Kategorie: Allgemein

BOSS GP Siegerehrung

Wir präsentieren die BOSS GP-Jahressiegerehrung 2020.

Hoffentlich können wir die Pokale im kommenden Jahr wieder persönlich überreichen. Ein großes Dankeschön allen teilnehmenden Fahrern und Teams in dieser Saison. Ein ganz spezieller Dank gilt unseren Unterstützern sowie den Organisatoren und Marshals an den Rennstrecken.

Saisonrückblick 2020

Die Corona-Pandemie und all ihre Auswirkungen machten das Jahr 2020 zu einem außergewöhnlichen.

Dass trotz aller Einschränkungen Motorsport möglich war, ist dem Engagement vieler Enthusiasten zuzuschreiben. Hygienekonzepte der Veranstalter gewährleisteten die sichere Ausübung unseres Lieblingssports. Rennserien wie die BOSS GP Racing Series gingen ein finanzielles Risiko ein, um eine Meisterschaft durchführen zu können. Denn nicht immer war klar, ob die Rennen stattfinden können und ob auch alle Teams und Fahrer anreisen konnten.

Roberto Vanni im Formel 3000 beim BOSS GP-Comebackrennen in Imola
Foto: SMW Media

Letztlich gelang es der BOSS GP Racing Series trotz aller Widrigkeiten auch in ihrem 26. Jahr seit Bestehen eine Meisterschaft durchzuführen. Das BOSS GP-Rennen in Imola am 11. Juli 2020 war eines der ersten größeren Sportereignisse überhaupt in Italien nach dem Frühjahrs-Lockdown. Vier Rennwochenenden und ein Testtag auf fünf europäischen Top-Rennstrecken wurden den Fahrern und ihren Einsatzteams in diesem Jahr geboten. Diese dankten es mit einem Lächeln hinter der Maske und Spitzenleistungen auf der Rennstrecke.

Die Vielfalt der Fahrzeuge war auch in diesem Jahr beeindruckend. Neben den Formel-1-Wagen von Ingo Gerstl (Toro Rosso STR1), Ulf Ehninger (Benetton B197) und dem Debüt von Riccardo Ponzio (ITA, Adriatica Competition) in einem Jaguar R3 waren Formelfahrzeuge diverser Einheitsserien zu bewundern: GP2-Autos unterschiedlicher Generationen, AutoGP-Lola, World Series by Renault 3,5 und Formel-3000-Boliden. 23 Piloten nahmen zumindest an einem Freien Training in dieser Saison teil.

Ingo Gerstl is chasing Riccardo Ponzio for the lead
Riccardo Ponzio im F1-Jaguar ist auf der Überholspur, hier in Spa 2020 vor Ingo Gerstl
Foto: Michael Kavena

Routinier Gerstl (AUT, Top Speed) war mit seinem 2006er-Wagen in der OPEN-Klasse zum fünften Mal in Folge nicht zu schlagen. Mit Ponzio könnte er aber schon bald einen neuen Konkurrenten bekommen. Am zweitmeisten Punkte in diesem Jahr holte sich aber Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing), der in diesem Jahr bewiesen hat, dass er seinen Benetton auch bei schwierigen Bedingungen gut beherrscht.

Ulf Ehninger glänzte auch bei gemischten Straßenverhältnissen wie hier in Mugello
Foto: Roberto Piccinini/Actualfoto

Sportlich abwechslungsreich war wie die vergangenen Jahre schon die FORMULA-Kategorie: Vier verschiedene Sieger gab es in dieser Saison: Chris Höher (AUT, Top Speed) siegte zweimal beim Saisonauftakt in Imola. Mit sieben Podestplätzen, davon fünf Siegen verteidigte allerdings Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) seinen Titel aus dem Vorjahr souverän. In acht Rennen viermal aufs Podium steigen durfte Luca Martucci (ITA, MM International), der beim Heimrennen in Mugello auch seinen ersten BOSS GP-Sieg einfuhr. Fünf Jahre nach Klassenrang 3 wurde Walter Steding (DEU, Scuderia Palladio) wieder Dritter in der Meisterschaft. Gemeinsam mit Teamkollege Ghiotto bildete er das stärkste Duo 2020. Bester Nicht-GP2-Pilot wurde auf Gesamtrang 4 Salvatore de Plano (ITA), der einen AutoGP von Coloni zweimal in die Top-3 steuerte.

