Schlagwort: GP2

Report Rennen 2 Brünn

Walter Steding (Dallara GP2)

Überraschung im Sonntagsrennen: Doppelsieg für Scuderia Palladio.

Zwar hatte es über Nacht geregnet, die Strecke trocknete aber bis zum Start des zweiten BOSS GP-Rennens bei den Masaryk Racing Days weitgehend auf. Somit gingen alle Piloten auf den Pirelli P Zero-Trockenreifen auf die Bahn. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) erwischte aus Reihe 1 einen schlechten Start, doch er verteidigte die Klassenführung und folgte Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) auf den ersten Metern. Dahinter schaffte es Luca Martucci (ITA, MM International) wie schon gestern, Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) gleich in Runde 1 zu überholen.

Hoffmann musste sich in der Folge gegenüber den von hinten drängenden Salvatore de Plano (ITA, Coloni) und Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) verteidigen. In Runde 2 kollidierten De Plano und Fiedler in Kurve 1. Während de Plano sein Rennen fast unbeschadet fortsetzen konnte, wurde Fiedlers GP2 Dallara sichtbar beschädigt. De Plano beendete das Rennen auf Rang 5, Fiedler hinter Christian Ferstl (AUT, Ferstl Racing) noch auf Rang 7.

Vorne spitzte sich die Lage zu, als der Gesamtführende Gerstl seinen Toro-Rosso-Formel-1 in die Boxengasse steuerte. Ein überhitzter Motor zwang den Gewinner aller bisherigen Saisonrennen zu einem Zwischenstopp. Damit übernahm Marco Ghiotto die Gesamtführung im Rennen, die er bis zur Zielflagge nicht mehr abgab.

Zwischenzeitlich mischte auch Chris Höher (AUT, Top Speed) das Feld auf. Doch wie schon gestern musste er seinen Wagen vorzeitig in der Box parken. Ghiottos Teamkollege Walter Steding (DEU) sorgte indes für eine Sensation. Zu Rennmitte ging er zunächst an Hoffmann vorbei auf Rang 3. Dieser verteidigte sich hart, doch das reichte nicht. Wenige Runden später war auch Martucci fällig, der in der vorletzten Kurve von Steding überholt wurde. Für Steding war Rang 2 im heutigen Rennen das erste Podium seit seiner bislang erfolgreichsten Rennsaison im Jahr 2015. Für die Scuderia Palladio von Marco Ghiotto war es zudem der erste Doppelsieg der Teamgeschichte in der BOSS GP Racing Series.

Für Titelverteidiger Ghiotto sieht es in der Gesamtwertung nach sechs von 12 Saisonrennen ebenso blendend aus. Rivale Luca Martucci ist bereits 30 Punkte zurück. Auf Rang 3 folgt jetzt wieder Walter Steding, der nur einen Zähler vor Roman Hoffmann liegt.

BOSS GP das nächste Mal in Rennaction gibt es schon in drei Wochen beim Cuvee Sensorium Grand Prix in in Assen. So wie es aussieht erneut vor Publikum.

Foto: Dirk Hartung

Report Rennen 1 Brünn

Ghiotto (GP2) and Gerstl (Toro Rosso)

Ghiotto liefert sich Duell mit Gerstl und baut Führung in der FORMULA aus.

Zum ersten Mal in diesem Jahr konnten Rennsportfans die BOSS GP Racing Series wieder live vor Ort erleben. Der Klang von V10- und V8-Motoren und die spätsommerlichen Temperaturen an die 30 Grad lockten bereits am Samstag einige Tausend Zuseher zu den Masaryk Racing Days ins Automotodrom.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) war der klare Favorit auf den Sieg. Doch Gerstl schöpfte nicht das volle Potenzial seines Toro Rosso STR1 aus und so konnte Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) zu Rennmitte plötzlich aufschließen. Zweimal wechselte die Führung unter den beiden, bis sich schließlich Gerstl doch noch durchsetzte. Ghiotto sah’s gelassen, konnte er mit dem Klassensieg seine FORMULA-Tabellenführung weiter ausbauen.

