Schlagwort: Jackermeier

Report: Brünn Rennen 2

Jackermeier feiert den Doppelsieg in der BOSS GP F1-Klasse, Ghiotto triumphiert in der umkämpften FORMULA-Klasse, Geier in der SUPER LIGHTS auch am Sonntag eine Klasse für sich.

Nachdem der Wettergott es am Samstag regnen ließ, blieb das Rennen am Sonntag trotz dunkler Wolken trocken. Bei idealen Bedingungen gab es jede Menge Rad-an-Rad-Duelle für die Fans bei den Masaryk Racing Days zu bestaunen. 

BOSS GP F1 Class

Nach seinem samstägigen Premierenerfolg legte Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) mit einem weiteren Sieg am Sonntag nach. Bereits beim Start zog der Deutsche mit seinem Toro Rosso STR3 unaufhaltsam davon und ließ sich die Führung nicht mehr abnehmen. Mit hohem und konstantem Tempo kontrollierte Jackermeier die Führung und ließ nichts anbrennen. Seine Verfolger hatten dem Deutschen nichts entgegenzusetzen. In der Meisterschaft macht Jackermeier damit weiter Boden auf Seriendominator Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) gut. Gerstl war beim zweiten Rennen nicht am Start. Der Meisterschaftskampf nimmt somit zwei Rennwochenenden vor Schluss noch einmal Fahrt auf. Jackermeier bewies in Brünn, dass er den Formel-1-Boliden voll im Griff hat.

BOSS GP FORMULA Class

Das Duell des Rennens lieferten sich Samstagssieger Simone Colombo (ITA, MM International) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio). Rundenlang duellierten sich die beiden Kontrahenten der FORMULA-Klasse Rad an Rad. Ghiotto folgte Colombo wie schon in Spielberg und Le Castellet wie ein Schatten. Die Fans waren von dem harten, aber fairen Duell mehr als nur begeistert. Knapp zehn Minuten vor Schluss des Rennens setzte Ghiotto eingangs der letzten Kurve das entscheidende Manöver und übernahm die Spitze. Mit freier Fahrt konnte Ghiotto Luft zwischen sich und Colombo bringen. Colombo versuchte gegen Rennende noch einmal zu kontern, konnte dem schnellen Tempo von Ghiotto am heutigen Tag aber nichts mehr entgegensetzen. Wenige Minuten vor Schluss musste Colombo auch noch Ghiottos Teamkollegen Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) passieren lassen. Malavasi sicherte sich damit nach dem dritten Platz am Samstag sein zweites Podium an diesem Wochenende. Zu einem Schlussangriff auf den Sieg kam es von Seiten Malavasis dann aber nicht mehr. Salvatore de Plano (ITA, MM International) kam gegen Ende des Rennens auf Platz 4 liegend noch Colombo nahe, konnte seinen Landsmann aber nicht mehr einholen. Luca Martucci (ITA, MM International) rundete den perfekten italienischen Tag ab. Mit seinem gestrigen Sieg und seinem heutigen zweiten Platz übernimmt Colombo vor den beiden finalen Rennwochenenden in Mugello und Misano auch die Gesamtführung von Zdenek Chovanec Lopez in der FORMULA Klasse.

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

In der Startaufstellung hatte noch Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) die Nase vorne. Doch bereits nach wenigen Metern nahm Rookie Alexander Geier (AUT, Geier Racing) Hasler die Führung ab. Hasler konnte dem hohen Tempo von Geier nicht folgen. Geier kontrollierte bei den SUPER LIGHTS anschließend das Geschehen und machte sich am Rennwochenende in Brünn somit zum Doppelsieger. Auch in der Meisterschaft macht der Salzburger damit weiter Boden gut. Hasler versuchte seinen zweiten Platz in der SUPER LIGHTS-Klasse sicher ins Ziel zu bringen, was ihm auch gelang. Auf eine Hetzjagd um den Führenden Geier doch noch abzufangen, ließ sich Hasler aber nicht ein.

Die BOSS GP wird eine kleine Pause einlegen und Mitte Oktober (14.–16.) in Mugello die Saison fortsetzen.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Brünn Rennen 1

Jackermeier feiert bei trickreichen Bedingungen souverän seinen Premierensieg, Colombo verwandelt „Pole“ in der FORMULA-Klasse zum Sieg, SUPER LIGHTS-Triumph für Geier

Der Wettergott hatten mit den Piloten der BOSS GP Racing Series kein Einsehen. Wenige Minuten vor dem Start des ersten Rennens öffnete der Himmel seine Schleusen. Das Rennen auf der teils nassen Fahrbahn wurde so zur Herausforderung für die Piloten in ihren Big Open Single Seaters.

