Schlagwort: Ghiotto

Report: Rennen 1 Imola

Alessandro Bracalente verkürzt mit einem Sieg den Rückstand auf Tabellenführer Ghiotto.

Ungefährdet fuhr Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) zum vierten Saisonsieg in der FORMULA. Der BOSS GP-Rookie verkürzte damit den Rückstand auf Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in der Meisterschaft von 15 auf 12 Punkte. Damit ist klar, die Titelentscheidung fällt erst beim letzten Rennen am Sonntag. Tabellenführer Ghiotto folgte Bracalente das ganze Rennen über wie ein Schatten. Erst gegen Rennende ließ er abreißen, am Zielstrich betrug die Differenz vier Sekunden.

Ein unglaubliches Finish legte Luca Martucci (ITA, MM International) hin. Zwischenzeitlich auf Rang 9 zurückgefallen, gelang ihm in der letzten Runde noch der Sprung aufs Podest. Für Martucci ist es der fünfte Besuch am Treppchen 2019. In einem mutigen Manöver überholte er Salvatore de Plano (ITA, Top Speed), dem das Pech am Rennstiefel zu kleben scheint. Für de Plano war es trotzdem das zweitbeste Saisonergebnis und das beste seit dem Auftakt in Hockenheim.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) war zu Beginn des Rennens ebenfalls in den Kampf ums Podest involviert. Letztlich wurde er Fünfter. Damit holte er fünf Meisterschaftspunkte mehr als Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center), der als Siebenter abgewunken wurde. Haezebrouck und Fiedler kämpfen morgen noch um den dritten Rang im Gesamtklassement der FORMULA-Wertung.

Weil sein Auto noch nicht fertig repariert war, konnte Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) im Qualifying keine Zeit setzen. Das hielt ihn nicht davon ab, vom letzten Startplatz aus auf Rang 6 nach vor zu fahren. Rundenlang kämpfte er mit Haezebrouck um die Vorfahrt.

Walter Steding (DEU, Inter Europol) lag zu Rennbeginn gar in den Top-6, etwa vor Martucci und Haezebrouck. Mit Rang 8 fuhr er diesmal ins gute Mittelfeld.

Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) landete mit dem einzigen Auto GP-Lola auf Rang 9. Das teaminterne Duell zwischen Peter Göllner und Christian Eicke (beide SUI, Speed Center) entschied Göllner für sich.

Früh im Rennen aufgeben mussten Gianluca Ripoli (ITA, MM International) und Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing). Weil Ripoli am Vorstart stehen blieb, musste er beim fliegenden Start ganz hinten losfahren. Noch in der ersten Runde versuchte er Plätze gut zu machen und kollidierte dabei mit Ehningers Benetton.

Den Gesamtsieg sicherte sich erneut Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Wenig überraschend dominierte der bereits feststehende OPEN-Meister im Toro Rosso den elften Saisonlauf.

Das 12. und letzte Rennen der BOSS GP-Jubiläumssaison geht morgen um 14:10 Uhr über die Bühne, davor gibt’s ab 10:30 Uhr noch ein Warm-up.

Report: Qualifying Imola

Das letzte Qualifying der Saison verspricht Hochspannung bei der Titelvergabe.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 holt sich die fünfte Poleposition im sechsten Rennen des Jahres. Dahinter brachte sich Titelkandidat Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) mit der schnellsten Zeit der FORMULA-Fahrer in eine gute Position fürs erste Rennen am Samstagnachmittag (Startzeit: 15:50 Uhr). Mit 1:30.641 lag er gut sechs Zehntel vor Tabellenführer Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), der als Dritter aus der zweiten Startreihe ins Rennen geht. Erst in der allerletzten Runde fuhr Ghiotto noch weit nach vorne. Sollte Ghiotto das erste Rennen gewinnen, muss Bracalente zumindest Sechster werden, um die Titelentscheidung aufs letzte Rennen am Sonntag zu vertagen.