GP2-Rookie Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) konnte Rang 5 in der Meisterschaft einfahren, obwohl er beim letzten Rennwochenende in Mugello fehlte. Den letzten Rennsieg des Jahres holte sich dort Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), der in der Saison 2020 viel Zeit in die Entwicklung seines Rennautos investierte – 2021 sollte für ihn mehr als Gesamtrang 6 möglich sein. Mit Marc Faggionato und Nicolas Matile (beide MCO) standen auch die beiden Zig-Zag-Piloten insgesamt dreimal am Podest.

Volles Starterfeld beim Rennen im Automotodrom Brünn
Foto: Dirk Hartung

Die Organisatoren bedanken sich bei allen Teilnehmern, Teams, Helfern, Organisatoren, Marshals für ihr Engagement in diesem schwierigen Jahr.

Alle weiteren Ergebnisse und Gesamtwertungen sind auf www.bossgp.com/standings nachzulesen.

Der Rennkalender für die Saison 2021 wird in Kürze präsentiert, natürlich auf www.bossgp.com und auf unseren Social-Media-Kanälen.

Saisonabschluss in Adria

Siegerehrung und Testfahrten für 21. und 22. November in Italien geplant.

Im Rahmen des Pirelli Season Finale bietet BOSS GP zwei offizielle Testtage mit freiem Fahren auf dem umgebauten Adria International Raceway. Die Strecke nahe Venedig wurde erst kürzlich deutlich erweitert und ist nun rund vier Kilometer lang. Die Mischung aus schnellen Passagen und engen Kurven sowie großer Auslaufzonen bietet optimale Voraussetzungen, um am Set-up und den Fahrfertigkeiten zu feilen.

Eingeschriebene BOSS GP-Piloten haben einen Fixplatz. Neu- und Wiedereinsteiger können bei Interesse an der Teilnahme via race@bossgp.com nähere Informationen anfordern.

Geehrt werden vor Ort auch die erfolgreichen Fahrer der BOSS GP Racing Series 2020. Die Rennstrecke in Adria bietet ein großzügiges und überdachtes Fahrerlager und damit optimale Voraussetzungen für eine Siegerehrung unter den aktuellen Umständen.

Die Organisation der BOSS GP Racing Series steht in regelmäßigem Kontakt mit den Betreibern der Rennstrecke und hat die veränderte Lage hinsichtlich Reise- und Veranstaltungsbestimmungen im Blick. Sollte sich der Termin ändern, werden die Teilnehmer umgehend informiert.

Report Rennen 2 Mugello

Fiedler gewinnt Regenrennen vor Matile.

Regen, Blitz und Donner hatten die Region Mugello am Rennsonntag fest im Griff. So war es kein Wunder, dass einige Piloten in ihren über 600-PS-starken Autos auf einen Start im zweiten Rennen verzichteten und kein Risiko eingingen. Umso bewundernswerter sind jene Fahrer, die sich auf die nasse Strecke mit teils stehendem Wasser wagten.

Aus der ersten Reihe nahmen der Rennsieger von gestern, Luca Martucci (ITA, MM International), und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) das Rennen in Angriff. Just beim Umschalten der Ampel auf Grün verlor Martucci die Kontrolle über seinen Wagen und hatte in Folge Glück, nicht die Boxenmauer zu treffen. Nach dieser Schrecksekunde konnte er das Rennen sogar fortsetzen. Noch in Runde 1 erwischte es dann in Führung liegend auch Ghiotto, der sich ausgangs von „Arrabbiata 1“ wegdrehte. Weil das Fahrzeug aus der Wiese geborgen werden musste, neutralisierte das Fanatec Safety-Car das Rennen.

In Führung lag nun Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) im Dallara-GP2, der sich im Schlussspurt mit Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) in einem Auto-GP-Lola ein aufregendes Duell in der Gischt lieferte. Den Sieg vor Augen gaben beide Piloten alles und waren teilweise nur Zentimeter voneinander entfernt im Drift unterwegs. Schließlich wehrte Fiedler alle Angriff Matiles ab und holte sich seinen ersten BOSS GP-Gesamtsieg. Doch auch Nicolas war glücklich über Rang 2 und sein bislang bestes BOSS GP-Resultat. Zum zweiten Mal in diesem Jahr aufs Podium fuhr Salvatore de Plano (ITA, Coloni) im Auto GP, dessen Regenerfahrung sich diesmal bezahlt machte.

