Kategorie: Allgemein

„Formel 2 als nächster Schritt“

Nach vier Klassensiegen in Folge erzählt uns SUPER LIGHTS-Rookie Alexander Geier (16, aus Salzburg) im Interview über seinen Werdegang und seine Ziele im Motorsport.

Wie bist du zur BOSS GP Racing Series gekommen?

ALEXANDER GEIER: „Begonnen habe ich mit elf Jahren mit einem Formel König, da sind wir viel gefahren. Danach kam ein Formel Renault 2.0, Baujahr 2002, mit sequenziellem Getriebe. Dann mit 13 habe wir einen neuen Formel Renault gekauft, schon mit Pedalshift. Damit bin ich bis letztes Jahr im Histo Cup Austria Rennen gefahren. Dann habe ich durch Ingo Gerstl (Team Top Speed, Anm.) die Chance bekommen, in der BOSS GP Racing Series mitzufahren. Für den nächsten Schritt haben wir dann den Tatuus World Series by Renault 3.5 gekauft, mit dem wir jetzt mitfahren.“

Was muss ein Fahrer können, um solch einen Boliden fahren zu können?

GEIER: „Im Grunde genommen kann es jeder fahren. Es wird nur mit links gebremst, damit tun sich sehr viele schwer. Zudem ist die Kupplung am Lenkrad, das Wegfahren ist schwierig, aber das Steuern des Fahrzeugs an sich ist mit etwas Übung machbar.“

Was macht für dich die BOSS GP Racing Series aus?

GEIER: „Schnelle Autos, die Rennen … einfach alles. Es ist schon einmal ganz was anderes wie alles, was ich zuvor gefahren bin. Auf alle Fälle professioneller! Das fahrerische Niveau der Serie ist auch weit höher, als oft angenommen wird. Natürlich steckt man beim ein oder anderen Duell schon einmal zurück, weil die Autos doch schon etwas älter sind und es oft wenig Ersatzteile gibt. Aber das ist aufgrund der Kosten nur allzu verständlich.“

Zuletzt in Brünn gewann Geier beide Rennen der SUPER LIGHTS-Klasse und jagte sogar die FORMULA-Piloten vor ihm

Ihr seid mit einem eigenen Team unterwegs. Wie setzt sich das zusammen?

GEIER: „Früher waren das nur mein Papa und ich, wir schrauben auch selber daheim in der Garage. Jetzt sind wir immer zu dritt unterwegs. Mit Willi ist ein guter Freund von meinem Vater dabei, dem gefällt das auch.“

Was sind deine großen Ziele für die Zukunft?

GEIER: „Der nächste Schritt soll 2023 kommen. Wir wollen mit einem Formel 2 starten. Dafür trainieren wir jetzt und suchen nach Sponsoren. Das von selbst zu bezahlen ist fast unmöglich, deswegen sind wir hier auf Hilfe angewiesen.“

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Brünn Rennen 2

Jackermeier feiert den Doppelsieg in der BOSS GP F1-Klasse, Ghiotto triumphiert in der umkämpften FORMULA-Klasse, Geier in der SUPER LIGHTS auch am Sonntag eine Klasse für sich.

Nachdem der Wettergott es am Samstag regnen ließ, blieb das Rennen am Sonntag trotz dunkler Wolken trocken. Bei idealen Bedingungen gab es jede Menge Rad-an-Rad-Duelle für die Fans bei den Masaryk Racing Days zu bestaunen. 

BOSS GP F1 Class

Nach seinem samstägigen Premierenerfolg legte Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) mit einem weiteren Sieg am Sonntag nach. Bereits beim Start zog der Deutsche mit seinem Toro Rosso STR3 unaufhaltsam davon und ließ sich die Führung nicht mehr abnehmen. Mit hohem und konstantem Tempo kontrollierte Jackermeier die Führung und ließ nichts anbrennen. Seine Verfolger hatten dem Deutschen nichts entgegenzusetzen. In der Meisterschaft macht Jackermeier damit weiter Boden auf Seriendominator Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) gut. Gerstl war beim zweiten Rennen nicht am Start. Der Meisterschaftskampf nimmt somit zwei Rennwochenenden vor Schluss noch einmal Fahrt auf. Jackermeier bewies in Brünn, dass er den Formel-1-Boliden voll im Griff hat.