BOSS GP F1 Class

Polesetter Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) stand in der Klasse der Formel-1-Wagen ebenso wie sein Teamkollege Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) wegen des Regenschauers vor Rennbeginn vor einer schwierigen Entscheidung: Trockenreifen drauf behalten oder die Pirelli Cinturato-Profilreifen aufziehen? Teile der Strecke waren feucht, andere wiederum trocken. Jackermeier und Gerstl entschieden sich beide für die Trockenreifen auf ihren Boliden. Jackermeier mit seinem Toro Rosso STR3 mit Ferrari-V8 nutzte die Poleposition ideal und startete furios ins Rennen. Ingo Gerstl kam nach der Aufwärmrunde in die Box und musste seinen Toro Rosso STR1 vorübergehend parken. Wenige Minuten vor dem Ende des Rennens fuhr Gerstl wieder auf die Strecke, kehrte aber prompt wieder in die Box zurück. Jackermeier verwaltete den Vorsprung ideal, machte keine Fehler bei den tückischen Bedingungen und feierte seinen ersten Sieg im Rahmen der BOSS GP. 

Ingo Gerstl (li.) musste sich diesmal mit Platz 2 hinter Premieren-Sieger Thomas Jackermeier (re.) begnügen

BOSS GP FORMULA Class

Alle Starter der FORMULA-Klasse entschieden sich beim Start des Rennens für die Pirelli P Zero Trockenreifen. Das Fahrgeschick der Lenkrad-Akrobaten wurde damit noch einmal mehr auf die Probe gestellt. Simone Colombo (ITA, MM International) setzte die erste Startposition ideal um und konnte sich bei den abtrocknenden Bedingungen zunächst absetzen. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) hielt sich bei den zunächst feuchten Bedingungen noch zurück. Nach und nach legte sich der erfahrene Italiener aber Gegner für Gegner zurecht und arbeitete sich bis auf Platz 2 vor. In den Schlussminuten folgte ein spannendes Duell zwischen Colombo und Ghiotto um den Sieg, Colombo konnte den Sieg aber über die Ziellinie retten. Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) fuhr lange Zeit auf Platz 2, musste nach harten Kampf auf der Start-Ziel-Geraden aber seinen Teamchef und -kollegen Ghiotto passieren lassen. Salvatore de Plano (ITA, MM International) und Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) rundeten die Top-5 dieses spektakulären Rennes der FORMULA-Klasse ab. Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing), im Qualifying noch im Vorderfeld klassiert, kam knapp vor Ende des Rennens an die Box und musste seinen GP2-Boliden vorzeitig abstellen.

Enges Finish zwischen Colombo (v.) und Ghiotto

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

In der SUPER LIGHTS-Kategorie der 6-Zylinder-Autos konnte sich Alexander Geier (AUT, Geier Racing) den nächsten Sieg vor Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) sichern. Geier, auf Slicks ins Rennen gegangen, übernahm kurz nach dem Start die Führung von Hasler und kontrollierte schließlich das Tempo an der Spitze. Im Schlussspurt versuchte Hasler noch einmal den Rückstand auf Geier zu verkürzen. Letztlich vergebens, Hasler fuhr bei abtrocknenden Bedingungen einen sicheren zweiten Platz nach Hause.

Geier schlug sich bei schwierigen Verhältnissen ausgezeichnet

Nach dem Spektakel am heutigen Tag dürfen sich die Fans am Sonntag auf Teil 2 der Rennaction freuen. Das zweite und finale Rennen der BOSS GP in Brünn geht morgen ab 12:50 Uhr Ortstzeit (Livestream) über die Bühne.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Brünn Qualifying

Colombo mit überraschender Trainingsbestzeit, Jackermeier auf Poleposition in der BOSS GP F1 Class, Hasler dominiert SUPER LIGHTS in Brünn.

Formel-1-Rookie Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) wird zum ersten Mal in seiner Karriere die BOSS GP F1 Class zur Grünen Flagge bringen. Der Deutsche markierte mit seinem Toro Rosso STR3, dem legendären Siegerfahrzeug von Sebastian Vettel in Monza aus dem Jahr 2008, die Bestzeit von 1:47:271. Seriendominator Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) nahm mit seinem Toro Rosso STR1 nicht am Qualifikationstraining teil, wird aber versuchen, am Rennen teilnehmen zu können.

Die absolute Bestzeit im Zeittraining für beide BOSS GP-Wertungsläufe legte der Italiener Simone Colombo (ITA, MM International) hin. Colombo spielte die aerodynamischen Stärken seines Formel-2-Boliden aus und sicherte sich die Poleposition in der FORMULA-Klasse. Die Zeit von 1:43:879 konnte von keinem Konkurrenten mehr unterboten werden. Mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung reihte sich Titelverteidiger Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) mit 1:46:733 auf dem zweiten Platz ein. Die Top-3 komplettierte Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) mit einer Zeit von 1:46:776. Das ist Malavasis bislang beste Qualifying-Leistung. Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing) wird nach einer Zeit von 1:47:192 die Rennen vom vierten Platz in Angriff nehmen. Für ihn ist es nach zahlreichen technischen Problemen ein gutes Ergebnis beim Comeback.

Bei den BOSS GP SUPER LIGHTS konnte sich Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) die Bestzeit mit 2:01:679 sichern. Damit distanzierte er seinen wichtigsten Kontrahenten Alexander Geier (AUT, Geier Motorsport) um mehr als eine Sekunde.