Ebenfalls sein bestes BOSS GP-Ergebnis erreichte Bruno Jarach (EST, Eesti Motorsport) mit dem vierten Rang. Als Fünfter klassierte sich der unglückliche Luca Martucci, der sich zumindest noch die schnellste Runde sicherte.

Nach den zwei Rennen in Mugello sind auch die Entscheidungen in der Meisterschaft gefallen: Ingo Gerstl (OPEN) und Marco Ghiotto (FORMULA) verteidigen ihren Titel aus dem Vorjahr. Die Top-3 in der großen Klasse beschließen Benetton-Fahrer Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing) und Jaguar-Pilot Riccardo Ponzio (ITA, Adriatica Competition). Gesamtrang 2 in der FORMULA-Klasse geht an Luca Martucci. Sensationell Dritter wird Ghiottos Teamkollege Walter Steding (DEU, Scuderia Palladio).

Das Saisonfinale in Imola musste abgesagt werden. Grund hierfür ist der beginnende Aufbau für den am 1. November stattfindenden Formel-1-Grand-Prix der Emilia Romagna. Als Alternative plant die BOSS GP Racing Series ein Abschlussevent am Adria Raceway (ITA). Details dazu folgen in Kürze.

Foto: Roberto Piccinini/Actualfoto

Vorschau & Zeitplan Mugello

Fortsetzung der Meisterschaft dieses Wochenende in der Toskana.

Der Mugello Circuit ist der Austragungsort der Saisonrennen 7 und 8 der BOSS GP Racing Series 2020. Die flotte Berg-und-Tal-Bahn gehört Ferrari und ist seit 2014 zum ersten Mal wieder Teil des BOSS GP-Tourplans. Das zur Freude vieler Piloten, insbesondere der stark vertretenen italienischen Fraktion. Vor wenigen Wochen gastierte in Mugello zum ersten Mal auch die Formel 1.

Das Rennen war ursprünglich als Saisonauftakt im März geplant, die Einschränkungen in der ersten Jahreshälfte machten allerdings eine Verschiebung notwendig. Gefahren wird am 9., 10. und 11. Oktober im Rennprogramm von Veranstalter Peroni. Außerdem am Start sind diverse italienische GT- und Tourenwagenserien.

Für die Piloten der BOSS GP stehen am Freitag zwei Freie Trainings am Programm, Samstag folgt das Qualifying und Rennen 1, ein zusätzliches Warm-up und das zweite Rennen sind für Sonntag geplant. Aktuelle Ergebnisse und das Live-Timing können via https://mugellocircuit.com/it/live-timing/ verfolgt werden. Updates gibt es regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen Instagram @bossgpofficial und Facebook @officialbossgp

Zeitplan BOSS GP Mugello 2020

Freitag, 9. Oktober 2020
10:30–11:00 Freies Training 1
14:05–14:35 Freies Training 2

Samstag, 10. Oktober 2020
10:35–11:05 Qualifying
15:35–15:55 Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 11. Oktober 2020
10:20–10:30 Warm-up
14:30–14:55 Rennen 2 (25 Minuten)

Foto: Dirk Hartung

Kein BOSS GP-Rennen in Assen

Verschärfte Reise-Maßnahmen verhindern Anreise.

Das für 26. und 27. September geplante Rennwochenende der BOSS GP Racing Series im Rahmen der Gamma Racing Days in Assen musste abgesagt werden. Die in vielen europäischen Staaten verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus verhindern die Anreise zahlreicher Teammitglieder aus dem internationalen Starterfeld der BOSS GP.

Ersatzevent für das abgesagte Rennen in den Niederlanden ist keines geplant. Das nächste Rennen von BOSS GP steht damit am 10. Oktober auf der wunderschönen Formel-1- und MotoGP-Strecke in Mugello (Italien) am Programm.

Report Rennen 2 Brünn

Walter Steding (Dallara GP2)

Überraschung im Sonntagsrennen: Doppelsieg für Scuderia Palladio.

Zwar hatte es über Nacht geregnet, die Strecke trocknete aber bis zum Start des zweiten BOSS GP-Rennens bei den Masaryk Racing Days weitgehend auf. Somit gingen alle Piloten auf den Pirelli P Zero-Trockenreifen auf die Bahn. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) erwischte aus Reihe 1 einen schlechten Start, doch er verteidigte die Klassenführung und folgte Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) auf den ersten Metern. Dahinter schaffte es Luca Martucci (ITA, MM International) wie schon gestern, Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) gleich in Runde 1 zu überholen.