BOSS GP FORMULA Class

Das Duell des Rennens lieferten sich Samstagssieger Simone Colombo (ITA, MM International) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio). Rundenlang duellierten sich die beiden Kontrahenten der FORMULA-Klasse Rad an Rad. Ghiotto folgte Colombo wie schon in Spielberg und Le Castellet wie ein Schatten. Die Fans waren von dem harten, aber fairen Duell mehr als nur begeistert. Knapp zehn Minuten vor Schluss des Rennens setzte Ghiotto eingangs der letzten Kurve das entscheidende Manöver und übernahm die Spitze. Mit freier Fahrt konnte Ghiotto Luft zwischen sich und Colombo bringen. Colombo versuchte gegen Rennende noch einmal zu kontern, konnte dem schnellen Tempo von Ghiotto am heutigen Tag aber nichts mehr entgegensetzen. Wenige Minuten vor Schluss musste Colombo auch noch Ghiottos Teamkollegen Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) passieren lassen. Malavasi sicherte sich damit nach dem dritten Platz am Samstag sein zweites Podium an diesem Wochenende. Zu einem Schlussangriff auf den Sieg kam es von Seiten Malavasis dann aber nicht mehr. Salvatore de Plano (ITA, MM International) kam gegen Ende des Rennens auf Platz 4 liegend noch Colombo nahe, konnte seinen Landsmann aber nicht mehr einholen. Luca Martucci (ITA, MM International) rundete den perfekten italienischen Tag ab. Mit seinem gestrigen Sieg und seinem heutigen zweiten Platz übernimmt Colombo vor den beiden finalen Rennwochenenden in Mugello und Misano auch die Gesamtführung von Zdenek Chovanec Lopez in der FORMULA Klasse.

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

In der Startaufstellung hatte noch Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) die Nase vorne. Doch bereits nach wenigen Metern nahm Rookie Alexander Geier (AUT, Geier Racing) Hasler die Führung ab. Hasler konnte dem hohen Tempo von Geier nicht folgen. Geier kontrollierte bei den SUPER LIGHTS anschließend das Geschehen und machte sich am Rennwochenende in Brünn somit zum Doppelsieger. Auch in der Meisterschaft macht der Salzburger damit weiter Boden gut. Hasler versuchte seinen zweiten Platz in der SUPER LIGHTS-Klasse sicher ins Ziel zu bringen, was ihm auch gelang. Auf eine Hetzjagd um den Führenden Geier doch noch abzufangen, ließ sich Hasler aber nicht ein.

Die BOSS GP wird eine kleine Pause einlegen und Mitte Oktober (14.–16.) in Mugello die Saison fortsetzen.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Brünn Rennen 1

Jackermeier feiert bei trickreichen Bedingungen souverän seinen Premierensieg, Colombo verwandelt „Pole“ in der FORMULA-Klasse zum Sieg, SUPER LIGHTS-Triumph für Geier

Der Wettergott hatten mit den Piloten der BOSS GP Racing Series kein Einsehen. Wenige Minuten vor dem Start des ersten Rennens öffnete der Himmel seine Schleusen. Das Rennen auf der teils nassen Fahrbahn wurde so zur Herausforderung für die Piloten in ihren Big Open Single Seaters.

BOSS GP F1 Class

Polesetter Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) stand in der Klasse der Formel-1-Wagen ebenso wie sein Teamkollege Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) wegen des Regenschauers vor Rennbeginn vor einer schwierigen Entscheidung: Trockenreifen drauf behalten oder die Pirelli Cinturato-Profilreifen aufziehen? Teile der Strecke waren feucht, andere wiederum trocken. Jackermeier und Gerstl entschieden sich beide für die Trockenreifen auf ihren Boliden. Jackermeier mit seinem Toro Rosso STR3 mit Ferrari-V8 nutzte die Poleposition ideal und startete furios ins Rennen. Ingo Gerstl kam nach der Aufwärmrunde in die Box und musste seinen Toro Rosso STR1 vorübergehend parken. Wenige Minuten vor dem Ende des Rennens fuhr Gerstl wieder auf die Strecke, kehrte aber prompt wieder in die Box zurück. Jackermeier verwaltete den Vorsprung ideal, machte keine Fehler bei den tückischen Bedingungen und feierte seinen ersten Sieg im Rahmen der BOSS GP. 

Ingo Gerstl (li.) musste sich diesmal mit Platz 2 hinter Premieren-Sieger Thomas Jackermeier (re.) begnügen

BOSS GP FORMULA Class

Alle Starter der FORMULA-Klasse entschieden sich beim Start des Rennens für die Pirelli P Zero Trockenreifen. Das Fahrgeschick der Lenkrad-Akrobaten wurde damit noch einmal mehr auf die Probe gestellt. Simone Colombo (ITA, MM International) setzte die erste Startposition ideal um und konnte sich bei den abtrocknenden Bedingungen zunächst absetzen. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) hielt sich bei den zunächst feuchten Bedingungen noch zurück. Nach und nach legte sich der erfahrene Italiener aber Gegner für Gegner zurecht und arbeitete sich bis auf Platz 2 vor. In den Schlussminuten folgte ein spannendes Duell zwischen Colombo und Ghiotto um den Sieg, Colombo konnte den Sieg aber über die Ziellinie retten. Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) fuhr lange Zeit auf Platz 2, musste nach harten Kampf auf der Start-Ziel-Geraden aber seinen Teamchef und -kollegen Ghiotto passieren lassen. Salvatore de Plano (ITA, MM International) und Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) rundeten die Top-5 dieses spektakulären Rennes der FORMULA-Klasse ab. Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing), im Qualifying noch im Vorderfeld klassiert, kam knapp vor Ende des Rennens an die Box und musste seinen GP2-Boliden vorzeitig abstellen.

