masaryk Racing Days.

Das vierte Saisonevent führte die BOSS GP Racing Series am ersten September-Wochenende des Jahres auf Tschechiens größte Rennstrecke nach Brünn. Am schon traditionellen Termin der Masaryk Racing Days versammelten sich im bunten Rennprogramm auch einige der schnellsten Rennwagen der Welt, um gegeneinander Rennen zu fahren.

OPEN-Klasse
Unschlagbar war erneut Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im kreischenden Toro Rosso STR1 mit V10-Cosworth-Motor aus dem Jahr 2006. Die Konkurrenz lässt weiter auf sich warten, so fährt Gerstl dem nächsten Titel entgegen. Es wäre sein sechster Meistertitel in der OPEN-Klasse der Formel-1- und IndyCar-Boliden. Damit würde er mit seinem ehemaligen Konkurrenten und BOSS GP-Rekordhalter Klaas Zwart (NLD) gleichziehen. Sein Debüt auf der Rennstrecke von Brünn absolvierte Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) im beliebten 1997er-Benetton. Gegen Gerstls deutlich moderneren Boliden hat dieser zwar keine Chance, aber Ehninger präsentierte sich auf der tschechischen Achterbahn mit zwei zweiten Plätzen bestmöglich – damit hält Ehninger die Meisterschaft weiter offen.

FORMULA-Klasse
Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) zeigte früh an diesem Wochenende, dass er der Favorit auf den Klassensieg ist. Der Ex-Formel-3-Profi zeigte nach seinem erfolgreichen Auftritt am Red Bull Ring früher in diesem Jahr der etablierteren Konkurrenz erneut, was er draufhat. Auch wenn der Meisterschaftsführende Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) im ersten Rennen ordentlich Druck machte, behielt Schlegelmilch im World-Series-Wagen der letzten Generation die Nerven und gewann knapp aber doch Rennen 1. Tags darauf im zweiten Lauf startete Ghiotto besser und übernahm gleich beim Fliegenden Start die Führung. Doch Schlegelmilch, der auf den Geraden etwas langsamer war, konnte sich in den Kurven immer wieder heranbremsen und vor Rennhalbzeit dann auch die Führung übernehmen und in Richtung Sieg düsen.

Rang 3 in beiden Rennen sicherte sich ungefährdet Luca Martucci, der damit seinem Teamkollegen Simone Colombo (beide ITA, MM International) in der Gesamtwertung bis auf einen Punkt näher gerückt ist. Rookie Colombo holte mit zwei vierten Rängen das beste aus einem Wochenende, welches mit einem Unfall im Training begann. Ebenfalls satte Punkte holten Walter Steding (GER, Scuderia Palladio; zweimal 5.) und Bruno Jarach (EST, Eesti Motorsport; 6. und 7.). Im Unterschied zu Andreas Fiedler (GER) und Christian Ferstl (AUT), die von technischen Problemen geplagt waren.

Das nächsten beiden Läufe zur BOSS GP Racing Series 2021 stehen auf dem Autodromo Nazionale Monza am 2. und 3. Oktober auf dem Plan.

Fotos: Angelo Poletto und Erwin Strassnig/BOSS GP

Report: Rennen 2 Spielberg

Ein dramatisches Rennen zum Abschluss des Pirelli Masters 2019. Gerstl und Bracalente als glückliche Sieger.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) musste wie schon gestern vom letzten Platz aus ins Rennen starten. Das hielt den Österreicher aber nicht davon ab, im Toro Rosso STR1 Zehnzylinder sein Heimrennen zu gewinnen.

Kontinuierlich schob sich Gerstl nach vorne und überholte ohne viel Risiko die naturgemäß langsameren Formel-2-Autos. In Runde 12 war dann um Rang 2 OPEN-Konkurrent Phil Stratford (USA, Penn Elcom) im Benetton fällig, eine Runde später der bis dahin führende Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center), der gestern gewann.