Luca Martucci (ITA, MM International) fährt neben Ghiotto aus Startreihe 2 los. Damit jagen beim Start drei Italiener Polesetter Ingo Gerstl durch Tamburello, Acque Minerali, Rivazza & Co. Benetton-Pilot Phil Stratford (USA, Penn Elcom) musste das Qualifying vorzeitig abbrechen. Schon gestern hatte es ein Leck im Getriebe gegeben. Mit nur einer schnellen Runde qualifizierte er sich auf dem fünften Startplatz.

Schnellster Fahrer in Q2 war Salvatore de Plano (ITA, Top Speed), der sich als Gesamt-Sechster qualifizierte. Nach einer verkorksten Saison will er beim Finale noch einmal auftrumpfen.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) steigerte schon wie gewohnt von Runde zu Runde die Schlagzahl. Als kaum jemand seine Zeiten weiter verbessern konnte, fuhr Fiedler die siebtschnellste Zeit.

Damit startet Fiedler eine Reihe vor seinem schärfsten Konkurrenten um Rang 3 in der Meisterschaft: Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center).

Walter Steding (DEU, Inter Europol) bestätigte mit Rang 10 den starken Eindruck aus den Freien Trainings am Freitag. Mit Rang 10 stellte er sein bestes Qualifyingergebnis aus diesem Jahr (Assen) ein.

Das erste von zwei Rennen an diesem Wochenende geht über die Distanz von 20 Minuten und startet um 15:50 Uhr – laut Vorhersage bei trockenem Wetter und 22 Grad.

Vorschau & Guide Imola

Stratford (Benetton F1) follows a MM International GP2 car

Das große Finale der BOSS GP-Jubiläumssaison steigt von 11. bis 13. Oktober nach zwei Jahren Unterbrechung wieder in Imola.

Die hügelige Mutstrecke in der italienischen Stadt Imola ist der ideale Schauplatz für den Saisonabschluss der schnellsten Rennserie Europas. In den 1950er-Jahren gebaut, hat die Strecke in Imola viele Triumphe und Tragödien erlebt. Bis heute ist die nach Enzo Ferrari und seinem früh verstorbenen Sohn Dino getaufte Bahn ein Highlight für jeden Rennfahrer. Zwar ist die Strecke seit einigen Jahren nicht mehr im Formel-1-Rennkalender, doch hat das 4,9-Kilometer-lange Asphaltband alle Zutaten einer Weltklassebahn. Imola ist auch die einzige Strecke im BOSS GP-Kalender, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird. Das hat sowohl Auswirkungen aufs Set-up der Rennwagen (mehr Linkskurven) als auch die Piloten selbst, bei denen etwa die Nackenmuskulatur anders belastet wird. Beim letzten Auftritt in Imola im Jahr 2017 hießen die Rennsieger Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) und Rinus van Kalmthout (NLD, Mansell Motorsport).

Was wird beim BOSS GP Grande Finale geboten?

Mit den Saisonrennen 11 und 12 fällt in der Emilia-Romagna auch die Entscheidung um den Meistertitel in der FORMULA-Klasse. Während Toro-Rosso-Fahrer Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) seinen Titel in der OPEN-Wertung bereits vorzeitig verteidigt hat, kämpfen ausgerechnet zwei Italiener mit ihren Formel-2-Autos beim Heimspiel um den heiß umkämpften Platz 1 in der FORMULA-Tabelle.

Marco Ghiotto (Scuderia Palladio) geht nach drei zweiten Plätzen en suite mit einem Vorsprung von 15 Zählern auf Alessandro Bracalente (Speed Center) ins Finale. Ein technisch bedingter Ausfall beim letzten Rennen in Brünn machte Bracalente zum Verfolger. 50 Punkte können in Imola noch gesammelt werden, theoretische Chancen auf den Titel hat somit auch noch Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing). Praktisch kämpft er wohl um Platz 3 gegen Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center). Wer sich die „Krone“ aufsetzen darf, wird spätestens am kommenden Sonntag feststehen.