Enges Finish zwischen Colombo (v.) und Ghiotto

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

In der SUPER LIGHTS-Kategorie der 6-Zylinder-Autos konnte sich Alexander Geier (AUT, Geier Racing) den nächsten Sieg vor Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) sichern. Geier, auf Slicks ins Rennen gegangen, übernahm kurz nach dem Start die Führung von Hasler und kontrollierte schließlich das Tempo an der Spitze. Im Schlussspurt versuchte Hasler noch einmal den Rückstand auf Geier zu verkürzen. Letztlich vergebens, Hasler fuhr bei abtrocknenden Bedingungen einen sicheren zweiten Platz nach Hause.

Geier schlug sich bei schwierigen Verhältnissen ausgezeichnet

Nach dem Spektakel am heutigen Tag dürfen sich die Fans am Sonntag auf Teil 2 der Rennaction freuen. Das zweite und finale Rennen der BOSS GP in Brünn geht morgen ab 12:50 Uhr Ortstzeit (Livestream) über die Bühne.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Brünn Qualifying

Colombo mit überraschender Trainingsbestzeit, Jackermeier auf Poleposition in der BOSS GP F1 Class, Hasler dominiert SUPER LIGHTS in Brünn.

Formel-1-Rookie Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) wird zum ersten Mal in seiner Karriere die BOSS GP F1 Class zur Grünen Flagge bringen. Der Deutsche markierte mit seinem Toro Rosso STR3, dem legendären Siegerfahrzeug von Sebastian Vettel in Monza aus dem Jahr 2008, die Bestzeit von 1:47:271. Seriendominator Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) nahm mit seinem Toro Rosso STR1 nicht am Qualifikationstraining teil, wird aber versuchen, am Rennen teilnehmen zu können.

Die absolute Bestzeit im Zeittraining für beide BOSS GP-Wertungsläufe legte der Italiener Simone Colombo (ITA, MM International) hin. Colombo spielte die aerodynamischen Stärken seines Formel-2-Boliden aus und sicherte sich die Poleposition in der FORMULA-Klasse. Die Zeit von 1:43:879 konnte von keinem Konkurrenten mehr unterboten werden. Mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung reihte sich Titelverteidiger Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) mit 1:46:733 auf dem zweiten Platz ein. Die Top-3 komplettierte Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) mit einer Zeit von 1:46:776. Das ist Malavasis bislang beste Qualifying-Leistung. Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing) wird nach einer Zeit von 1:47:192 die Rennen vom vierten Platz in Angriff nehmen. Für ihn ist es nach zahlreichen technischen Problemen ein gutes Ergebnis beim Comeback.

Bei den BOSS GP SUPER LIGHTS konnte sich Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) die Bestzeit mit 2:01:679 sichern. Damit distanzierte er seinen wichtigsten Kontrahenten Alexander Geier (AUT, Geier Motorsport) um mehr als eine Sekunde.

Die Rennen starten heute Samstag um 14:00 Uhr und morgen Sonntag um 12:50 Uhr. Vor den Rennen wird es einen Grid Walk für die Zuschauer vor Ort geben, von zuhause aus kann man via Livestream bei den Rennen dabei sein.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP

Vorschau: Brünn

Kommendes Wochenende (9.–11.9.) kehrt Europas schnellste Rennserie, die BOSS GP Racing Series, aus der Sommerpause zurück. Gastgeber sind die Masaryk Racing Days am Automotodrom von Brünn.

Das Wochenende von 9. bis 11. September markiert für die BOSS GP Racing Series den Start in die zweite Saisonhälfte. Nach sechs gefahrenen Rennen in Hockenheim, Spielberg und Le Castellet stehen in den kommenden neun Wochen noch sechs weitere Rennen in Brünn, Mugello und Misano am Programm. Bevor die Saison in Italien endet, geht es für den einzigartigen Mix aus Big Open Single Seater der Kategorien Formel 1, Formel 2, World Series & Co. nach Brünn.

In der BOSS GP F1 Class, also jener Wertung der Formel-1-Wagen, sind vier Autos genannt. Darunter drei Toro Rosso, u.a. der STR1 von Tabellenführer Ingo Gerstl (AUT, Top Speed), der in dieser Saison bisher alle Rennen gewonnen hat. Im Premieren-Siegerwagen von Sebastien Vettel, dem Toro Rosso STR3 mit Ferrari-Motor, will Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) diese Serie in Brünn brechen. Besonders freuen können sich Rennsport-Fans auf ein seltenes Stück Motorsportgeschichte in Form des grün-gelben Lotus T127. Der Formel-1-Wagen aus dem Jahr 2010 ist mit einem Cosworth-V8-Motor ausgerüstet und wird vom Team Top Speed eingesetzt. Pilotiert wird der Ex-Wagen von Jarno Trulli und Heikki Kovalainen vom Österreicher Thomas Jakoubek.