Start im Regen zum zweiten Rennen am Red Bull Ring

Pünktlich zum Ausfahren der BOSS GP zur Startaufstellung hatte der Himmel über dem Red Bull Ring seine Schleusen geöffnet. Alle Fahrer starteten auf Pirelli Cinturato-Regenreifen. Erst zu Rennmitte klang der Regenschauer ab und es begann auf der Ideallinie aufzutrocknen. Zu jener Zeit büßte Rookie Bracalente seine Führung ein, nach Gerstl musste er eine Runde später auch Stratford vorbeilassen.

Damit entbrannte hinter Gerstl und Stratford der Kampf um den Sieg bei den FORMULA-Boliden: Bracalente musste sich immer wieder gegen Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) verteidigen. Vier Boliden kämpften nun um den Gesamtsieg – Gerstl, Stratford, Bracalente und Ghiotto. Immer wieder versuchte Ghiotto an Bracalente vorbeizukommen, doch erst in der allerletzten Runde gelang es ihm.

Gerstl fuhr gerade einmal 0,4 Sekunden vor Stratford über die Ziellinie. Dahinter verteidigte Ghiotto die Klassenführung, aber nur bis 200 Meter vor dem Ziel. In der letzten Kurve drehte er sich auf der rutschigen Bahn ein und Bracalente schlüpfte wieder durch – viel dramatischer hätte dieses Rennen nicht enden können.

FORMULA-Podium: v.l. Marco Ghiotto, Alessandro Bracalente und Florian Schnitzenbaumer

Aufs FORMULA-Podium fuhr heute auch Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed), der hinter Bracalente und Marco Ghiotto ins Ziel fuhr. Bei seinem wahrscheinlich einzigen Start in dieser Rennsaison lieferte sich der amtierende FORMULA-Meister mit Armando Mangini ein sehenswertes Duell, das letztendlich durch einen Ausrutscher von Mangini in Kurve 1 entschieden wurde. Schnitzenbaumer bemängelte zwar zu wenig Aggressivität seinerseits, mit der heutigen Leistungen darf er nach dem Ausfall gestern aber doch noch einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Sergio Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) wurde Klassen-Fünfter, Philippe Haezebrouck (FRA, Inter Europol) bestätigte mit Klassenrang 6 die Leistung vom Vortag. Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) und Christian Eicke (SUI, Speed Center) duellierten sich lange Zeit um Rang 7, mit besserem Ende für Jakoubek.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) erlebte ein Wochenende zum Vergessen. Der Doppelsieger von Hockenheim konnte am ersten Renntag erst gar nicht starten, beim zweiten Rennen fiel er nach sechs Runden aus.

TOP-3-Gesamtwertungen:
Klasse OPEN: Ingo Gerstl (75 Punkte), Phil Stratford (47), „Piter” (44)
Klasse FORMULA: Alessandro Bracalente (92), Marco Ghiotto (80), Armando Mangini (54)

Rennen 5 und Rennen 6 der BOSS GP 2019 folgen in drei Wochen im Königlichen Park von Monza. Von 14. bis 16. Juni bestreitet die BOSS GP die Competizione BOSS GP auf der schnellsten Rennstrecke im Kalender.

Report: Rennen 1 Spielberg

Reichlich Action in der Startphase, ein Heimsieg für Ingo Gerstl, Rookie Alain Valente gewinnt die FORMULA und mit Florian Schnitzenbaumer hat die BOSS GP einen neuen Klassen-Meister.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) drehte zur Freude der Tausenden Fans auf den Tribünen Donuts. Grund zur Freude hatte der Seriensieger nach einer tadellosen Fahrt im ersten Rennen des Spielberg-Wochenendes im Rahmen der DTM. Zum zehnten Mal in bislang elf gewerteten Rennen gewann Gerstl 2018. Mit 1:13.027 min drehte er auch die schnellste Runde des gesamten DTM-Wochenendes. Da stand nicht nur ein Fan mit großen Augen auf den Tribünen.

