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Großes Interesse an BOSS GP 2020

Rund 80 Tage sind es noch bis zum ersten BOSS GP-Rennen in Mugello und schon jetzt haben sich zahlreiche Fahrer für die Saison eingeschrieben.

Erst seit Anfang Januar ist die Nennung freigeschalten und dennoch haben sich bereits zahlreiche Piloten und Teams für die Saison 2020 angemeldet. Selten war das Interesse so groß wie in diesem Jahr. Wir bedanken alle die schon ihre Registrierung abgegeben haben!

Das Reglement der spektakulären Rennserie gleicht in weiten Teilen jenem von 2019. Zugelassen sind weiterhin die schnellsten Monoposto-Rennautos der vergangenen rund 20 Jahre. Sechs Rennwochenenden mit zwölf Rennen stehen für Europas schnellste Rennserie in dieser Saison am Programm. Los geht’s im März mit der Rückkehr nach Mugello, es folgen das Jim Clark Revival am Hockenheimring, Forza Fanatec in Misano, der Cuvee Sensorium Grand Prix in Assen, die Masaryk Racing Days in Brünn und das Pirelli Grande Finale im Oktober in Imola.

Interessierte Fahrer und Teams können ihr Nennformular und weitere Informationen bei Rennkoordinatorin Malin Strandberg anfordern: race@bossgp.com oder +43 650 784 07 84

Huge interest in BOSS GP 2020

Less than 80 days left until the first BOSS GP race in Mugello and already numerous drivers have registered for our 26th season.

The registration has only started at the beginning of January, and despite this, numerous drivers and teams have already registered for the 2020 season. The interest has rarely been as great as this year. We thank you all, who has already signed for the season!

The regulations of the spectacular racing series are very similar to those of 2019. Only the fastest monoposto racing cars of the past 20 years will be allowed to participate. Six race weekends with twelve races are scheduled for Europe’s fastest racing series this season. Starting in March with the return to Mugello, followed by the Jim Clark Revival at the Hockenheimring, Forza Fanatec in Misano, the Cuvee Sensorium Grand Prix in Assen, the Masaryk Racing Days in Brno and the Pirelli Grande Final in Imola in October.

Interested drivers and teams can request their entry form and further information from race coordinator Malin Strandberg: race@bossgp.com or +43 650 784 07 84

Rennkalender 2020

Europas aufregendste Rennserie gastiert auch in der kommenden Saison auf sechs Rennstrecken der Spitzenklasse – zwei davon sind neu im Kalender.

Mit einer Premiere beginnt die 26. Saison von BOSS GP. Der Saisonstart der spektakulären Motorsportserie erfolgt diesmal bereits Ende März in Italien, und zwar auf der MotoGP-Strecke in Mugello. Die flotte Berg-und-Tal-Bahn gehört Ferrari und ist 2020 wieder Teil des BOSS GP-Tourplans – das letzte Mal fuhr die Serie 2014 dort. Vom 27. bis 29. März gibt’s das Comeback der Big Open Single Seater als Highlight des Peroni Racing Weekend.

Vom 24. bis 26. April sind die schnellsten Rennwagen des Kontinents am Hockenheimring in Deutschland zu Gast. Das Bosch Hockenheim Historic lockt als eines der bedeutendsten Classic-Racing-Events Europas Jahr für Jahr zahlreiche Zuseher ins Motodrom. Im Programm des Jim Clark gewidmeten Revivals ist BOSS GP bestens aufgehoben.

Im Juni folgt eine komplett neue Rennstrecke für die BOSS GP-Piloten: Der Misano World Circuit Marco Simoncelli ist Austragungsort der Saisonrennen 5 und 6. Der flache Kurs ist technisch anspruchsvoll und ein idealer Spielplatz für BOSS GP. Die Rennstrecke nahe Rimini ist direkt an der Adriaküste gelegen und lässt sich gut mit einem Urlaub verbinden.