In Abwesenheit von Tabellenführer Zdenek Chovanec Lopez (PRT) visiert FORMULA-Titelverteidiger Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) seinen ersten Saisonsieg an. Im Kampf um die Meisterschaft könnte sich aber Ghiottos Landsmann Simone Colombo (MM International) in die beste Ausgangslage bringen. Er liegt nach drei Events nur zwölf Punkte hinter Chovanec-Lopez, aber bereits 35 vor Marco Ghiotto. Genannt hat auch Salvatore de Plano (ITA, MM International), der in der Vergangenheit schon Rennen mit einem GP2 gewonnen hat. Nach einer längeren Rennpause will auch er ein Wörtchen im Kampf ums Podium mitreden.

Bei den BOSS GP SUPER LIGHTS setzen Alexander Geier (Geier Racing) in einem älteren Tatuus-Renault, Baujahr 2003, und Andreas Hasler (Hasler Motorsport) ihr innerösterreichisches Duell in der Klasse der Sechszylinder-Autos fort.

Nennliste:

NummerNameNationTeamKlasseMarkeBaujahrModellMotor
1Ingo GerstlAUTTeam Top SpeedF1Toro Rosso2006F1 – STR1Cosworth TJ
2Florian SchnitzenbaumerGERTeam Top SpeedF1Toro Rosso2006F1 – STR1Cosworth TJ
15Thomas JackermeierGERTeam Top SpeedF1Toro Rosso2008F1 – TR3Ferrari 056
19Thomas JakoubekAUTTeam Top SpeedF1Lotus2010F1 – T127Cosworth CA
22Michael AbererAUTAM MotorsportFORMULADallara2005GP2Mecachrome
27Marco GhiottoITAScuderia PalladioFORMULADallara2011GP2Mecachrome
28Bruno JarachITAEesti MotorsportFORMULADallara2008GP2Mecachrome
32Simone ColomboITAMM InternationalFORMULADallara2017F2Mecachrome
37Luca MartucciITAMM InternationalFORMULADallara2011GP2Mecachrome
43Giancarlo PedettiITANannini RacingFORMULADallara2014GP2Mecachrome
44Thomas JakoubekAUTTeam Top SpeedFORMULADallara2008GP2Mecachrome
46Alexander SeiboldGERSeibold Auto + SportFORMULADallara2005GP2Mecachrome
47Walter StedingGERScuderia PalladioFORMULADallara2011GP2Mecachrome
87Salvatore de PlanoITAMM InternationalFORMULADallara2011GP2Mecachrome
66Andreas FiedlerGERFiedler RacingFORMULADallara2008GP2Mecachrome
77Francesco MalavasiITAScuderia PalladioFORMULADallara2011GP2Mecachrome
111Alexander GeierAUTGeier RacingSUPER LIGHTSTattus2003WSbRenaultRenault
115Andreas HaslerAUTHasler MotorsportSUPER LIGHTSDallara2009WSbNissanAER

Strecke:

Mit 5,403 Kilometer Streckenlänge ist die ehemalige MotoGP-Rennstrecke die zweitlängste Strecke des Jahres nach dem Circuit Paul Ricard (5,8 km lang). Schnell und flüssig zu fahrende Kurven wechseln sich mit einem technisch anspruchsvollen Teil ab. Auch die Motorleistung ist mitentscheidend, denn auf der tschechischen Achterbahn geht es im letzten Streckendrittel steil bergauf. Hier sieht man nicht nur, was die Boliden im Stande sind zu leisten, sondern auch welcher Pilot sein Fahrzeug am besten im Griff hat.

Zeitplan (CEST):

Freitag, 9. September 2022
12:35–13:05     Freies Training 1
15:35–16:05     Freies Training 2

Samstag, 10. September 2022
09:50–10:20     Qualifying
14:00–14:30     Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 11. September 2022
09:50–10:00     Warm-up
12:50–13:30     Rennen 2 (25 Minuten)

Rahmenprogramm:

Neben dem Headliner BOSS GP runden von Freitag bis Sonntag weitere Rennserien das Programm ab: u.a. Drexler Formel Cup, ESET V4 Cup mit der TCR Eastern Europe und dem Renault Clio Cup Bohemia und historische Rennklassen (HAIGO).

Tickets:

Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt, Tagestickets gibt es schon um 13 Euro, das Wochenendticket kostet 17 Euro. Die Parkplätze an den geöffneten Tribünen sind kostenlos. Alle Karten können an den Tageskassen vor Ort gekauft werden.

Fotos: Angelo Poletto & Michael Jurtin/BOSS GP, Dirk Hartung/Autosport.at

Report: Le Castellet Rennen 2

Rene Arnoux überreicht die Siegertrophäen an Gerstl, Schlegelmilch, Chovanec-Lopez und Geier.