Zweiter in der OPEN wurde Hans Laub (DEU, Speed Center, Forti FG-03), der nur von 13 aus gestartet war. Laub kämpfte das ganze Rennen über im Mittelfeld der FORMULA, u.a. mit Gianluca Ripoli (ITA, MM International, GP2 Dallara) und Walter Steding (DEU, Inter Europol, Dallara GP2). Für Laub war es beim zweiten Auftritt in diesem Jahr das erste Finish und auch gleich das erste Podest.

OPEN podium (f.l.): Hans Laub, Ingo Gerstl and Phil Stratford

OPEN-Podest (v.l.): Hans Laub, Ingo Gerstl und Phil Stratford

 

Phil Stratford (USA, Penn Elcom, Benetton B197) wurde bereits beim fliegenden Start am rechten Hinterrad touchiert und musste gleich in Runde 1 die Box mit einem Plattfuß ansteuern. Mit Rundenrückstand ging er wieder auf die Bahn und kämpfte sich durchs Feld. Den Rundenrückstand konnte er im 20-Minuten-Rennen aber nicht mehr aufholen.

Zwar war die Strecke über Mittag aufgetrocknet, die Bedingungen blieben aber kalt. Das wurde einigen Fahrern auch gleich am Start zum Verhängnis: Sergio Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2) und Gianluca Ripoli (ITA, MM International, Dallara GP2) drehten sich in der Aufwärmrunde von der Bahn. Damit war für zwei Favoriten noch vor dem eigentlichen Start das Rennen beendet. Nicht viel weiter kamen Salvatore De Plano (ITA, Top Speed, Dallara GP2) und Marco Ghiotto (ITA, MRC Sport, Dallara GP2). Die beiden Italiener drehten sich nach einem guten Start und einigen Positionsverbesserungen im Ausgang von Kurve 2. Die Folge der Zwischenfälle war eine drei Runden andauernde Safety-Car-Phase.

Florian Schnitzenbaumer is the new champion in FORMULA class

Florian Schnitzenbaumer ist der neue BOSS GP Meister in der FORMULA

 

Überlegter ging trotz seines ersten Starts bei einem BOSS GP-Rennen Alain Valente (SUI, Speed Center, Dallara GP2) zu Werke. Der 21-Jährige überstand die Schwierigkeiten der ersten Runde ohne Schaden, überholte zuerst Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara GP2) und im Anschluss Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2). Damit ist Valente der bereits achte Sieger (!) in der abwechslungsreichsten BOSS GP-Saison in der Klasse FORMULA aller Zeiten.

Fiedler hatte mit Platz 2 fast alles getan, um die Meisterschaft noch spannend zu halten. Doch Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara GP2) reichte ein sechster Klassenrang für den sicheren Meistertitel. Der Deutsche schien erleichtert zu sein, sein Saisonziel erreicht zu haben.
Fiedler ist vor dem morgigen Finalrennen bereits fix auf dem zweiten Gesamtrang der FORMULA, dementsprechend groß war auch die Freude beim zweiten Deutschen.

Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2) überraschte sich selbst wohl wieder einmal am meisten. Mit dem vierten Podestplatz in den letzten fünf Rennen bestätigte er die starken Leistungen der letzten Rennwochenenden in Brünn und Assen.

Von sechs Italienern kam nur einer ins Ziel: Gianluca Ripoli (ITA, Speed Center, Dallara GP2) wurde Vierter. Armando Mangini (ITA, MM International) musste seinen Lola Formel 3000 bereits in Runde 1 in der Box abstellen. Damit verlor Mangini auch Rang 3 in der Meisterschaft. Mit 121 Punkten liegt er vier Punkte hinter Walter Steding und 6 Punkte hinter Christian Eicke. Steding wurde heute Sechster, Eicke Siebenter – entschieden ist bei diesen kleinen Punktabständen also noch nichts.

Rennen 2 geht morgen um 15:10 Uhr Ortszeit direkt nach dem DTM-Rennen über die Bühne. Der Stream auf www.bossgp.com/livestream beginnt schon um 14:55 Uhr.