Deutlich größer als zunächst erwartet fiel der Rückstand seiner Konkurrenten Luca Martucci (ITA, MM International) und Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) aus. Martucci überholte gleich nach dem Start Hoffmann und setzte sich anschließend auf Klassenrang 2 fest. BOSS GP-Rookie Hoffmann blieb Dritter und konnte trotz Getriebeproblemen zum dritten Mal in Folge einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Weil Walter Steding (DEU, Scuderia Palladio) beim Vorstart nicht wegkam, folgte seinerseits eine Aufholjagd mit einigen sehenswerten Überholmanövern. Letztlich verpasste er das Treppchen mit Klassenrang 4 nur knapp. Steding überholte auch Salvatore de Plano (ITA, Coloni), der als Fünfter die Zielflagge in der Klasse FORMULA sah.

Die meisten Ränge nach vorne ging es für Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), der sich gleich in der Anfangsphase von Rang 9 auf Rang 6 nach vorne schob. Bianca Steiner (AUT, Steiner Motorsport) blieb im Rennen vor Christian Ferstl (AUT, Ferstl Racing) und Christopher Höher (AUT, Top Speed), der allerdings frühzeitig die Box ansteuerte.

Morgen Sonntag stehen ein Warm-up (9:05 Uhr) und das zweite Rennen (12:20 Uhr) am Programm. Gestartet wird wie in Rennen 1 nach dem Ergebnis des Zeittrainings. Glaubt man der Wettervorhersage, könnten morgen die Pirelli-Regenreifen Cinturato zum Einsatz kommen.

Foto: Dirk Hartung

Report Freies Training Brünn

Der überraschende Trainings-Freitag bei den Masaryk Racing Days im Rückblick.

Blicken wir auf die Trainingszeiten, ist morgen vor allem in der FORMULA-Klasse ein spannender Kampf um die Poleposition zu erwarten. Mit nur knappen Abständen qualifizierten sich sowohl Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) und Luca Martucci (ITA, MM International) als auch Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) für das Qualifying der fünf schnellsten Piloten der Freien Trainings. Speziell Hoffmann könnte morgen bei seinem erst fünften Rennen in einem GP2-Dallara den beiden schnellen Italienern ordentlich einheizen. Zum ersten Mal qualifizierte sich auch Walter Steding (DEU, MM International) für Q1. Kann er morgen gar um ein Podium mitmischen?

Die schnellsten für Q2 qualifizierten Fahrer sind Salvatore de Plano (ITA, Coloni) im A1GP-Auto und Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed). Noch in der Eingewöhnungsphase befindet sich Bianca Steiner (AUT, Steiner Motorsport), die nach einer längeren Rennpause ihr Comeback in der BOSS GP Racing Series gibt. Erst zum zweiten Mal am Start eines BOSS GP-Rennwochenendes ist Bergrenn-Spezialist Christian Ferstl (AUT, Ferstl Racing), heute reichte es für Klassenrang 8. Er rechnet sich für Samstag und Sonntag noch einiges mehr aus. Dahinter im Tableau folgen Armando Mangini (ITA, MM International), Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) und Bruno Jarach (EST, Scuderia Palladio).

Schnellster am heutigen Trainingstag war Brünn-Rundenrekordhalter Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) in seinem Toro Rosso STR1 mit V10-Cosworth-Power. Er stellte mit 1:39.051 die Bestzeit auf. Das in zwei Gruppen geteilte Zeittraining beginnt morgen Samstag um 9:30 Uhr.

Foto: Dirk Hartung

Report: Rennen 1 Imola

Toller Saisonauftakt der BOSS GP am Autodromo Enzo e Dino Ferrari.