Einzigartig war das Ambiente beim dritten Event der BOSS GP-Saison 2022: Besucher hatten die Möglichkeit, Tickets für den Grid Walk zu kaufen und damit ganz nah an die Big Open Single Seater heranzukommen und die Spannung vor dem Start hautnah mitzuerleben. Das nutzten nicht nur hunderte Fans, sondern auch die französischen Rennlegenden Jean Alesi, Rene Arnoux und Jean-Pierre Jarier. Diese standen für Erinnerungsfotos ebenso zur Verfügung wie die Fahrzeuge der BOSS GP und ihre heutigen Piloten.

BOSS GP F1 Class

Toro Rosso, Benetton und Jaguar in einem gemeinsamen Rennen – dieses einzigartige Bild lieferte die BOSS GP Racing Series in Le Castellet. Im Formationsflug absolvierten die legendären Formel-1-Wagen die ersten Runden des Sonntagsrennens, doch am Ende stand dasselbe Ergebnis wie am Vortag in den Büchern: Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) holte sich den Sieg vor Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) und Didier Sirgue (FRA, LRS Racing).

Didier Sirgue zeigte beim Heimspiel, dass ein zwanzig Jahre altes Formel-1-Auto noch lange nicht zum alten Eisen gehört

BOSS GP OPEN Class

Erneut ging Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) im World-Series-Boliden mit verbessertem V8-Motor auf die Jagd nach den Formel-1-Wagen. Der Lette gewann mit der schnellsten Rennrunde die in diesem Jahr neu eingeführte Klasse der OPEN-Wertung für Fahrzeuge ohne Hubraumlimit. Zur Freude der Fans, die in der Hitze ausharrten, drehte er nach dem Rennen einige Donuts und verewigte sich damit am Circuit Paul Ricard.

Harald Schlegelmilch gibt alles, um die Formel-1-Autos vor ihm einzuholen

BOSS GP FORMULA Class

Unschlagbar war auch heute Sonntag im um 5 Minuten längeren Rennen im Vergleich zum Vortag der Portugiese Zdenek Chovanec-Lopez (MM International). Erneut war MM-International-Teamkollege Simone Colombo (ITA) in einen spannenden Positionskampf um Rang 2 hinter Chovanec-Lopez verwickelt. Diesmal verteidigte er die Position im letzten Renndrittel allerdings gegen Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag). Mit abbauenden Reifen gegen Rennende behielt Colombo aber die Nerven und somit auch Rang 2. Faggionato gelang mit Rang 3 ein versöhnliches Ergebnis, nachdem er gestern nach einem Dreher schon frühzeitig ausschied. Damit blieb erneut kein Platz am Podium für Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio). Mit einer weiteren Leistungssteigerung fehlten ihm letztlich aber nur gut sieben Sekunden auf das Podest. Sein Teamchef und rennfahrender Kollege Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) schied bereits in der Anfangsphase aus. Für die Gesamtwertung bedeutet das einen Rückschlag. Der Titelverteidigter liegt nun schon 47 Punkte hinter Chovanec-Lopez und 35 hinter Colombo.

Der beste Franzose in dieser Klasse war im zweiten Lauf Alain Girardet (FRA, GDL Racing) im World-Series-Boliden. Auf Rang 6 kam Luca Martucci (ITA, MM International) ins Ziel. Das ist bemerkenswert, denn der Italiener musste sich nach einem Dreher in der Anfangsphase vom Ende des Feldes wieder nach vorne kämpfen. Sehenswert waren auch die Positionskämpfe dahinter, u.a. mit David Moretti, Walter Steding und Thomas Jackermeier.

Dominiert die FORMULA-Klasse in der bisherigen Saison: Zdenek Chovanec-Lopez

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

Alexander Geier (AUT, Geier Racing) gelang beim BOSS GP-Renndebüt sensationell das Double: Der erst 16-jährige Österreicher im V6 World-Series-Auto machte auch heute seine Sache gut und duellierte sich phasenweise sogar mit den schnelleren FORMULA-Fahrzeugen. Mit zwei Rennsiegen und der vollen Punktezahl an diesem Wochenende konnte er einige Punkte auf den Erstplatzierten in der Gesamtwertung, Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport), aufholen.

Alexander Geier erfreute die französischen Zuschauer in den Retro-Farben der Renault-Weltmeisterautos von 2005 und 2006

Die BOSS GP Racing Series legt nun eine verlängerte Sommerpause ein. Gearbeitet wird trotzdem, denn die Teams nützen die Zeit, um die High-End-Rennwagen zu revidieren und für die zweite Saisonhälfte fit zu machen. In zwölf Wochen setzt Europas schnellste Rennserie ihre Tournee fort. Bei den traditionellen Masaryk Racing Days in Brünn von 9. bis 11. September werden die Saisonrennen 7 und 8 gefahren.