Neben BOSS GP fahren auch Sportwagen- und Tourenwagenserien moderner und historischer Art, dazu kommen mit dem Renault Clio Cup, Lotus Cup und Alfa Revival Cup drei italienische Markenpokale, die wie gewohnt für spannenden Motorsport sorgen werden.

Wann fahren die Formel-1- und Formel-2-Autos von BOSS GP in Imola?

Freitag, 11. Oktober 2019:
10:45–11:15 Freies Training 1 (30 Minuten)
15:40–16:10 Freies Training 2 (30 Minuten)

Samstag, 12. Oktober 2019:
10:50–11:20 Qualifying (Q1: 8 Minuten/Pause: 2 Minuten/Q2: 20 Minuten)
15:50–16:25 Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 13. Oktober 2019:
10:30–10:40 Warm-up (10 Minuten)
14:05–14:45 Rennen 2 (25 Minuten)

Wie bekomme ich Tickets für BOSS GP in Imola?

Der Eintritt auf die Haupttribüne ist an allen drei Bewerbstagen frei. Für interessierte Besucher ist auch das Fahrerlager geöffnet.

Wo finde ich die Rennautos und Piloten der BOSS GP?

Die Teams und Fahrer der BOSS GP sind in den Garagen 23 bis 32 untergebracht. Einige Autos stehen im Fahrerlager neben der BOSS GP-Hospitality.

Wo kann ich das BOSS GP Grande Finale online verfolgen?

Report: Qualifying Monza

Das schnellste BOSS GP-Zeittraining des Jahres im Rückblick.

Dritte Poleposition im dritten BOSS GP-Rennen 2019 für Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Im V10 Toro Rosso STR1 war Gerstl wiederholt der schnellste Pilot im Qualifying. Damit gibt er heute Nachmittag um 16:00 Uhr das Tempo beim Start zum ersten der zwei Rennen vor.

Phil Stratford (USA, Penn Elcom) darf sich wieder einmal neben ihm aufstellen. Im Benetton B197 konnte er sich im Vergleich zum Qualifying 2018 um zwei Sekunden verbessern – damit ist die Jagd im Königlichen Park auf Dauerkonkurrent Gerstl eröffnet.

Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) bestätigte die Leistungen vom Freitag: Mit 1:36.169 fuhr er die schnellste Rundenzeit aller Formel-2-Fahrer. Teamkollege und Cousin Sergio Ghiotto geht von Rang 5 aus als drittbester FORMULA-Fahrer ins Rennen.

Dazwischen klassierte sich Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center), der sich als Einziger im turbulenten Qualifying 2 noch in die Top-5 schieben konnte. Später im Qualifying hatte der FORMULA-Tabellenführende einen Unfall. Ausgangs der zweiten Schikane drehte er sich innen in die Barrieren. Fürs Rennen dürften Fahrer und Auto aber wieder fit gemacht werden.

Die italienische Dominanz beim Heimrennen in der FORMULA-Klasse untermauern Armando Mangini (Startplatz 6), Salvatore de Plano (Startplatz 7) und Gianluca Ripoli (Startplatz 8). Erster Nicht-Italiener in der FORMULA-Kategorie ist Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center). Der Franzose schließt bei seinem ersten Einsatz im neuen Team an die Ergebnisse von Hockenheim und Spielberg an.

Als Zehnter startet Luca Martucci (ITA, MM International). Walter Steding qualifizierte sich trotz eines Drehers ins Kiesbett als guter Elfter. Christian Eicke (SUI, Speed Center) konnte nach dem Unfall im ersten Freien Training heute wieder dabei sein und dankte es seinem Team mit Rang 12. Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) startet von 13, OPEN-Fahrer „Piter“ (FRA, Ray-Ban) im einzigen World-Series-Auto von 14.