Chris Höher (AUT, Top Speed) gewinnt das Rennen in der FORMULA-Klasse. Im Qualifying noch von Luca Martucci (ITA, MM International) geschlagen, war im Rennen gegen das ehemalige GT3-Ass keiner der Rennfahrerkollegen in der Lage, das Tempo mitzugehen. Fehlerfrei sicherte sich der 23-Jährige seinen fünften BOSS GP-Rennsieg.

Dahinter gab’s zwei Duelle, die fast das ganze Rennen lang über begeisterten. Zum einen um Rang 2 in der FORMULA-Klasse zwischen Martucci und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio). Zum anderen um Rang 4 zwischen Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) und Salvatore de Plano (ITA, Coloni). Während Martucci sich bis zuletzt gegenüber Ghiotto verteidigen musste und hart, aber fair Rang 2 holte, gab um Rang 4 ein Defekt an Faggionatos Auto den Ausschlag zugunsten von de Plano im A1GP-Auto. Walter Steding beendete das Rennen auf Platz 5. Hinter Nicolas Matile kam Christian Ferstl (AUT Top Speed) als Siebenter und damit bester der sechs Rookies ins Ziel.

In der OPEN-Klasse der Formel-1-Autos gab sich der fünffache BOSS GP-Gesamtsieger Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) keine Blöße. In der OPEN fuhr er mit seinem Toro Rosso STR1 ungefährdet zum Gesamtsieg. Zweiter wurde Ulf Ehninger, der damit sein bislang bestes Ergebnis einfuhr. Nicht starten konnte Riccardo Ponzio (ITA, Adriatico Competition) mit seinem Jaguar R3, der hofft, im zweiten Rennen dabei sein zu können. Start ist um 16:15 Uhr.

BOSS GP fährt in Spa

Europas schnellste Rennserie fährt am 1./2. August gemeinsam mit der DTM in Belgien.

Mit Eau Rouge, Blanchimont, Stavelot erwartet die Teilnehmer ein unvergleichliches Erlebnis in einem Formelboliden. Zum ersten Mal seit 2011 ist die legendäre Strecke von Spa-Francorchamps wieder Teil des Rennkalenders von BOSS GP. Am 1. und 2. August steigt das zweite Rennwochenende in den belgischen Ardennen zusammen mit den Tourenwagen der DTM. Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein 2-Tages-Event, wie gewohnt stehen zwei Rennläufe der BOSS GP am Programm.

Laut aktuellem Stand sind keine Zuschauer vorgesehen. BOSS GP wird in Zusammenarbeit mit der DTM aber einen kostenlosen Livestream für Fans aus aller Welt zur Verfügung stellen.

Sechs Rennen, verteilt auf vier Monate und in vier Ländern, allesamt auf aktuellen oder ehemaligen Formel-1- bzw. MotoGP-Rennstrecken. Damit kann die BOSS GP Racing Series trotz der schwierigen Umstände in diesem Jahr ihren Teilnehmern und Fans einen abwechslungsreichen und sehr attraktiven Rennkalender präsentieren.

  • 11./12. Juli Imola (Italien) Forza Fanatec
  • 1./2. August Spa (Belgien) DTM
  • 4.–6. September Brünn (Tschechien) Masaryk Racing Days
  • 26./27. September Assen (Niederlande) Cuvee Sensorium Grand Prix
  • 9.–11. Oktober Mugello (Italien) BOSS Mugello Grand Prix
  • 23.–25. Oktober Imola (Italien) Pirelli Grande Finale

Report: Rennen 2 Imola

FORMULA-Titelentscheidung: Bracalente gewinnt das Rennen, Marco Ghiotto den Titel.

Die Entscheidung um den Meistertitel in der FORMULA-Klasse fiel im zwölften und damit letzten BOSS GP-Saisonrennen 2019. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) ging mit der besseren Ausgangslage ins Rennwochenende. Nach Alessandro Bracalentes (ITA, Speed Center) Sieg im Samstagsrennen schrumpfte sein Vorsprung aber von 15 auf 12 Punkte. Bei einem erneuten Sieg von Bracalente im Sonntagsrennen musste Ghiotto heute zumindest Sechster werden.