Bilder: Jean-Marie Biadatti/PhotoClassicRacing.com, SMW MEDIA

Report: Le Castellet Rennen 1

Vor den glänzenden Augen der französischen Rennlegenden Jean Alesi, Jean-Pierre Jarier und Rene Arnoux trotzten die BOSS GP-Piloten und ihre einzigartigen Boliden der Hitze der Cote d’Azur.

Bei 32 Grad Außentemperatur starteten die 20 Piloten der BOSS GP Racing Series ins fünfte Saisonrennen 2022. Weil ein Fahrzeug am Vorstart stehenblieb und die Bergung einige Zeit in Anspruch nahm, wurde das Rennen wenige Minuten später hinter dem Safety-Car neu gestartet.

BOSS GP F1 Class

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) machte das, was er 2022 schon öfter gemacht hat: das Tempo kontrollieren. Mit Bedacht auf den wertvollen Toro Rosso F1 versuchte er die Kontrahenten im Rückspiegel in Schach zu halten. Das gelang souverän, damit gewann Gerstl zum fünften Mal in diesem Jahr die F1-Wertung. Nach zuletzt einigen technischen Problemen am Benetton B197, sah auch Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) heute wieder die Zielflagge. Bei seinem ersten Antritt in Le Castellet fuhr er ein tadelloses Rennen, welches mit Punkten für den zweiten Rang belohnt wurden. Zu Rennbeginn folgte ihm noch Didier Sirgue (FRA, LRS Racing) formatfüllend im Rückspiegel. In weiterer Folge verlor dieser aber den Anschluss an Ehninger. Nichtsdestotrotz beendete Sirgue bei seinem BOSS GP-Comeback nach einigen Jahren Pause das Rennen mit dem bildschönen Jaguar R2 (mit R5-Lackierung) auf dem dritten Rang.

BOSS GP OPEN Class

Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) durfte die Siegertrophäe für die Klasse ohne Hubraumlimit abholen. Der eigene Ansporn ist aber, die Formel-1-Autos zu jagen. Mit der schnellsten Runde von 1:48.371 fehlten dem ehemaligen Formel-3-Profi im ersten Lauf auch nur wenige Zehntel auf die schnellste Runde des Rennens, gefahren von Ingo Gerstl.

Rene Arnoux gratuliert den Top-3 der BOSS GP F1 Class

BOSS GP FORMULA Class

Zdenek Chovanec-Lopez (PRT, MM International) baute mit seinem vierten Saisonsieg den Vorsprung in der umkämpften Wertung der FORMULA-Klasse weiter aus. Das spannendste Duell des Rennens fand aber erneut hinter dem Rennsieger statt. Simone Colombo (ITA, MM International) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) setzten ihr Duell vom letzten Rennwochenende am Red Bull Ring nahtlos fort. Das ganze Rennen über „hing“ Ghiotto im Getriebe von Colombo, mehrfach versuchte er an Colombo vorbeizugehen, sogar in der Anfahrt zur Mutkurve „Signe“ am Ende der langen Mistral-Geraden. Letztlich war es erneut Colombo, der wie schon in Spielberg den zweiten Platz behaupten konnte. Knapp am Podium vorbei fuhr Francesco Malavese (ITA, Scuderia Palladio) mit Platz 4. Hinter Malavese folge der schnellster Auto-GP-Lola von Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag). Matile gönnte sich keine Verschnaufpause, sondern nahm im Anschluss auch am Rennen der Formel-1-Wagen aus den 1970er-Jahren teil. Auf den weiteren Plätzen folgten Walter Steding (GER, Scuderia Palladio), der nach technischen Problemen im Qualifying durchfahren konnte und Thomas Jackermeier (GER, Top Speed), der nach einem Getriebedefekt an seinem Toro Rosso STR3 am Freitag vom Formel 1 in den GP2-Dallara umgestiegen war. Bester Franzose in der FORMULA-Wertung wurde David Moretti (Griffith‘s) als Neunter.

Yannick Dalmas mit dem Zweitplatzierten Simone Colombo

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

Der mit 16 Jahren jüngste Teilnehmer in der BOSS GP Racing Series, Alexander Geier (AUT, Geier Racing), wandelte seine erste Poleposition bei seinem ersten Renneinsatz auch gleich in einen Sieg um. Damit konnte Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) zum ersten Mal in diesem Jahr nicht die vollen Punkte einstecken. Mit Rang 2 bleibt Hasler aber weiterhin ungefährdet in der Tabellenführung.

Erster Sieg für Alexander Geier (re.)

Das sechste Saisonrennen folgt morgen Sonntag um 15:30 Uhr Ortszeit. Zuvor gibt es um 9:35 Uhr noch ein zehnminütiges Warm-up. Das Rennen ist live im französischen Fernsehen und auf dem YouTube-Kanal des TV-Senders Automoto la chaîne (nur in Frankreich) zu verfolgen.