Volles Haus bei den Gamma Race Days in Assen

Nach einem Jahr im DTM-Programm ist die BOSS GP-Serie 2020 wieder Teil der Gamma Race Days in Assen. Nach der Sommerpause im Juli sind Formel 1, Formel 2 & Co. vom 7. bis 9. August vor 100.000 Fans in den Niederlanden am Start. Bei freiem Eintritt geben neben der BOSS GP auch Motorräder, Tourenwagen und Superkarts ordentlich Gas. 

Am ersten September-Wochenende (4.–6.) stehen die Masaryk Racing Days in Brünn am Terminplan der BOSS GP. Die tschechische Rennstrecke lockt mit einer flotten Streckenführung, die bei den Fahrern gut ankommt und in der Vergangenheit spannende Rennen lieferte.

Das Finale findet wie 2019 in Imola statt. Nach dem erfolgreichen Comeback mit fantastischen Rennen und zufriedenen Piloten kommt BOSS GP am 23., 24. und 25. Oktober wieder in die Region Emilia-Romagna. Dafür wünschen wir uns eine ähnlich spannende Titelentscheidung wie jene in der FORMULA-Kategorie 2019.

Einzigartiger Motorsport ist mit BOSS GP auch 2020 garantiert

Wie gewohnt gibt‘s an jedem Rennwochenende neben zwei Freien Trainings und einem Qualifying zwei Rennläufe zu je 20 bis 25 Minuten. Die genauen Zeitpläne und Infos zum Ticketverkauf werden vor den Rennen auf bossgp.com veröffentlicht.

Nacht der Sieger

BOSS GP-Reifenlieferant Pirelli und Champagner-Partner Cuvee Sensorium haben zur BOSS GP-Preisverleihung 2019 in die österreichischen Alpen geladen.

Die Jubiläumssaison von BOSS GP endete mit einem schillernden Fest, bei dem Teams und Freunde von Europas schnellster Rennserie das Jahr Revue passieren ließen. In diesem Jahr, dem 25. von BOSS GP, fand die Zeremonie in Maria Alm nahe Salzburg statt.

Moderner Schuppen mit urigem Hüttencharme, das ist die Tom Almhütte in Maria Alm

Mit eigens dekorierten BOSS GP-Gondeln ging’s für die Gäste hinauf zu Toms Almhütte auf 1166 Meter Seehöhe. Neben exzellentem Champagner von BOSS GP-Partner Cuvee Sensorium wurde auch exzellente österreichische Küche geboten. Nach Kasnockn, Braten und Kaiserschmarrn wurden die drei Besten aus den beiden Wertungen OPEN und FORMULA geehrt. Überreicht wurden die Pokale von Stargast und Elvis Tribute Artist Rusty.

Thomas Hummer (am Bild) von Pirelli Österreich führt gemeinsam mit Joi Regenstein von Cuvee Sensorium durch den Abend

Ingo Gerstl (Top Speed) aus Österreich bekam zum fünften Mal den Meisterpokal für den Gewinn der offenen Klasse überreicht. Eine Ehrungspremiere war’s für den Franzosen „Piter“ (Ray-Ban), der in diesem Jahr nicht nur mit seinen Tanzkünsten bei der Zeremonie glänzte, sondern auch mit Platz 2 in der OPEN-Wertung.

OPEN-Meister Gerstl bekommt wie alle anderen Sieger eine speziell kreierte Champagner-Flasche in der BOSS GP-Edition von Cuvee Sensorium

Der strahlende Champion der FORMULA-Kategorie heißt Marco Ghiotto (ITA), betreut von der Scuderia Palladio. In einem über die ganze Saison andauernden Duell mit Landsmann Alessandro Bracalente (Speed Center) setzte er sich letztlich knapp durch. Ghiotto ließ anklingen, im kommenden Jahr weitere Fahrer in die Serie zu locken. Den Pokal für Rang 3 bekam Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) überreicht, der mit seinem ganzen Team zur Feier kam und ein für ihn sehr erfolgreiches Jahr ausklingen ließ.