Einen Schreckmoment hatte Ghiotto schon beim Start zur Aufwärmrunde, als sein roter GP2-Dallara nicht von der Stelle kam. Glück für Ghiotto: Weil auch ein zweites Auto stehenblieb, durfte sich Ghiotto für den fliegenden Start wieder in die zweite Startreihe nach vorne reihen. Die Scuderia Palladio konnte kurz durchatmen.

Der beste Start hinter dem OPEN-Meister Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) gelang Luca Martucci (ITA, MM International), der fast Bracalente an der Spitze knackte. Ghiotto verlor nicht nur den Platz an Martucci, sondern auch an Salvatore de Plano (ITA, Top Speed). Doch noch in der Anfangsphase überholte Ghiotto wieder beide, und fand im weiteren Verlauf mit schnellen Rundenzeiten sogar den Anschluss an Bracalente. Mit Klassenplatz 2 lag er voll auf Titelkurs.

Marco Ghiotto ist zum ersten Mal BOSS GP FORMULA-Meister

Dabei blieb es auch. Bracalente gewann das letzte Saisonrennen und beendete das Jahr mit einer unglaublichen Bilanz für einen Rookie: 5 Siege, 10 Podestplätze und nur zwei Ausfälle. Schlussendlich einer zu viel, um seinen Landsmann Ghiotto zu knacken, der eine ebenso grandiose Bilanz vorweisen kann: 9 Podestplätze und 2 Siege, aber nur einen Nuller. Nach sechs spannenden Rennwochenenden in Hockenheim, Spielberg, Monza, Assen, Brünn und Imola trennen den neuen FORMULA-Meister Ghiotto und Kontrahent Bracalente letztendlich nur neun Punkte.

Rang 3 im Rennen ging wie am Vortag an Martucci, der bis Rennmitte wieder mit de Plano stritt. De Plano fuhr als Vierter vor Andreas Fiedler ins Ziel, der mit angeschlagenem Getriebe Rang 3 in der Meisterschaft sicherte.

Das schönste Duell lieferten Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) und Gianluca Ripoli (ITA, MM International), mit besserem Ende für den Franzosen. Bis zur letzten Runde waren beide in Schlagdistanz zueinander auf dem 4,9-Kilometer-Kurs unterwegs. Gegen Rennende den 25-Minuten-Rennens schloss auch Peter Göllner (SUI, Speed Center) auf die beiden auf, konnte aber nicht mehr angreifen. Er beendete die Saison mit einem ordentlichen achten Rang. Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) wurde in der Klasse Neunter. Sein Team Zig-Zag Motorsport Service kündigte an, im nächsten Jahr bei mehr als zwei Rennen am Start stehen zu wollen.

Gesamtsieger des Rennens wurde Ingo Gerstl (AUT, Top Speed), der mit seinem Toro Rosso STR1 heute noch einmal Vollgas gab. Obwohl seine Mechaniker alles gaben, musste Phil Stratford seinen Benetton B197 aufgrund eines Defekts frühzeitig in den Transporter laden. Ein Start beim letzten Rennen des Jahres war ihm nicht vergönnt. Zweiter in der OPEN-Klasse und neuer Vizemeister wird stattdessen „Piter“ (FRA, Ray-Ban), dessen Mannschaft es gelang, im letzten Moment ein großes Ölleck zu reparieren.

Die BOSS GP-Jahressiegerehrung findet am 7. Dezember in Salzburg statt.

Report: Freies Training Brünn

Christopher Höher followed by Alessandro Bracalente (both Dallara Mecachrome)

Volle Dröhnung zum Start der Masaryk Racing Days.