Das Qualifying auslassen musste Pechvogel Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), dessen Heckflügel gestern kaputtging. Er hofft, noch einen Ersatz bis zum Rennen aufzutreiben.

Um 16 Uhr startet heute Samstag Rennen 1 – bei bestem Wetter und freiem Eintritt.

Vorschau & Guide Monza

Marco Ghiotto, winner in Monza 2018

Es wird heiß: Die Formel 1, Formel 2 und World-Series-Autos der BOSS GP kommen bei bestem Wetter und freiem Eintritt von 14. bis 16. Juni auf die „schnellste Autobahn“ Italiens.

Die Rennläufe 5 und 6 der BOSS GP-Saison 2019 finden kommendes Wochenende am Monza Eni Circuit statt. 5,8 Kilometer lang ist die Traditionsrennstrecke unweit der Metropole Mailand. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 240 km/h ist sie die schnellste Bahn im BOSS GP-Rennkalender.

17 Fahrer sind für das erste von zwei Italien-Rennen der BOSS GP in diesem Jahr eingeschrieben. Für sieben von ihnen ist es ein Heimspiel: Das italienische Team MM International kommt mit Marco Martucci, Gianluca Ripoli und Teambesitzer Armando Mangini. Für die Scuderia Palladio fahren der Tabellenzweite der FORMULA, Marco Ghiotto, und Cousin Sergio Ghiotto. Zwei weitere Italiener fahren für nicht-italienische Teams: Salvatore de Plano für Top Speed und FORMULA-Tabellenführer Alessandro Bracalente für Speed Center. Allesamt setzen sie auf Fahrzeuge verschiedener Formel-2-Generationen.

Was wird bei der Competizione BOSS GP geboten?
Neben der Big Open Single Seater sind zehn weitere Rennserien Teil des von Gruppo Peroni organisierten Rennevents. Unter anderem sind das die Prototypen-Klasse der Sports Car Challenge, die GT3 der P9 Challenge, der Markenpokal Renault Clio Cup Italia und einige historische Rennserien wie der Alfa Revival Cup.

Am Gelände der Rennstrecke wird an jenem Wochenende auch ein Verkehrssicherheits-Parcours für Kinder eröffnet. Die Benützung ist für Besucher am Eröffnungswochenende kostenlos.

Wetterprognosen zufolge wird es heiß: Bis zu 33 Grad sollen es werden, mit Niederschlägen ist nicht zu rechnen.

Wann fährt die BOSS GP?
Freitag, 14. Juni 2019
09:55 Uhr–10:25 Uhr: Freies Training 1
15:20 Uhr–15:50 Uhr: Freies Training 2

Samstag, 15. Juni 2019
10:45 Uhr–11:15 Uhr: Qualifying
16:00 Uhr–16:20 Uhr: Rennen 1 (20 min)

Sonntag, 16. Juni 2019
10:35 Uhr–10:45 Uhr: Warm-up
14:35 Uhr–15:00 Uhr: Rennen 2 (25 min)

Wo finde ich die Autos der BOSS GP?
Im Bereich der Boxenstraßenausfahrt sind die Teams der BOSS GP untergebracht. Das sind die Garagen mit den Nummern 46 bis 60. Das BOSS GP-Catering von Sabel Racing und das Hollerweger Pirelli-Reifenservice sind genau dahinter im Fahrerlager platziert. Fans können den Teams und Rennfahrern aus erster Reihe bei der Arbeit zusehen.

Wie bekomme ich Tickets für die Competizione BOSS GP?
Der Eintritt ist an jedem der drei Tage frei, Zugangstickets werden keine benötigt. Die Sitzwahl ist auf allen geöffneten Tribünen frei, auch der Zugang zum Fahrerlager ist nicht beschränkt. Nur das Parken kostet extra.