Die besten Bilder des Jahres gibt’s für die BOSS GP-Fahrer auf Glas

Überdies bekamen die Meister Gerstl und Ghiotto maßgefertigte Carbon-Helme von Bell Helmets. Aber auch alle anderen Fahrer durften etwas mit nach Hause nehmen: Von jedem Piloten wurde das beste Foto des Jahres auf Glas gedruckt, ausgestellt und später übergeben.

Die neue Saison startet am 28. März 2020 in Mugello. Details zum weiteren Terminkalender werden in Kürze auf der Webseite veröffentlicht.

Report: Rennen 1 Imola

Alessandro Bracalente verkürzt mit einem Sieg den Rückstand auf Tabellenführer Ghiotto.

Ungefährdet fuhr Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) zum vierten Saisonsieg in der FORMULA. Der BOSS GP-Rookie verkürzte damit den Rückstand auf Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in der Meisterschaft von 15 auf 12 Punkte. Damit ist klar, die Titelentscheidung fällt erst beim letzten Rennen am Sonntag. Tabellenführer Ghiotto folgte Bracalente das ganze Rennen über wie ein Schatten. Erst gegen Rennende ließ er abreißen, am Zielstrich betrug die Differenz vier Sekunden.

Ein unglaubliches Finish legte Luca Martucci (ITA, MM International) hin. Zwischenzeitlich auf Rang 9 zurückgefallen, gelang ihm in der letzten Runde noch der Sprung aufs Podest. Für Martucci ist es der fünfte Besuch am Treppchen 2019. In einem mutigen Manöver überholte er Salvatore de Plano (ITA, Top Speed), dem das Pech am Rennstiefel zu kleben scheint. Für de Plano war es trotzdem das zweitbeste Saisonergebnis und das beste seit dem Auftakt in Hockenheim.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) war zu Beginn des Rennens ebenfalls in den Kampf ums Podest involviert. Letztlich wurde er Fünfter. Damit holte er fünf Meisterschaftspunkte mehr als Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center), der als Siebenter abgewunken wurde. Haezebrouck und Fiedler kämpfen morgen noch um den dritten Rang im Gesamtklassement der FORMULA-Wertung.

Weil sein Auto noch nicht fertig repariert war, konnte Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) im Qualifying keine Zeit setzen. Das hielt ihn nicht davon ab, vom letzten Startplatz aus auf Rang 6 nach vor zu fahren. Rundenlang kämpfte er mit Haezebrouck um die Vorfahrt.

Walter Steding (DEU, Inter Europol) lag zu Rennbeginn gar in den Top-6, etwa vor Martucci und Haezebrouck. Mit Rang 8 fuhr er diesmal ins gute Mittelfeld.

Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) landete mit dem einzigen Auto GP-Lola auf Rang 9. Das teaminterne Duell zwischen Peter Göllner und Christian Eicke (beide SUI, Speed Center) entschied Göllner für sich.

Früh im Rennen aufgeben mussten Gianluca Ripoli (ITA, MM International) und Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing). Weil Ripoli am Vorstart stehen blieb, musste er beim fliegenden Start ganz hinten losfahren. Noch in der ersten Runde versuchte er Plätze gut zu machen und kollidierte dabei mit Ehningers Benetton.

Den Gesamtsieg sicherte sich erneut Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Wenig überraschend dominierte der bereits feststehende OPEN-Meister im Toro Rosso den elften Saisonlauf.

Das 12. und letzte Rennen der BOSS GP-Jubiläumssaison geht morgen um 14:10 Uhr über die Bühne, davor gibt’s ab 10:30 Uhr noch ein Warm-up.

Report: Freies Training Imola

Mit Geschwindigkeiten über 300 Stundenkilometer sind Formel 1 und Formel 2 zurück in Imola.