Freitag ist wie gewohnt Trainingstag – das bedeutet mit zweimal 30 Minuten jede Menge Fahrzeit für die Highspeed-Monster der BOSS GP. Schnellster Pilot am ersten Veranstaltungstag bei den Masaryk Racing Days in Brünn war Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso Formel 1 von 2006.Gerstl fuhr gleich in seiner ersten schnellen Runde des Tages mit 1:36.368 eine überlegene Bestzeit, die nur knapp eine Sekunde über dem Rundenrekord (1:35.155) aus dem Vorjahr lag. Ein neuer Streckenrekord ist anvisiert, könnte aber morgen vom prognostizierten Regenwetter verhindert werden.

Auch in der FORMULA-Kategorie war ein Österreicher am schnellsten: Christopher Höher (AUT, Top Speed) gibt an diesem Wochenende sein BOSS GP-Comeback. Der 22-Jährige ist kein Unbekannter im Rennsport, er fuhr schon im ADAC GT Masters und ist mehrfacher österreichischer Rennwagen-Meister. Auch in der BOSS GP hat er mit Erfolgen schon seinen Spuren hinterlassen. Im Training knallte Höher mit 1:43.906 eine Runde hin, die mehr als eineinhalb Sekunden schneller war als jene des zweitschnellsten Formel 2. Für Bracalente, Fiedler & Co. wird er an diesem Wochenende schwer zu knacken sein. Höher fährt auch in Gedenken an seinen kürzlich verstorbenen Vater. Ein spezielles Design am Dallara-Mecachrome erinnert an den größten Förderer seiner Motorsportkarriere.

Tabellenführer Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) erlebte nichtsdestotrotz einen guten Trainingstag, auch weil er im Unterschied zu Titelkontrahent Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) ohne Dreher blieb. Während sich Bracalente für Q1 qualifizierte, muss Ghiotto in Q2. Ob Vor- oder Nachteil, wird sich morgen Samstag im Qualifying ab 10 Uhr weisen.

Drittschnellster FORMULA-Fahrer war in den Freien Trainings Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag). Der Vorjahressieger zählt mit seinem Art-Car ganz sicher auch heuer zu den aussichtsreichen Kandidaten auf einen Pokal. Luca Martucci (ITA, MM International) rollte im zweiten Training auf Start-Ziel aus, dennoch qualifizierte auch er sich mit der viertschnellsten FORMULA-Zeit für Q1. Zurück in der BOSS GP ist Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed). Der FORMULA-Champion von 2018 ist heuer nur sporadisch am Start, mit der sechstschnellsten Zeit bewies er, dass er nicht eingerostet ist und ein Wörtchen um die Podestplätze mitreden möchte.

Die meisten BOSS GP-Fahrer nutzten schon den Testtag am Donnerstag, um fürs Wochenende zu proben. Für Salvatore de Plano (ITA, Top Speed) war da der Renneinsatz schon wieder vorbei. Probleme am Motor waren vor Ort nicht mehr zu beheben. Armando Mangini (ITA, MM International) fehlt ebenfalls. Er erholt sich von einer Operation und unterstützt vor Ort seine Teamkollegen. Dennoch gehen morgen 15 Fahrern motiviert in den ersten Renntag. Los geht’s mit dem Qualifying um 10 Uhr, um 14:50 Uhr folgt dann das erste Rennen.

Report: Qualifying Assen

Assen bebt: BOSS GP auf Rundenrekordjagd im Qualifying.

Die Poleposition sicherte sich zum dritten Mal 2019 Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Eine weitere Verbesserung seines persönlichen Rundenrekords von gestern (1:18.246) gelang ihm knapp nicht. Der Rekord-Champion wird versuchen, im Rennen mit seinem Toro Rosso STR1 nochmals nachzulegen.

Ebenfalls aus der ersten Startreihe geht der Beste der FORMULA-Klasse ins Rennen: Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) schnappte sich mit über einer Sekunde Vorsprung die „Pole“. Es war ebenfalls die bereits dritte FORMULA-Bestzeit des Italieners in der BOSS GP-Jubiläumssaison 2019.