FORMULA podium (f.l.): Andreas Fiedler, Alain Valente and Peter Göllner

FORMULA-Podium (v.l.): Andreas Fiedler, Alain Valente und Peter Göllner

 

Stimmen nach dem Rennen:
Alain Valente (1. Platz FORMULA): „Das Gefühl aus dem Sportwagen konnte ich heute nutzen. Am Anfang hatte ich Glück, nicht in die Unfälle verwickelt zu werden, dann blieb ich mit kalten Reifen und Bremsen zu Beginn vorsichtig. Mein Ziel ist Profi-Rennfahrer zu werden, vielleicht hilft mir dieses Ergebnis ja dabei.

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

FORMULA Class: De Plano fliegt in Zolder zu seinem ersten P1 in der BOSS GP

Double-podium for MM International Motorsport again in Zolder 2017.

Was für ein verrücktes Rennen. Nur vier der insgesamt sieben FORMULA Class Autos überquerten am Ende die Ziellinie auf der Strecke in „Zolder“ beim „Zolder Superprix“.

Henk de Boer (NED, De Boer Manx, Dallara GP2 Me cachrome 4.0 V8) und Walter Steding (GER, Inter Europol Competition, Dallara GP2 Me cachrome 4.0 V8) schieden bereits nach der Warm Up Runde mit technischen Problemen aus und kehrten direkt zurück in die Boxengasse. Wolfgang Jordan (GER, HA Racing, Dallara GP2 Me cachrome 4.0 V8) drehte es direkt nach dem Start von der Strecke. Somit blieben vier FORMULA-Fahrer, die sich an der Spitze einen spannendes Duell um die Spitzenposition lieferten.

Salvatore De Plano (ITA, MM International Motorsport, Dallara GP2 Mecachrome 4.0 V8), von Position 4 gestartet, behielt die Nase am Ende vorn, nachdem er Mahaveer Raghunathan (IND, PS Racing by Coloni Motorsport, Lola Auto GP Gibson Tech 3.4 V8), den Sieger der FORMULA Class im Rennen vom Vortag, direkt nach dem Start überholt hatte. Die Safety Car Phase während der ersten drei Runden aufgrund Jordans Dreher von der Strecke, war zwar eine Herausforderung für Mensch und Maschine („Das haben wir gut gelöst“, De Plano), bremste die verbliebenen Fahrer jedoch nur kurzzeitig aus.

 

De Plano (l.) and Raghunathan (r.) chasing the track at Zolder 2017.

De Plano (l.) und Raghunathan (r.) jagen über die Strecke in Zolder 2017.

 

Nachdem die Strecke in Runde 4 für das Fahrerfeld wieder freigegeben war, zeigten De Plano und Raghunathan, der dem Italiener mit einem Abstand von zwei Sekunden folgte, einen starken Kampf um den Sieg im achten Rennen der Saison. De Plano gelang es, die Führung im FORMULA Class Fahrerfeld zu halten und sich damit seine erste P1-Platzierung in der BOSS GP überhaupt zu sichern, als er in Runde 17 die Ziellinie als Erster seiner Klasse überquerte. Der Abstand auf Raghunathan, der sich damit den Silberrang sicherte, betrug 2,735 Sekunden. Seine beste Runde absolvierte De Plano mit 1:20.974 min in Runde 8. Eine beeindruckende Leistung, die der Italiener zeigt, kam er der Bestzeit von OPEN Class Sieger und Gesamtsieger des Rennens, Phil Stratford, mit dessen 1:20,215 im Benetton B197 Judd 4.0 V10 sehr nah. Auch Raghunathan lieferte seine beste Zeit in Rund 8 mit 1:21,238 ab.

Wie schon am Vortag (Saisonrennen 7) fuhr Armando Mangini (ITA, MM International Motorsport, Dallara GP2 Me cachrome 4.0 V8) zum P3 und machte das Double für sein Team MM International Motorsport damit perfekt. Der Abstand auf FORMULA-Sieger De Plano war mit 55,487 Sekunden allerdings deutlich. Seine Bestrundenzeit fuhr Mangini mit 1:24,113.