Wo kann ich die Competizione BOSS GP online verfolgen?
Livetiming auf http://monza.alkamelsystems.com
Trainings-, Qualifying- und Rennergebnisse auf bossgp.com
Topaktuell informiert über Social Media mit Instagram @bossgpofficial und Facebook @bossgpofficial
Aktuelle Bilder werden regelmäßig in unserer Galerie auf bossgp.com hochgeladen

Report: Freies Training Spielberg

An Tag 1 beim Pirelli Masters am Red Bull Ring standen zwei Trainings am Programm.

Zum einen dienten die zwei Freien Trainings an diesem Donnerstag zum Eingewöhnen auf die 4,3-Kilometer-lange Rennstrecke und zum anderen zur Einteilung fürs Zeittraining morgen.

Die kombinierte Trainingsbestzeit sicherte sich Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) mit der Top-Zeit von 1:11.996 min. Die BOSS-GP-Rekordzeit von 1 Minute 10 Sekunden aus dem Vorjahr visierte der Toro-Rosso-Pilot im zweiten Training an. Ein Getriebedefekt ganz zu Beginn der Einheit stoppte dieses Vorhaben. Morgen ist Rekord-Meister Gerstl aber auf jeden Fall wieder am Start.

Ohne größere Probleme waren dafür die 16 anderen Piloten unterwegs: Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) setzte die Bestzeit im 2. Freien Training mit 1:17.078, und das obwohl der Benetton-Fahrer im ersten Training nur eine Installationsrunde absolvierte.

Schnellster der FORMULA-Fahrer war am heutigen Trainingstag BOSS GP-Rookie Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center). Ihm folgte Florian Schnitzenbaumer beim Comeback. Der amtierende BOSS GP FORMULA-Meister startet 2019 aller Voraussicht nach nur an diesem einen Rennwochenende. Mit der viertbesten Gesamtzeit darf er morgen in Q1 antreten. Ebenfalls in Q1 dabei ist Sergio Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio).

Bruder Marco (ITA, Scuderia Palladio) scheiterte wie Hockenheim-Doppelsieger Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) um wenige Zehntelsekunden am Cut. Dafür haben die beiden morgen in Q2 mehr Fahrzeit zur Verfügung, eine schnelle Runde hinzulegen. Luca Martucci (ITA, MM International) war heute schneller als Landsmann Salvatore de Plano (ITA, Top Speed), und bestätigte damit seine Leistungen am Red Bull Ring aus dem Vorjahr.

Das Qualifying für die 17 Piloten geht morgen um 10:45 Uhr über die Bühne. Die Top-5 von heute starten in Q1 (8 Minuten Fahrzeit), die restlichen Fahrer in Q2 (20 Minuten Fahrzeit). Der schnellste Fahrer aus den zwei kombinierten Sessions startet dann um 15:30 Uhr als Erster ins Rennen.

Report: Rennen 1 Hockenheim

Das erste Rennen der BOSS GP in Hockenheim hatte einiges zu bieten. Andreas Fiedler gewinnt die FORMULA-Klasse, Ingo Gerstl siegt in der OPEN.

Update 14:05 Uhr: Die Strafe gegen Marco Ghiotto wurde aufgehoben. Damit sieht das Ergebnis in der FORMULA-Klasse wie folgt aus: 1. Andreas Fiedler, 2. Marco Ghiotto, 3. Alessandro Bracalente, 4. Gianluca Ripoli

Die entscheidende Szene in der FORMULA-Klasse passierte sechs Minuten vor Ende des Rennens. Philippe Haezebrouck (FRA, Inter Europol) blieb ausgangs der ersten Kurve stehen. Genau an jener Stelle kam Salvatore de Plano (ITA, Top Speed) im Windschatten des Führenden Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) um die Ecke. Als Fiedler dem stehenden Fahrzeug links auswich, blieb De Plano nur mehr der Weg rechts vorbei. Dabei überholte er aber Fiedler, was unter Gelb verboten ist. Nur wenige Augenblicke später wurde das Safety-Car auf die Strecke geschickt und das Feld neutralisiert.