Fotos: SMW MEDIA

Report: Le Castellet Qualifying

Bestzeiten für Gerstl, Schlegelmilch, Chovanec-Lopez und Geier beim Zeittraining zum French Historic Grand Prix am Circuit Paul Ricard.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) führt zum fünften Mal in dieser Saison die BOSS GP F1 Class zur grünen Ampel. Gerstl im Toro Rosso STR1 holte sich mit einer Zeit von 1:42.953 die klare Poleposition für die beiden Rennen auf der Grand-Prix-Strecke von Le Castellet. Nächstbester F1-Pilot im Zeittraining war Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) mit seinem Benetton B197. Ehninger fährt zum ersten Mal in Le Castellet und kommt an Tag zwei mit der anspruchsvollen Rennstrecke bereits erstaunlich gut zurecht. Ein Highlight für die französischen Fans ist der Auftritt von Didier Sirgue (FRA, LRS Racing) im Jaguar R2. Sirgue konnte sich mit dem Wagen von Eddie Irvine aus der Formel-1-Saison 2001 als Dritter qualifizieren. Wie zuletzt am Red Bull Ring geprobt, geht die F1 Class auch beim Grand Prix de France Historique rund zwanzig Sekunden vor dem Rest des Feldes ins Rennen. Damit sollen die Risiken beim Rennstart verringert werden.

Am nächsten an Gerstls Bestzeit heran kam erneut Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) in seinem modifizierten World-Series-Fahrzeug. Schlegelmilch ist damit der Favorit auf den Sieg in der OPEN-Wertung.

Der Tabellenführer der FORMULA-Klasse, Zdenek Chovanec-Lopez (PRT, MM International), gab auch im Qualifying das Tempo vor. Simone Colombo (ITA, MM International) qualifizierte sich als Zweiter der Klasse vor dem schnellen BOSS GP-Rückkehrer Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag). Knapp dahinter landete Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), der sich kurz vor Schluss mit einer punktgenauen Runde noch von weit hinten in der Ergebnisliste nach vorne schieben konnte. Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) konnte die Erwartungen nach den guten Trainings am Freitag erfüllen und sich als Fünfter noch vor Luca Martucci (ITA, MM International) klassieren.

In der BOSS GP SUPER LIGHTS Class setzte sich im Duell der Rookies Alexander Geier (AUT, Geier Racing) gegen seinen Landsmann und bisherigen Saisondominator Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) durch. Geier belohnte damit auch sein Team, das nach einem Brand in Hockenheim viel Arbeitszeit in den Formel-Renault-Boliden mit V6-Motor investierte.

Die beiden Rennen starten heute Samstag und morgen Sonntag jeweils um 15:30 Uhr Ortszeit. Bereits ab 14:50 Uhr gibt es den Grid Walk. Die Rennen können live im YouTube-Stream von Automoto La chaîne (nur in Frankreich) verfolgt werden.

Foto: Jean-Marie Biadatti/PhotoClassicRacing.com

Vorschau: Le Castellet

Die BOSS GP Racing Series kommt mit einem hochkarätigen Starterfeld zum French Historic Grand Prix (17.–19. Juni 2022) nach Le Castellet. Dort warten u.a. Jean Alesi und Rene Arnoux.

Nur zwei Wochen nach den Rennen am Red Bull Ring in Spielberg setzt die BOSS GP Racing Series ihre Europa-Tournee in Frankreich fort. Die vierte Ausgabe des Grand Prix de France Historique am Circuit Paul Ricard bietet das ideale Umfeld, um die Vergangenheit wieder zum Leben zu erwecken. In Meeresnähe, zwischen Marseille und Toulon gelegen, erwartet Fans und Fahrer ein Event voller geweckter Erinnerungen.

Mit einem bombastischen Starterfeld von über 25 Fahrzeugen, darunter Formel-1-Rennwagen von Toro Rosso, Jaguar und Benetton, IndyCars und Monopostos der Formel 2, GP2, World Series und Auto GP, bestreitet Europas schnellste Rennserie die Saisonrennen 5 und 6 in Le Castellet. Mit dabei sind auch vier Franzosen: Didier Sirgue (Jaguar R2), David Moretti (GP2), Jean-Christophe Peyre (Auto GP) und Alain Girardet (WSbR), dazu gesellen sich noch Nicolas Matile (Auto GP) und Marc Faggionato (GP2), die mit monegassischer Lizenz an den Start gehen.

Nennliste:

Strecke:

Der 5,8 Kilometer lange Circuit Paul Ricard ist eine Strecke, die fahrtechnisch anspruchsvoll ist und gleichzeitig einige Hochgeschwindigkeits-Passagen zu bieten hat. Klimatisch gut gelegen, mit rund 180 verschiedenen Streckenvarianten und extrem sicher ist die Strecke nicht umsonst ein Paradies für Testfahrten. Zuletzt waren die Big Open Single Seater im Jahr 2017 hier zu Gast.