Hoffmann musste sich in der Folge gegenüber den von hinten drängenden Salvatore de Plano (ITA, Coloni) und Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) verteidigen. In Runde 2 kollidierten De Plano und Fiedler in Kurve 1. Während de Plano sein Rennen fast unbeschadet fortsetzen konnte, wurde Fiedlers GP2 Dallara sichtbar beschädigt. De Plano beendete das Rennen auf Rang 5, Fiedler hinter Christian Ferstl (AUT, Ferstl Racing) noch auf Rang 7.

Vorne spitzte sich die Lage zu, als der Gesamtführende Gerstl seinen Toro-Rosso-Formel-1 in die Boxengasse steuerte. Ein überhitzter Motor zwang den Gewinner aller bisherigen Saisonrennen zu einem Zwischenstopp. Damit übernahm Marco Ghiotto die Gesamtführung im Rennen, die er bis zur Zielflagge nicht mehr abgab.

Zwischenzeitlich mischte auch Chris Höher (AUT, Top Speed) das Feld auf. Doch wie schon gestern musste er seinen Wagen vorzeitig in der Box parken. Ghiottos Teamkollege Walter Steding (DEU) sorgte indes für eine Sensation. Zu Rennmitte ging er zunächst an Hoffmann vorbei auf Rang 3. Dieser verteidigte sich hart, doch das reichte nicht. Wenige Runden später war auch Martucci fällig, der in der vorletzten Kurve von Steding überholt wurde. Für Steding war Rang 2 im heutigen Rennen das erste Podium seit seiner bislang erfolgreichsten Rennsaison im Jahr 2015. Für die Scuderia Palladio von Marco Ghiotto war es zudem der erste Doppelsieg der Teamgeschichte in der BOSS GP Racing Series.

Für Titelverteidiger Ghiotto sieht es in der Gesamtwertung nach sechs von 12 Saisonrennen ebenso blendend aus. Rivale Luca Martucci ist bereits 30 Punkte zurück. Auf Rang 3 folgt jetzt wieder Walter Steding, der nur einen Zähler vor Roman Hoffmann liegt.

BOSS GP das nächste Mal in Rennaction gibt es schon in drei Wochen beim Cuvee Sensorium Grand Prix in in Assen. So wie es aussieht erneut vor Publikum.

Foto: Dirk Hartung

Report Rennen 1 Brünn

Ghiotto (GP2) and Gerstl (Toro Rosso)

Ghiotto liefert sich Duell mit Gerstl und baut Führung in der FORMULA aus.

Zum ersten Mal in diesem Jahr konnten Rennsportfans die BOSS GP Racing Series wieder live vor Ort erleben. Der Klang von V10- und V8-Motoren und die spätsommerlichen Temperaturen an die 30 Grad lockten bereits am Samstag einige Tausend Zuseher zu den Masaryk Racing Days ins Automotodrom.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) war der klare Favorit auf den Sieg. Doch Gerstl schöpfte nicht das volle Potenzial seines Toro Rosso STR1 aus und so konnte Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) zu Rennmitte plötzlich aufschließen. Zweimal wechselte die Führung unter den beiden, bis sich schließlich Gerstl doch noch durchsetzte. Ghiotto sah’s gelassen, konnte er mit dem Klassensieg seine FORMULA-Tabellenführung weiter ausbauen.

Deutlich größer als zunächst erwartet fiel der Rückstand seiner Konkurrenten Luca Martucci (ITA, MM International) und Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) aus. Martucci überholte gleich nach dem Start Hoffmann und setzte sich anschließend auf Klassenrang 2 fest. BOSS GP-Rookie Hoffmann blieb Dritter und konnte trotz Getriebeproblemen zum dritten Mal in Folge einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Weil Walter Steding (DEU, Scuderia Palladio) beim Vorstart nicht wegkam, folgte seinerseits eine Aufholjagd mit einigen sehenswerten Überholmanövern. Letztlich verpasste er das Treppchen mit Klassenrang 4 nur knapp. Steding überholte auch Salvatore de Plano (ITA, Coloni), der als Fünfter die Zielflagge in der Klasse FORMULA sah.