Tabellenführer Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) gab sich keine Blöße und folgt in Reihe 2, zusammen mit dem immer konstanteren Luca Martucci (ITA, MM International). Das Italo-Quartett vervollständigt Gianluca Ripoli (ITA, MM International) mit Rang 5. Ripoli fuhr damit sein bislang bestes BOSS GP-Qualifyingergebnis ein.

Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) bestätigte die aufsteigende Tendenz der letzten Rennen – er startet von Platz 6. Salvatore de Plano (ITA, Top Speed) hatte gestern mit technischen Problemen zu kämpfen und schaffte nur drei Runden in den zwei Trainings. Heute legte er 12 Runden hin und qualifizierte sich als Gesamt-Siebenter.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) ließ sich auch von einer weghängenden TV-Onboardkamera nicht irritieren und wurde Achter. In Reihe 5 stehen Armando Mangini und Walter Steding. Christian Eicke geht dahinter von 11, „Piter“ von 12 ins Rennen.

Ernüchternd verlief das Qualifying für den in Assen bekannt starken Peter Göllner (SUI, Speed Center). Er musste seinen GP2-Dallara nach nur drei Runden an der Seite parken. Gemeinsam mit Rookie Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing) im F1-Benetton B197 geht er aus Reihe 7 ins 20-minütige Rennen heute Nachmittag.

Hans Laub (DEU, Speed Center) im 1996er-Forti ließ das Zeittraining aus. Das erste Rennen der BOSS GP im Rahmen der DTM in Assen beginnt heute Samstag um 17:10 Uhr. Laut aktuellem Wetterbericht sind Regenschauer zu erwarten. Die Pirelli Cinturato stehen jedenfalls parat.

Vorschau & Guide Assen

Bevor Max Verstappen & Co. nächstes Jahr in den Niederlanden wieder einen Grand Prix bestreiten, gibt’s mit der BOSS GP in Assen bereits jetzt Formel-1-Feeling zu erleben.

Für dieses Jahr spannte sich die BOSS GP mit dem Deutschen Tourenwagen Masters zusammen, um den rund 100.000 Fans ein unvergleichliches Rennsport-Programm zu bieten. Während Assen für die DTM Neuland bedeutet, ist der 4,5 Kilometer lange TT Circuit für die schnellste Rennserie Europas gewohntes Territorium.

Was wird in Assen geboten?

Los geht’s bereits am Donnerstag in der Innenstadt der 68.000-Einwohner-Stadt Assen: Von 17 bis 19 Uhr gibt’s auf der Vaart Zuidzijde einen Showrun, bei freiem Eintritt und mit Demofahrten aller Rennserien des Wochenendes. Live zu sehen ist auch die BOSS GP mit den schnellsten Rennautos der Welt und den Helden, die sie bewegen.

Von Freitag bis Sonntag gibt’s dann ganztags Action auf dem TT Circuit mit insgesamt sechs Sessions der BOSS GP. Mit der BOSS GP sind Formelautos der höchsten Kategorien noch bei ihrem ursprünglichen Zweck zu sehen: Rennen fahren. Außerdem fahren DTM, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe und die Frauen-Formelserie W Series. Ganz ohne Bikes geht’s auf der traditionellen Motorradbahn natürlich auch an einem Vierrad-Wochenende nicht: Moto2-Demorunden füllen die Pausen zwischen den Rennen.

Wann fährt BOSS GP?

Freitag, 19. Juli 2019:
11:40–12:10 Freies Training 1 (30 Minuten)
14:45–15:10 Freies Training 2 (25 Minuten)

Samstag, 20. Juli 2019:
10:50–11:20 Qualifying (Q1: 8 Minuten/Pause: 2 Minuten/Q2: 20 Minuten)
11:35–12:20 Pitwalk
12:00–12:20 Autogrammstunde alle Fahrer BOSS GP (Showbühne im Fahrerlager)
17:10–17:30 Rennen 1 (20 Minuten)
19:00 Live-Konzert DJ Fedde Le Grand (Showbühne im Fahrerlager)

Sonntag, 21. Juli 2019:
09:45–09:55 Warm-up (10 Minuten)
10:55–11:35 Pitwalk
11:50–12:10 Rennen 2 (20 Minuten)

Wo finde ich die Autos der BOSS GP?