Karl-Heinz Becker überquerte die Ziellinie als vierter und letzter verbliebener Fahrer der FORMULA Class nach 16 absolvierten Runden und mit seiner besten Rundenzeit in 1:30,376.

 

Podium of the FORMULA class in Zolder 2017.

Das Podium der FORMULA Class nach Saisonrennen 8 in Zolder 2017.

 

„Fantastico! Das ist unglaublich. Mein erster P1 in der BOSS GP Meisterschaft überhaupt. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sich das für mich anfühlt, aber ich bin mehr als glücklich. Ich habe immer davon geträumt, einmal auf diesem Podium ganz oben zu stehen. Das Rennen lief perfekt für mich. Der Schlüssel zum Erfolg war für mich, Raghunathan direkt nach dem Start überholt zu haben“, sprudelte es aus De Plano nach der Siegerehrung heraus. „Ich danke meinem Team für ein großartiges Rennwochenende hier in Zolder. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Rennen, im August in Assen. Dort werden wir erneut angreifen“, verspricht De Plano.

Auch im Gesamtranking der FORMULA Class gibt es nach dem Rennen einige Änderungen. De Plano verbesserte sich und zog nach seinem Sieg im achten Saisonrennen am bis Sonnabend noch Führenden der Klasse, Johann Ledermair, vorbei auf Position 2 mit nun 159 eingefahrenen Punkten. Ledermair (Ledermair Motorsport), der den „Zolder Superprix“ ausgelassen hatte, steht im Ranking nun mit 147 Punkten auf Platz 3. Mahaveer Raghunathan führt die FORMULA Class mit 171 points an.

Das Gesamtergebnis des achten Saisonrennens in Zolder:

Results of race in Zolder 2017.

Mehr:

Fotogalerie Zolder 2017: bossgp.com/gallery/zolder-superprix

OPEN Class: Rennen 2 „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/open-class-phil-stratford-feiert-p1-premiere-in-der-boss-gp

FORMULA Class: Rennen 1 “Zolder Superprix 2017”: bossgp.com/de/formula-class-race-1-beim-zolder-superprix-mahaveer-raghunathan-holt-sich-seinen-ersten-p1

FORMULA Class: Qualifying beim „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/formula-class-qualifying-beim-zolder-superprix-schlagabtausch-zwischen-raghunathan-und-de-plano-um-die-schnellste-runde

FORMULA Class: Trainingstag „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/formula-class-trainingstag-beim-zolder-superprix-2017-raghunathan-sichert-sich-fuehrung

Zeitplan „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/zeitplan-fuer-den-zolder-superprix

Startliste „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/startfeld-fuer-den-zolder-superprix-steht-fest

Aktuelle Ergebnisse Saison 2017: bossgp.com/de/ergebnisse

OPEN Class: Phil Stratford feiert P1-Premiere in der BOSS GP

Podium of race 2 at Zolder 2017.

Was für ein verrücktes Rennen. Wie schon am Sonnabend konnte nur ein Fahrer das Rennen in der OPEN Class auf der Strecke in Zolder beenden. Für den Sieger Phil Stratford bedeutete dies, in seiner fünfjährigen BOSS GP Historie erstmals auf dem Podium ganz oben zu stehen. 

Die beiden OPEN Class Fahrer, die für die Rennen in Zolder in ihrer Klasse gemeldet hatten, führten wir schon am Sonnabend das Fahrerfeld an. Klaas Zwart (NED, Team Ascari) startete mit seinem Jaguar R5 Cosworth 3.0 V10 von der Pole Position, gefolgt von Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) mit seinem Benetton B197 Judd 4.0 V10.