Das BOSS GP Grande Finale hat begonnen: Nach einem Jahr Unterbrechung ist Europas schnellste Rennserie wieder am legendären Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola am Start. Für die meisten Fahrer der BOSS GP ist die ehemalige Formel-1-Rennstrecke keine Unbekannte, dennoch wurde die begrenzte Trainingszeit von den Fahrern am Freitag ausgiebig genutzt.

Schnellster der beiden kombinierten Trainingssitzungen war Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) mit einer Zeit von 1:27.703. Gerstl stellte in seinem Toro-Rosso mit V10-Cosworth-Triebwerk mit 310 km/h vor dem Anbremsen zur ersten Kurve auch den Geschwindigkeitsrekord an Tag 1 auf. Ebenfalls gut in Schuss ist Phil Stratford (USA, Penn Elcom) im Benetton-Formel-1. Nach zwei Rennen Pause fuhr er auf seiner Lieblingsstrecke gleich einmal Bestzeit im ersten Freien Training. Weil Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing) dieses Mal auch wieder am Start ist, sehen wir sogar zwei hellblaue Benetton von 1997.

Beflügelt von zahlreichen Fans an diesem Wochenende scheint Luca Martucci (ITA, MM International) zu sein. Er war heute schnellster FORMULA-Pilot und damit auch schneller als die zwei Titelkandidaten Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio). Beide qualifizierten sich aber sicher fürs Qualifying 1.

Ansonsten lieferte der Freitag keine großen Überraschungen. Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) im einzigen Auto GP rutschte im ersten Training auf einer Ölspur aus, Armando Mangini (ITA, MM International) drehte sich im zweiten Training in die Bande. Beide können aber am ersten Renntag morgen teilnehmen. Los geht’s am Samstag um 10:50 Uhr mit dem Qualifying, der Rennstart zum 11. Saisonrennen erfolgt um kurz vor 16 Uhr.

Report: Rennen 2 Brünn

Christopher Höher dedicate his win in Brno 2019 to his recently deceased father

Zweiter Sieg für Höher und Gerstl bei den Masaryk Racing Days.

Leicht hatte es Christopher Höher (AUT, Top Speed) in diesem Rennen keinesfalls. Zwar gewann der Gaststarter auch das zweite Rennen in der FORMULA-Klasse, doch nur hauchdünn vor Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio).

Zu Beginn des Rennens konnte Höher noch dem führenden OPEN-Fahrer Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) folgen. Dieser fixierte bereits im ersten Rennen des Wochenendes seinen fünften Meistertitel in der OPEN-Klasse. Im Toro Rosso STR1 gelang ihm in Rennen 2 dann auch der insgesamt achte Sieg im zehnten Saisonrennen.

Hinter dem Dominator spielte es sich hingegen ab: Weil Höher am Beginn des Rennens in der Verfolgung von Gerstl seine Reifen überbeanspruchte, verteidigte er sich gegen Rennende nur mehr auf der buchstäblich letzten Rille. Ghiotto versuchte alles – probierte es links, probierte es rechts – doch Höher blieb eiskalt und hielt Position 1 bis ins Ziel.

Schärfster Verfolger von Höher in der ersten Phase des Rennens war zunächst Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center). In Runde 4 verlor der bis dahin Tabellenführerende aber an Tempo, eine Runde später stellte er sein Auto mit Kupplungsdefekt in der Box ganz ab. Ein herber Rückschlag in der Meisterschaft, weil Konkurrent Ghiotto mit dem zweiten Platz 22 Punkte einheimste. Vor dem Finale liegt Ghiotto 15 Punkte vor Bracalente. In Imola werden maximal 50 Punkte vergeben.