Das Drama war noch nicht vorbei, denn ausgerechnet Salvatore de Plano drehte sich beim Neustart, und verlor damit auch die Führung im Rennen. Die Rennleitung entschied, das Rennen für die Bergung von De Planos Fahrzeug abzubrechen – daher zählt laut Reglement für das Endergebnis die Runde vor dem Neustart. De Plano (Rang 7) wurde nach dem Rennen mit einer Zeitstrafe belangt.

Stattdessen jubelte Underdog Andreas Fiedler, der insbesondere zu Rennbeginn die schnellsten Zeiten hinlegte und schnell einen Vorsprung auf die Verfolger aufbaute. Auf Klassenrang 3 landete Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center), der in einem turbulenten Rennen kühlen Kopf bewahrte und gleich in seinem ersten BOSS GP-Rennen aufs Podium fuhr.

Andreas Fiedler gewinnt die BOSS GP FORMULA-Klasse in Hockenheim

Gianluca Ripoli und Armando Mangini (beide ITA, MM International) fuhren ein unauffälliges und kontrolliertes Rennen. Aufgrund der Strafe für De Plano belegten Ripoli und Mangini die Ränge 4 und 5 in der FORMULA.

Die kühlen Temperaturen in Hockenheim sorgten für Probleme bei allen Fahrern, denen es schwer fiel, die Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen. Umso bemerkenswerte sind die Leistungen von Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed; Rang 7), Walter Steding (DEU, Inter Europol; Rang 8), Christian Eicke (SUI, Speed Center; Rang 9) und Peter Göllner (SUI, Speed Center; Rang 10), die auf der Strecke blieben und ordentlich Punkte einsammelten.

Für einen Schreckmoment sorgte Sergio Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) am Weg zum Vorstart. Der Unfall mit Mauerkontakt ging für Ghiotto glimpflich aus. Er konnte selbstständig aus dem Auto aussteigen und absolvierte einen ärztlichen Check im Medical Center. Der schnellen Arbeit der Streckenposten am Hockenheimring war zu verdanken, dass die BOSS GP noch die vollen 20 Minuten Rennzeit abspulen konnte.

Ingo Gerstl vorne, dahinter Salvatore de Plano und Andreas Fiedler

Die OPEN-Klasse hatte nach den technisch bedingten Ausfällen der beiden Benettons Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) leichtes Spiel im Toro Rosso STR1. „Piter“ klassierte sich als Zweiter. Phil Stratford (USA, Penn Elcom) parkte seinen GP2-Judd schon in der Einführungsrunde im Gras.

Das erste Rennen wurde aufgrund des Regens von Samstagnachmittag auf Sonntagvormittag verschoben. Die zu geringe Bodenfreiheit der Rennwagen hätte dazu geführt, dass diese die Bodenhaftung verlieren, weil sie mit den flachen Unterböden „aufschwimmen“. Es wären hier nicht nur die Fahrzeuge und deren Piloten gefährdet gewesen, sondern auch die Streckenposten und die vielen freiwilligen Helfer.

Das zweite Rennen geht um 14:10 Uhr Ortszeit über die Bühne.

Zukunftsweisend: BOSS GP mit der DTM in Spielberg

Alles Wissenswerte zum großen Saisonfinale der BOSS GP im Rahmen des Deutschen Tourenwagen Masters am Red Bull Ring.

Was bedeutet ein Start der BOSS GP im Rahmen der DTM?
Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte fährt die BOSS GP im Programm der größten Tourenwagenserie der Welt. Fahrer und Mitinitiator des gemeinsamen Events von BOSS GP und DTM in Spielberg ist Ingo Gerstl. Er sieht das Rennen als große Chance für die gesamte Serie: „Dieses Rennen hat den höchsten Stellenwert für uns. Das DTM-Paket ist attraktiv und viele Fans werden zum ersten Mal auf die BOSS GP aufmerksam. Mit einer so professionellen Rennserie zusammenzuarbeiten, ist unheimlich bereichernd.“ Eine mögliche Wiederholung oder gar Erweiterung der Zusammenarbeit mit der DTM ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