Zwart zeigte wie schon am Vortag eine dominierende Vorstellung vom Rennstart hinweg. So führte er das Feld mit einem deutlichen Abstand vor dem Zweiten, Phil Stratford, an. Zunächst bremste allerdings eine Safety Car Phase die Fahrer für die ersten drei Rennrunden aus, nachdem Wolfgang Jordan (GER, HA Racing, Dallara GP2 Me cachrome 4.0 V8) direkt nach dem Start in Runde 1 von der Strecke gedreht war.

 

Klaas Zwart (r.) leading the grid for the first rounds at race 2 (Zolder 2017).

Klaas Zwart (r.) führte das Fahrerfeld über acht Runden an, bevor er die Strecke mit Reifenproblemen verlassen musste (Zolder 2017).

 

Nach Problemen mit seinen Vorderreifen war Zwart in Runde 8 gezwungen, seine Box aufzusuchen. Er kehrte nicht mehr auf die Strecke zurück. Seine beste Rundenzeit bis dahin hat er mit 1:16,254 min hingelegt. Dieser Bestwert blieb bis zum Rennende auch der Spitzenwert. Nach Zwarts Aussteigen war es somit Phil Stratford, der die Führung auf der Strecke in der achten Runde übernahm und diese auch bis zum Überqueren der Ziellinie in Runde 17 behielt.

Der Amerikaner war mehr als zufrieden mit seinem Rennsieg und der Podiumsspitzenplatzierung und richtete im Ziel zuerst seinen Dank an sein Team, welches „das gesamte Wochenende hindurch einen fantastischen Job gemacht hat. Hinter uns liegt eine lange Nacht, in der wir die Probleme, die wir am Vortag beim Rennen noch hatten, gelöst haben. Mein Team war großartig. Dieses Rennen heute zu gewinnen und meine erste P1-Platzierung jemals bei BOSS GP erreicht zu haben, wäre ohne sie und ihren unermüdlichen Einsatz nicht möglich gewesen.“

Es war kein einfaches Rennen für Stratford: „Die Startphase war schwierig. Mit dem Safety Car vor uns für die ersten drei Runden war es nicht einfach, die Temperatur für Reifen und Bremsen optimal zu halten. Doch wir haben das gut hinbekommen und sind anschließend ein großartiges Rennen gefahren.“ Überhaupt das erste Mal in seiner persönlichen BOSS GP Geschichte fuhr Stratford das Fahrerfeld an, nachdem Zwart aus dem Rennen ausgestiegen war. „Ich erinnere mich noch sehr gut an mein allererstes BOSS GP Rennen, welches ich 2012 auf Platz 22 beendete, als Letzter aller Starter. Heute nun das Rennen und meine erste P1 überhaupt zu gewinnen fühlt sich großartig an und ich bin sehr, sehr glücklich darüber. Es war eine unglaubliche Reise über die letzten Jahre hinweg bis zum heutigen Tag“, erklärte ein strahlender Stratford nach der Siegerehrung.

 

Phil Stratford and his team in Zolder 2017.

Phil Stratford und sein Team in Zolder 2017.

 

Ein Blick auf die Gesamtwertung der OPEN Class zeigt, dass sich Stratford mit seinem Sieg in Zolder auf den zweiten Rang vorgeschoben hat, auf dem er nun punktgleich mit Rinus van Kalmthout liegt; beide Fahrer haben 69 Punkte eingefahren. Vier Saisonrennen, drei Mal auf dem Podium – es ist eine gute Saisonbilanz, auf die Stratford bislang zurückschauen kann.

Nach wie vor wird die OPEN Class vom amtierenden Champion Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) angeführt, der beim „Zolder Superprix“ nicht an den Start ging. Trotzdem weist der Österreicher mit bislang 100 eingefahrenen Punkten auch weiterhin einen komfortablen Vorsprung von 31 Zählern vor den beiden Zweitplatzierten Stratford und van Kalmthout auf.

Das Gesamtergebnis des zweiten Rennens in Zolder 2017:

 

Results of race in Zolder 2017.