Trotz eines Drehers fuhr sich Luca Martucci (ITA, MM International) mit einer bärenstarken Schlussphase noch auf Rang 3. Es war der vierte Podestplatz für Martucci in dieser Saison. Im Kampf ums Podest fiel die Entscheidung bei der Freigabe nach einer Full Course Yellow in Kurve 1. Dort überholte er Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), der mit der schnellsten Runde und einigen Positionsgewinnen zu Rennbeginn aufzeigte. Fiedler konnte mit Platz 4 zumindest zwei Punkte mehr einstreifen als Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center). In der Tabelle liegt Fiedler nun wieder auf Rang 3, aber nur einen Punkt vor Haezebrouck. Spannung verspricht also auch dieses Duell beim Finale.

v.l. Marco Ghiotto, OPEN-Sieger Ingo Gerstl, FORMULA-Sieger Christopher Höher und Luca Martucci

Gut sah es zwischenzeitlich auch für Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) aus. Im Dreikampf mit Höher und Ghiotto drehte sich Faggionato weg. Weil dabei der Motor ausging, war auch das zweite Rennen des Wochenendes für den schnellen Monegassen gelaufen.

Hinter Gianluca Ripoli (ITA, MM International) kam Walter Steding (DEU, Inter Europol) mit einer tadellosen Leistung als Siebenter in die Wertung. Peter Göllner (SUI, Speed Center) war gut aufgelegt und fuhr vom letzten Startplatz in die Top-8. Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) im einzigen Auto-GP-Lola drehte sich kurz vor Schluss und warf damit beim Gaststart ein Top-Ergebnis weg.

Zum Finale geht’s für Europas schnellste Rennserie nach einer Saison Pause wieder nach Imola. Am 12. und 13. Oktober steigt das Grande Finale der BOSS GP 2019.

Report: Rennen 1 Brünn

Ingo Gerstl celebrates his victory in race 1 in Brno 2019

Ingo Gerstl fixiert mit dem siebenten Saisonsieg den Titel.

Es war keine Überraschung mehr: Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) gewann das erste Rennen der BOSS GP an diesem Wochenende und fixierte damit auch endgültig seinen fünften BOSS GP-Titel in der höchsten Kategorie.

Sportlich wertvoller ist zurzeit die FORMULA-Kategorie, die sich nach dem ersten Rennen des Tages nochmals deutlich zuspitzt: Der Sieg ging an Gaststarter Christopher Höher (AUT, Top Speed), der schon im Qualifying schnellster Formel-2-Pilot war. Für Höher war es ein emotional wichtiger Sieg, denn er fährt bei den Masaryk Racing Days auch in Gedenken an seinen kürzlich verstorbenen Vater.

Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) fuhr ein für ihn wichtiges Rennen: Fehlerfrei fuhr er hinter Höher ins Ziel, und damit vor Tabellenführer und Hauptkonkurrent Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center). Damit verkürzte Ghiotto den Abstand in der Gesamtwertung auf Bracalente, der wiederum von einer Strafe für Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) profitierte. Der schnelle Franzose kam zwar als Dritter ins Ziel, doch sollte es auch dieses Mal nichts mit dem ersehnten Podium werden: Die Rennkommissare ahndeten ein Überholmanöver unter Full Course Yellow mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe.

Andreas Fiedler (AUT, Fiedler Racing) wurde vor dem nach hinten gereihten Hazebrouck Vierter. Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed) verlor einige Plätze und fuhr als Sechster ins Ziel.

Die spannendsten Duelle lieferte die Kampfgruppe mit Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag), Luca Martucci (ITA, MM International) und Gianluca Ripoli (ITA, MM International). Weil Matiles Auto GP-Lola beim Start liegen blieb, musste er sich beim fliegenden Start ganz hinten einreihen. Letztlich setzte er sich mit einigen starken Manövern gegen Martucci und Ripoli durch und wurde Siebenter in der FORMULA-Klasse.

Walter Steding (DEU, Inter Europol) hielt sich vor Christian Eicke (SUI, Speed Center), der gegen Ende zwar noch einmal näherkam, aber nicht mehr vorbei. Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) kam nach einem Boxenbesuch als Klassen-12. ins Ziel.