Die meisten Ränge nach vorne ging es für Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), der sich gleich in der Anfangsphase von Rang 9 auf Rang 6 nach vorne schob. Bianca Steiner (AUT, Steiner Motorsport) blieb im Rennen vor Christian Ferstl (AUT, Ferstl Racing) und Christopher Höher (AUT, Top Speed), der allerdings frühzeitig die Box ansteuerte.

Morgen Sonntag stehen ein Warm-up (9:05 Uhr) und das zweite Rennen (12:20 Uhr) am Programm. Gestartet wird wie in Rennen 1 nach dem Ergebnis des Zeittrainings. Glaubt man der Wettervorhersage, könnten morgen die Pirelli-Regenreifen Cinturato zum Einsatz kommen.

Foto: Dirk Hartung

Report Qualifying Brünn

Ingo Gerstl, Toro Rosso STR1

Ingo Gerstl und Marco Ghiotto in Startreihe 1.

Wie zu erwarten wurde das Qualifying in der FORMULA-Klasse zu einem Dreikampf um die Poleposition. Klassenbester war FORMULA-Tabellenführer Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), der sich zwei Zehntelsekunden vor Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) durchsetzte. Hoffmann fuhr sein bislang bestes Qualifying-Ergebnis ein und stellte seinen Dallara GP2 für beide Rennen in die zweite Startreihe. Neben ihm wird Luca Martucci (ITA, MM International) auf die Jagd durchs Automotodrom Brünn gehen.

Walter Steding (DEU, Scuderia Palladio) konnte bei seiner Premiere in Q1 der Trainingsschnellsten seine Leistungen von Freitag bestätigen. Er geht von Position 5 aus ins Rennen, dahinter startet Salvatore de Plano (ITA, Coloni). De Plano im A1GP gelang als einzigem Piloten noch eine Zeitenverbesserung am Ende von Q2. Letztlich fehlte ihm nur eine Hundertstelsekunde auf Steding. Auf den Rängen 7 bis 9 folgen mit Bianca Steiner (Steiner Motorsport), Christian Ferstl (Ferstl Racing) und Christopher Höher (Top Speed) gleich drei Österreicher. Höher, der den Saisonauftakt in Imola gewann, fuhr allerdings nur eine gezeitete Runde.

Schnellster im Zeittraining beim dritten Qualifying in diesem Jahr war erneut Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1. Mit 1:35.544 lag er nur knapp über seinem eigenen Rundenrekord. Rennen 1 über 20 Minuten wird heute Samstag um 15:25 Uhr freigegeben.

Foto: Dirk Hartung

Report Freies Training Brünn

Der überraschende Trainings-Freitag bei den Masaryk Racing Days im Rückblick.

Blicken wir auf die Trainingszeiten, ist morgen vor allem in der FORMULA-Klasse ein spannender Kampf um die Poleposition zu erwarten. Mit nur knappen Abständen qualifizierten sich sowohl Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) und Luca Martucci (ITA, MM International) als auch Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) für das Qualifying der fünf schnellsten Piloten der Freien Trainings. Speziell Hoffmann könnte morgen bei seinem erst fünften Rennen in einem GP2-Dallara den beiden schnellen Italienern ordentlich einheizen. Zum ersten Mal qualifizierte sich auch Walter Steding (DEU, MM International) für Q1. Kann er morgen gar um ein Podium mitmischen?

Die schnellsten für Q2 qualifizierten Fahrer sind Salvatore de Plano (ITA, Coloni) im A1GP-Auto und Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed). Noch in der Eingewöhnungsphase befindet sich Bianca Steiner (AUT, Steiner Motorsport), die nach einer längeren Rennpause ihr Comeback in der BOSS GP Racing Series gibt. Erst zum zweiten Mal am Start eines BOSS GP-Rennwochenendes ist Bergrenn-Spezialist Christian Ferstl (AUT, Ferstl Racing), heute reichte es für Klassenrang 8. Er rechnet sich für Samstag und Sonntag noch einiges mehr aus. Dahinter im Tableau folgen Armando Mangini (ITA, MM International), Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) und Bruno Jarach (EST, Scuderia Palladio).

Schnellster am heutigen Trainingstag war Brünn-Rundenrekordhalter Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) in seinem Toro Rosso STR1 mit V10-Cosworth-Power. Er stellte mit 1:39.051 die Bestzeit auf. Das in zwei Gruppen geteilte Zeittraining beginnt morgen Samstag um 9:30 Uhr.

Foto: Dirk Hartung