MEHR:

Fotogalerie Zolder 2017: bossgp.com/gallery/zolder-superprix

FORMULA Class: Rennen 2 “Zolder Superprix 2017”:

OPEN Class: Qualifying beim „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/open-class-qualifying-beim-zolder-superprix-zwart-steigt-frueh-aus

OPEN Class: Trainingstag „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/open-class-trainingstag-beim-zolder-superprix-stratford-und-zwart-zurueck-bei-der-boss-gp

Zeitplan „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/zeitplan-fuer-den-zolder-superprix

Startliste „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/startfeld-fuer-den-zolder-superprix-steht-fest

Aktuelle Ergebnisse Saison 2017: bossgp.com/de/ergebnisse

FORMULA Class: Rennen 1 beim „Zolder Superprix“ – Mahaveer Raghunathan holt sich seinen ersten P1

Podium of the FORMULA class at race 1 in Zolder 2017.

Einiges an Action bot das erste Rennen an diesem Wochenende beim „Zolder Superprix“ in Belgien. So boten sich die beiden Führenden der FORMULA Class ein packendes Duell um die Podiumsspitze. Währenddessen beendeten zwei andere Fahrer das Rennen vorzeitig. 

18 Jahre jung und äußerst ehrgeizig – das beschreibt den aus Indien stammenden Mahaveer Raghunathan (PS Racing by Coloni Motorsport) am treffendsten. Als schnellster FORMULA Fahrer von Position 3 im Gesamtfeld startend (FORMULA und OPEN Class starten gemeinsam in einem Feld), zeigte Raghunathan über 16 Runden hinweg in seinem Lola Auto GP Gibson Tech 3.4 V8 eine konstant starke Leistung, mit der er sich dann auch den Rennsieg sicherte, sowie ein spannendes Duell mit Salvatore De Plano (MM International Motorsport) im Dallara GP2 Mecachrome 4.0 V8. Am Ende war es ein echtes Kopf-an-Kopf-Finish, in dem De Plano das Rennen mit 2,719 Sekunden Abstand auf Raghunathan beendete. Dabei fuhr der Italiener auch die beste Rundenzeit in der FORMULA Class in 1:22,229 min ein, während Raghunathan seine beste Runde mit 1:22,447 absolvierte.

Mit seinem Sieg feierte Raghunathan gleichzeitig eine Premiere: Erstmals in seiner BOSS GP Geschichte sicherte er sich die Podiumsspitze seiner Rennklasse. Der junge Fahrer war nach dem Rennen mehr als glücklich mit diesem Ergebnis. Insgesamt kann Raghunathan bislang auf eine starke Saisonbilanz zurückblicken: Sieben Rennen, sieben Podiumsplatzierungen (1x P1, 2x P2, 4x P3). De Plano sicherte sich unterdessen seine zweite P2 der Saison und seine vierte Podiumsplatzierung 2017 insgesamt (2x P2, 2x P3).

Raghunathan (m.), chased by De Plano (l.) and de Boer (r.) at the start of race 1 at Zolder 2017.

Raghunathan (M.), gejagt von De Plano (l.) und de Boer (r.) in Zolder 2017.

 

Seine erste Podiumsplatzierung in der Saison überhaupt erreichte unterdessen Armando Mangini (MM International Motorsport) mit seinem Dallara GP2 Mecachrome 4.0 V8 auf der P3. Der Abstand zwischen Teamkollege De Plano und Mangini war deutlich (2:18,557 min). Doch die Freude und den Jubel über die Double-Platzierung auf dem Podium beim Team MM International Motorsport trübte dies nicht. Selbst eine 30-Sekunden-Strafe für Mangini (Überholen während gelber Flagge) tat der guten Stimmung keinen Abbruch; die Zeitstrafe beeinflusste das Endergebnis zudem nicht.