Ein Teil der BOSS GP ist in den Boxen untergebracht, die weiteren Teams in großen Zelten hinter der Boxengasse. Fans können die BOSS GP-Teams bei ihrer Arbeit hautnah beobachten, denn der Eintritt ins Fahrerlager ist in allen Ticket-Varianten inklusive. Zudem wird zweimal am Wochenende die Boxengasse für die Fans zum Pitwalk geöffnet. Näher dran an die Formel 1 kommen Motorsport-Fans sonst nirgends.

Wie bekomme ich Tickets für die DTM und BOSS GP in Assen?

Wochenendkarten gibt’s ab 49 Euro. Am besten online auf www.dtm.com/de/tickets/assen-2019 oder an der Tageskassa.

Wo kann ich die BOSS GP in Assen online verfolgen?

Livetiming und Detailergebnisse auf www.wige-livetiming.de/dtm.html
Trainings-, Qualifying- und Rennergebnisse auch auf bossgp.com
Topaktuell informiert über mit Instagram @bossgpofficial und Facebook @bossgpofficial
Aktuelle Bilder werden regelmäßig in unserer Galerie auf bossgp.com hochgeladen

Report: Qualifying Monza

Das schnellste BOSS GP-Zeittraining des Jahres im Rückblick.

Dritte Poleposition im dritten BOSS GP-Rennen 2019 für Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Im V10 Toro Rosso STR1 war Gerstl wiederholt der schnellste Pilot im Qualifying. Damit gibt er heute Nachmittag um 16:00 Uhr das Tempo beim Start zum ersten der zwei Rennen vor.

Phil Stratford (USA, Penn Elcom) darf sich wieder einmal neben ihm aufstellen. Im Benetton B197 konnte er sich im Vergleich zum Qualifying 2018 um zwei Sekunden verbessern – damit ist die Jagd im Königlichen Park auf Dauerkonkurrent Gerstl eröffnet.

Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) bestätigte die Leistungen vom Freitag: Mit 1:36.169 fuhr er die schnellste Rundenzeit aller Formel-2-Fahrer. Teamkollege und Cousin Sergio Ghiotto geht von Rang 5 aus als drittbester FORMULA-Fahrer ins Rennen.

Dazwischen klassierte sich Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center), der sich als Einziger im turbulenten Qualifying 2 noch in die Top-5 schieben konnte. Später im Qualifying hatte der FORMULA-Tabellenführende einen Unfall. Ausgangs der zweiten Schikane drehte er sich innen in die Barrieren. Fürs Rennen dürften Fahrer und Auto aber wieder fit gemacht werden.

Die italienische Dominanz beim Heimrennen in der FORMULA-Klasse untermauern Armando Mangini (Startplatz 6), Salvatore de Plano (Startplatz 7) und Gianluca Ripoli (Startplatz 8). Erster Nicht-Italiener in der FORMULA-Kategorie ist Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center). Der Franzose schließt bei seinem ersten Einsatz im neuen Team an die Ergebnisse von Hockenheim und Spielberg an.

Als Zehnter startet Luca Martucci (ITA, MM International). Walter Steding qualifizierte sich trotz eines Drehers ins Kiesbett als guter Elfter. Christian Eicke (SUI, Speed Center) konnte nach dem Unfall im ersten Freien Training heute wieder dabei sein und dankte es seinem Team mit Rang 12. Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) startet von 13, OPEN-Fahrer „Piter“ (FRA, Ray-Ban) im einzigen World-Series-Auto von 14.

Das Qualifying auslassen musste Pechvogel Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), dessen Heckflügel gestern kaputtging. Er hofft, noch einen Ersatz bis zum Rennen aufzutreiben.

Um 16 Uhr startet heute Samstag Rennen 1 – bei bestem Wetter und freiem Eintritt.