Starker Regen verhinderte ein Rennen am Samstagnachmittag. Die Verantwortlichen entschieden sich dafür, beide Rennen am Sonntag zu starten. Zwar regnete es auch heute, doch es war deutlich weniger Wasser auf der Bahn. Zunächst wurde hinter dem Safety-Car gestartet, nach zwei Runden wurde das Rennen freigegeben. Einziger Zwischenfall im Rennen: ein Dreher von Vorjahressieger Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag).

Rennen 2 folgt um 12:40 Uhr und geht ebenfalls über 20 Minuten.

Rennen 1 erst Sonntag

Two BOSS GP cars on wet weather tyres on a slippery track in Brno 2019

Das erste Rennen von BOSS GP in Brünn wurde auf morgen Sonntag, Startzeit 9:15 Uhr, verschoben.

Der starke Regen veranlasste die Serienverantwortlichen und Renndirektor Volker Ehekircher dazu, das für heute 14:50 Uhr angesetzte Rennen erst am Sonntag zu fahren. Die Wetterprognosen versprechen für den zweiten Renntag besseres Wetter.

Das für morgen geplante Warm-up wird nicht gefahren, stattdessen stehen zwei BOSS GP-Rennen an nur einem Tag am Programm. Rennen 1 um 9:15 Uhr, Rennen 2 um 12:55 Uhr. Beide Rennen gehen über eine Distanz von 20 Minuten.

Report: Qualifying Brünn

Ingo Gerstl flys by in his Toro Rosso STR 1 in 2019 Brno Qualifying

Erste Startreihe für die Top-Speed-Fahrer Gerstl und Höher.

Bei 11 Grad Außentemperatur und Nieselregen wurde das Qualifying für die Rennen 9 und 10 der BOSS GP 2019 abgehalten. Zumindest die Reifenwahl war einfach: Alle Fahrer rückten auf den Pirelli-Cinturato-Regenreifen aus. Trotz schwieriger äußerer Bedingungen machten die Piloten der BOSS GP einen guten Job und hielten ihre Geschoße auf der rutschigen Strecke.

Wie erwartet holte sich Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 die Poleposition für die zwei Rennen in Brünn. Neben ihm startet aus Reihe 1 Christopher Höher (AUT, Top Speed) im besten FORMULA-Auto.

Trotz Drehers zu Beginn von Q2 kam Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in den richtigen Rhythmus. Mit Rang 3 startet er nämlich einen Platz vor Titelkontrahent Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center). Bracalente musste in Q1 für die Top-5 von gestern mit weniger Fahrzeit auskommen. Zwar blieben die Bedingungen in beiden Sessions gleich, doch konnten die Fahrer aus Q2 deutlich mehr Runden abspulen. Im Regen ist das zumeist ein Vorteil.

Aus Reihe 3 gehen der amtierende Meister Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed) und Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) ins Rennen. Haezebrouck legte am Ende eine noch schnellere Zeit hin, doch wurde ihm diese aufgrund der Missachtung einer Gelben Flagge gestrichen. Dasselbe passierte noch vier weiteren Piloten.

Vorjahressieger Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) landete hinter Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) auf Platz 8, Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) trotz wenig Regenerfahrung auf dem guten neunten Rang, Luca Martucci (ITA, MM International) auf Gesamtrang 10.

Startreihe 6 bilden Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag), Gianluca Ripoli (ITA, MM International). Aus Startreihe 7 fahren Walter Steding (DEU, Inter Europol), der kurz vor Ende des Zeittrainings mit einem Defekt ausrollte und Christian Eicke (SUI, Speed Center) los. Teamkollege Peter Göllner (SUI, Speed Center) fehlte zwar im Qualifying, kann aber in den Rennen starten.

Los geht’s heute Samstag um 14:50 Uhr mit dem ersten Rennen über eine Distanz von 20 Minuten.