Zwei Fahrer mussten das Rennen unterdessen vorzeitig beenden: Wolfgang Jordan (H&A Racing) drehte bereits in der ersten Runde mit seinem Dallara GP2 Mecachrome 4.0 V8 von der Strecke. Henk de Boer (De Boer Manx) beendete das Rennen nach technischen Problemen mit seinem Dallara GP2 Mecachrome 4.0 V8 in Runde 9. Der Holländer war bis dahin ein starkes Rennen gefahren, eine Podiumsplatzierung war für ihn greifbar nah. De Boer erzielte seine beste Rundenzeit mit 1:23,425, bevor er schließlich in die Box musste.

Armando Mangini waiting for the start signal of the race in Zolder.

Armando Mangini wartet auf das Startsignal in Zolder.

 

„Der Start war optimal und auch das Rennen lief sehr gut. Es ist mein erster Sieg, meine erste P1-Platzierung. Ich widme sie meinem Großvater“, erklärte Raghunathan uns nach der Siegerehrung. „Ich hatte während des gesamten Rennens einige Probleme mit den Bremsen. De Plano war die ganze Zeit dicht hinter mir, es war hart, die Führung vor ihm zu behaupten. Am Ende hat es jedoch geklappt und ich bin wirklich sehr, sehr glücklich über meinen Sieg.“ Der junge Inder brennt bereits auf das zweite Rennen, bei dem er „den Sieg auf jeden Fall wiederholen“ will.

Gleiches gilt hingegen für Salvatore De Plano, der im Rennen am Sonntag die Podiumsspitze attackieren möchte: „Natürlich bin ich erst einmal überglücklich darüber, das heutige Rennen auf dem zweiten Platz beendet zu haben. Es war wirklich knapp, ich war die ganze Zeit direkt hinter Raghunathan. Beim zweiten Rennen will ich ihn erneut attackieren und es diesmal aufs P1 schaffen“, versprach der Italiener angriffslustig.

Armando Mangini (P3) war ebenfalls überglücklich mit seinem Podiumsplatz: „Fantastico! Ich bin sehr, sehr glücklich!“, meinte der Italiener überwältigt.

Double-podium for MM International Motorsport at Zolder 2017.

Doppel-Podium für MM International Motorsport in Zolder 2017: Salvatore De Plano (l., P2) und Armando Mangini (P3).

 

Aufgrund der Abwesenheit des bis dato Führenden der FORMULA Class, Johann Ledermair (Ledermair Motorsport) zeigte sich diesmal eine etwas andere Podiumsbesetzung im Vergleich zu den vorangegangenen ersten sechs Saisonrennen der Meisterschaftssaison 2017. Mit dem Podiumsgewinn sowie den erzielten 25 Meisterschaftspunkten überholt Raghunathan den Österreicher in der Gesamtwertung der FORMULA Class und führt das Ranking der Klasse nun mit zwei Punkten vor Ledermair an. Wird auch De Plano den Österreicher in Zolder in der Gesamtwertung überholen? Am Sonntagnachmittag werden wir es wissen – die BOSS GP teams gehen um 12:25 Uhr beim „Superprix“ in Zolder erneut auf die Strecke.

Das Gesamtergebnis in von Rennen 1 (Saisonrennen 7) in Zolder 2017:

 

Results of race 1 at Zolder 2017.

MEHR:

Fotogalerie Zolder 2017: bossgp.com/gallery/zolder-superprix

OPEN Class: Rennen 1 “Zolder Superprix 2017”: bossgp.com/de/open-class-rennen-1-beim-zolder-superprix-stratford-verliert-an-fahrt-zwart-seinen-reifen

FORMULA Class: Qualifying beim „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/formula-class-qualifying-beim-zolder-superprix-schlagabtausch-zwischen-raghunathan-und-de-plano-um-die-schnellste-runde

FORMULA Class: Trainingstag „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/formula-class-trainingstag-beim-zolder-superprix-2017-raghunathan-sichert-sich-fuehrung

Zeitplan „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/zeitplan-fuer-den-zolder-superprix

Startliste „Zolder Superprix 2017“: bossgp.com/de/startfeld-fuer-den-zolder-superprix-steht-fest

Aktuelle Ergebnisse Saison 2017: bossgp.com/de/ergebnisse