Zeitplan (CEST):

Freitag, 17. Juni 2022
11:00–11:25     Freies Training 1
15:45–16:10     Freies Training 2

Samstag, 18. Juni 2022
10:10–10:40     Qualifying
15:30–15:50     Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 19. Juni 2022
09:35–09:45     Warm-up
15:30–15:55     Rennen 2 (25 Minuten)

Rahmenprogramm:

Die zum vierten Mal ausgetragene Veranstaltung steht ganz im Zeichen von 70 Jahren FFSA (französischer Automobilsport-Verband) und der fabelhaften Formel-1-Historie. Neben der BOSS GP Racing Series stehen Rennen mit legendären Boliden der 1970er-Jahre (Historic F1) am Programm. Dazu kommen Rennen der Historic Formel 2 (Baujahr vor 1979), Formel 3 und Formel Renault Classic und Formel Ford 1600 mit nicht weniger als 45 Startern. Unter dem Titel „100 km du GPFH“ stellen sich auch ältere und jüngere GTs und Sportprototypen dem Wettstreit.

Insgesamt stehen zwölf Rennen, verteilt auf Samstag und Sonntag, im Rennprogramm. Zahlreiche weitere Formel-1-Fahrzeuge gibt es im Fahrerlager zu besichtigen. Fans können außerdem in F1-Simulatoren ihre eigenen Runden drehen oder bei der F1-Technology-Ausstellung etwas dazulernen. Für Besucher ist das Fahrerlager frei zugänglich. Nicht umsonst lockt das auch zahlreiche französische Motorsport-Stars an die Cote d’Azur. Angekündigt sind Jean Alesi, Rene Arnoux, Yannick Dalmas, Jean-Pierre Jarier, Patrick Tambay, Pascal Fabre, Jean-Marc Gounon, Patrick Gaillard und andere.

Tickets & TV-Übertragung:

Tickets gibt es ab 25 Euro, näheres dazu auf www.gpfrance.com/en/french-historic-grand-prix/ticketing

Einlass ist täglich ab 9 Uhr.

Das Programm am Sonntag wird zudem im französischen Fernsehen übertragen, auf dem Kanal Automoto La chaîne.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP, Jean-Marie Biadatti, Bernard Canonne

Self-made man

Vom Rennkart in den Formel 2: Simone Colombo (35, aus der Nähe von Mailand) zeigt, wie es geht. Im Interview erklärt uns der MM-International-Pilot, warum ihn die BOSS GP Racing Series in den Bann gezogen hat.

Du kommst aus dem Profi-Kartsport und bist im Vorjahr in einen Formel-2-Wagen umgestiegen. Wie kam es dazu?

SIMONE COLOMBO: „Ich habe mit dem Kartfahren angefangen und dann aufgehört, als ich meinen jetzigen Job bekam. Ich bin sieben Jahre lang nicht gefahren und hatte das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Aber während meines Jobs konnte ich nicht beides machen, deshalb konnte ich nicht weiter Kartfahren. Also habe ich versucht, mit dem Automobilsport anzufangen und deshalb bin ich hier. 2021 bin ich mein erstes Rennen überhaupt gefahren. Ich habe gerade erst angefangen, mit Formelautos zu fahren, und weiß nicht viel darüber. Dieses Jahr habe ich aber vor dem ersten Rennen getestet.“

Aber es sieht sehr gekonnt aus, du machst nicht viele Fehler. Waren GT-Autos eigentlich keine Option für dich?

COLOMBO: „Nein! Nur Formelautos, die sind das Maximum.“

Warum fährst du in der BOSS GP Racing Series?

COLOMBO: „Um Spaß zu haben! Ich genieße die Erfahrung, die Strecken, das Auto. Es gibt nicht so viele Gelegenheiten, diese Art von Autos zu fahren.“

Was macht deine Firma Mondokart?

Blitzstart: In Simones Debütsaison 2021 wurde er auf Anhieb Vizemeister in der FORMULA-Klasse

COLOMBO: „Wir verkaufen Kartteile und Karts. Wir arbeiten hart daran, sehr gut und schnell im Versand zu sein. Wir sind sozusagen das ‚Amazon der Kartsports‘. Der Kartsport ist sehr groß in Italien, weil die meisten Karts in Italien produziert werden und alle wichtigen Hersteller in Italien sind.“

Welche Kartchassis verkauft ihr?

COLOMBO: „Wir verkaufen CRG, Tonykart, aber wir haben auch viele andere Marken. Wir arbeiten mit allen Unternehmen des Sektors zusammen. Zudem sind wir auch selbst Hersteller von Karts, das ist aber nicht der größte Teil des Geschäfts.“

Wie ist dein Ziel für diese Rennsaison, was erwartest du?

COLOMBO: „Ich will besser abschneiden als letztes Jahr. Vielleicht kann ich den ersten Platz in der Meisterschaft erreichen, aber ich weiß nicht, ob mir das gelingen wird. Es gibt ja heuer auch ein paar neue Fahrer … ich werde einfach Schritt für Schritt vorgehen.“

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP, Robert Lösch