Wer fährt in Spielberg?
Die Stars sind sicher jene Boliden, die den meisten Lärm machen. Was sie alle in der OPEN eint: 10 Zylinder! Ingo Gerstl kommt im ersten Toro Rosso aus dem Jahr 2006. Phil Stratford fährt im 1997er-Benetton von Jean Alesi. Dessen damaliger Teamkollege ist heute DTM-Chef: Gerhard Berger. Ein seltenes Stück Motorsportgeschichte ist auch der Forti von Hans Laub aus den späten 1990ern.

Gleich sechs Starter in der FORMULA kommen aus Italien. U.a. starten mit Sergio und Marco Ghiotto (Monza-Gewinner) die Onkel von Formel-2-Fahrer Luca zum ersten Mal gemeinsam in der BOSS GP. Landsmann Salvatore De Plano geht zum ersten Mal bei Top Speed an den Start. Da alle Autos bei MM International besetzt sind, bekam De Plano die Möglichkeit, bei Top Speed für ein Rennen unterzukommen. Aus österreichischer Sicht sind die Augen auf Thomas Jakoubek gerichtet. Jakoubek fuhr unter anderem Langstreckenrennen mit dem Neo-Rallyestaatsmeister Niki Mayr-Melnhof. Dass Jakoubek ebenfalls schnell Autofahren kann, zeigte er heuer schon mehrfach in der BOSS GP. Ein Debütant greift ebenfalls ins Geschehen ein: Der Schweizer GT4- und Lamborghini Super Trofeo-Fahrer Alain Valente gibt sein BOSS GP-Debüt bei Speed Center.

Die Nennliste ist nun online: http://bossgp.com/de/nennliste-alle-starter-fuer-spielberg/

For the second time this season the BOSS GP heroes will climb up the Austrian mountains

Zum zweiten Mal in diesem Jahr bezwingen die BOSS GP-Piloten die steilen Hügel der österreichischen Alpenrennbahn

 

Wie steht’s in der Meisterschaft?
Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) hat sich bereits beim vorletzten Rennwochenende in Brünn zum Meister der großen Klasse gemacht. Der zehnte Saisonsieg bedeutete auch den vierten BOSS-GP-Titel in der OPEN-Klasse, seinen dritten in Serie.

Während also in der OPEN bereits eine Entscheidung gefallen ist, geht es in der FORMULA-Wertung noch ums Eingemachte: Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara-GP2) liegt seit dem ersten Rennen des Jahres in Führung. Zwei Ausfälle in Monza bzw. Assen haben seinen schärfsten Konkurrenten Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara-GP2) wieder näher herangebracht: Fiedler liegt vor dem Finale in Spielberg 38 Punkte hinter Schnitzenbaumer; 25 Punkte gibt es für einen Laufsieg.

Für Florian Schnitzenbaumer wäre es der erste Titel in der BOSS GP, und damit auch der größte Erfolg seiner bisherigen Motorsportlaufbahn. Der aus dem Berg- und Sportwagenrennsport umgestiegene Fiedler kämpft bereits in seiner allerersten BOSS GP-Saison um die Meisterschaft, ein möglicher Vizetitel ist ihm kaum mehr zu nehmen. Würdige Champions wären auf jeden Fall beide.

Noch enger geht es auf den weiteren Positionen zu, Platz 3 ist vakant: Armando Mangini (ITA, MM International, GP2-Dallara) kämpft mit Christian Eicke (SUI, Speed Center, GP2-Dallara) und Walter Steding (DEU, Inter Europol, GP2-Dallara), die sich vor allem mit Konstanz auf die vorderen Ränge der Wertung geschoben haben.

Vor den Finalrennen in Spielberg haben bereits 31 Fahrer in der BOSS GP-Saison 2018 Punkte gesammelt.

Wann fährt die BOSS GP in Spielberg?
Die BOSS GP eröffnet das Event-Programm am Freitag, dem 21. September mit dem 1. Freien Training um 11:25 Uhr, das 2. Freie Training steht um 15:30 Uhr Ortszeit am Plan.

Tags darauf, dem 22. September folgt um 9:45 Uhr das Qualifying. Das Zeittraining ist in zwei Einheiten aufgeteilt: Q1 geht über 8 Minuten und ist den 5 schnellsten Fahrern aus den zusammengezählten Freien Trainings vorbehalten. Nach einer Pause von 2 Minuten dürfen alle anderen Fahrer auf die Strecken, ihnen stehen 20 Minuten zur Verfügung. Das Endklassement dieses Zeittrainings ist die Startaufstellung für beide BOSS GP-Rennen.

Die zwei Rennen gehen jeweils über die Distanz von 20 Minuten und werden fliegend gestartet. Das erste Rennen geht am Samstag um 16:00 Uhr über die Bühne, das zweite Rennen direkt im Anschluss (15:10 Uhr) an das DTM-Rennen am Sonntagnachmittag.

Florian Schnitzenbaumer is protecting is championship lead

Florian Schnitzenbaumer (vorne) behauptet die Klassenführung seit dem ersten Saisonrennen

 

Gibt es noch Tickets?
Ja, auf allen Tribünen (Haupt, Süd-West und West) sind noch Plätze zu haben – buchen kann man diese vorab entweder über das Ticketportal der DTM, oeticket.com oder über GPTicketshop. Wochenendtickets gibt es bereits ab 30 Euro. Ermäßigungen von bis zu 50 Prozent gibt es für Jugendliche und Rollstuhl-Begleitpersonen. Für Kinder bis 7 Jahren und Rollstuhlfahrer ist der Eintritt kostenlos.

Am Freitag besteht freie Platzwahl auf allen geöffneten Tribünen und freier Zutritt zum Fahrerlager für Inhaber einer gültigen Eintrittskarte (bei Gold-Tickets dabei, ansonsten vor Ort zu erwerben). Am Samstag und Sonntag gelten die gebuchten Plätze.

Wie nah kommen Fans ran?
Die DTM hat sich für ihre vorletzte Station in Spielberg etwas Besonderes ausgedacht, und zwar den Public Grid Walk. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag haben Fans mit Fahrerlager-Ticket Zugang zur Startaufstellung der DTM, die zu diesem Zweck von 15 auf 40 Minuten ausgedehnt wird. Die Zugangsberechtigungen zur Startaufstellung werden im Fahrerlager ausgegeben – so lange der Vorrat reicht.

Wie in den Jahren zuvor gibt es auch wieder den Pit Walk, also die Besichtigungstour durch die Boxenstraße. Dabei kann man sowohl den DTM-Teams als auch den BOSS GP-Teams bei der Arbeit an ihren Rennwagen zusehen. Samstag von 16:35 bis 17:25 Uhr, Sonntag von 9:20 bis 10:15 Uhr.

Die BOSS GP-Autos parken zum überwiegenden Teil in den Boxen 24 bis 32. Für Autogramme und Fragen stehen die BOSS GP-Fahrer und -Teams wie immer gerne zur Verfügung – freundlich fragen reicht zumeist.

Gibt es einen Livestream?
Zum ersten Mal in der Geschichte der BOSS GP wird es einen offiziellen Livestream geben. Zuschauen kann man entweder über die Webseite www.bossgp.com, auf der Facebook-Seite (@bossgpofficial) oder über den YouTube-Kanal der Rennserie.

Übertragungszeiten:

Samstag, 22. September 2018
09:40–10:20: Qualifying
15:40–16:35: Rennen 1 (Rennstart: 16:00 Uhr)

Sonntag, 23. September 2018
14:50–15:45: Rennen 2 (Rennstart: 15:10 Uhr)

*Ortszeit

 

Bilder: Michael Jurtin/BOSS GP