Die Rennen starten heute Samstag um 14:00 Uhr und morgen Sonntag um 12:50 Uhr. Vor den Rennen wird es einen Grid Walk für die Zuschauer vor Ort geben, von zuhause aus kann man via Livestream bei den Rennen dabei sein.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Red Bull Ring Spielberg Rennen 1

Nach der „Pole“ auch der Sieg: Gerstl gewinnt F1, Schlegelmilch OPEN, Chovanec-Lopez FORMULA und Hasler SUPER LIGHTS.

Bei bestem Wetter und zur besten Startzeit um kurz nach 14 Uhr ging das erste Rennen der BOSS GP Racing Series über die Bühne. Zum ersten Mal wurde in zwei Startgruppen gestartet, zunächst die Formel-1-Klasse und mit einem Abstand von ca. 20 Sekunden dahinter die Klassen OPEN, FORMULA und SUPER LIGHTS.

BOSS GP F1 Class

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) setzte seine Siegesserie von Hockenheim fort. Der Salzburger mit seinem Toro Rosso STR1 gewann das erste BOSS GP-Rennen im Rahmen der Rundstreckentrophy. Sein Top-Speed-Teamkollege Thomas Jackermeier (GER) fuhr ein tadelloses Premierenrennen im Formel-1-Toro-Rosso und beendete den ersten Lauf hinter Gerstl auf Rang 2. Längere Zeit konnte er seinem weitaus erfahreneren Teamkollegen folgen. Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) fuhr ein ebenso fehlerfreies Rennen und holte sich damit verdient einen Pokal für Rang 3.

Die erfolgreichsten Piloten des ersten BOSS GP-Rennens in Spielberg 2022

BOSS GP OPEN Class

Nach einer Safety-Car-Phase heizte Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) gegen Rennende auch noch einmal den Formel-1-Fahrzeugen vor ihm ordentlich ein. Schlegelmlich gewann die OPEN-Klasse in seinem modifizierten World-Series-Boliden vor dem IndyCar (IRL-IR8) von Anton Werner (GER, Ryschka Motorsport).

Hartes, aber faires Racing bei den Positionskämpfen im Mittelfeld

BOSS GP FORMULA Class

Zdenek Chovanec-Lopez (PRT, MM International) war wie nach dem starken Qualifying erwartet nicht zu schlagen. Chovanec-Lopez holte sich mit seinem zweiten Saisonsieg die alleinige Tabellenführung in der FORMULA-Klasse zurück. Dahinter lieferten sich die beiden Italiener Simone Colombo (MM International) und Marco Ghiotto (Scuderia Palladio) ein wie erwartet heißes Duell. Während Ghiotto mit überhitzten Bremsen kämpfte, schoss auch Colombo das ein oder andere Mal übers Ziel hinaus. Letztlich setzte sich Colombo gegen Ghiotto durch. Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) wurde mit seiner besten Saisonleistung Vierter. Giancarlo Pedetti (ITA, Nannini Racing) landete auf Rang 5, knapp vor der im Rennen gut aufgelegten Bianca Steiner (Steiner Motorsport) als beste Österreicherin in dieser Klasse. Die Klasse der BOSS GP SUPER LIGHTS beendete der steirische Lokalmatador Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) am ersten Platz.

Das vierte Saisonrennen startet morgen Sonntag um 14 Uhr Ortszeit.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP, Henry Gasselich/VOLLGAS!

Report Qualifying Misano

Marco Ghiotto holt sich die Poleposition beim Heimrennen.

Der zweifache BOSS GP-Meister in der FORMULA-Klasse, Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), sicherte sich in einem spannenden Duell um die Poleposition mit Gianluca De Lorenzi (RSM, GDL Racing) den besten Startplatz für die beiden BOSS GP-Rennen heute Nachmittag (16:45 Uhr) und morgen Sonntag (15:10 Uhr). Zu sehen auch im Livestream.

Pünktlich um 10:05 Uhr Ortszeit und bei einer Lufttemperatur von 30 Grad wurde die Boxenampel am Misano World Circuit auf grün geschalten und die Motoren angeworfen. Als Erster auf die Strecke ging Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing), der im Kampf um die schnellste Rundenzeit aber schnell eine Nebenrolle einnahm. Zunächst pulverisierte Gianluca De Lorenzi (RSM, GDL Racing), diesmal in einem WSbR-Dallara am Start, in seiner ersten Runde die Bestzeit um mehr als zwei Sekunden.

Die Kontrahenten, allen voran Marco Ghiotto und Simone Colombo (ITA, MM International) – allesamt in Formel-2-Autos – legten aber nach. Insbesondere in den flotten Sektoren 2 und 3 war Ghiotto der Schnellste. Während De Lorenzi schon nach zwei schnellen Runden die Box ansteuerte, konnte Ghiotto eine Minute vor Schluss mit einer Zeit von 1:24.761 die Führung übernehmen. Colombo verbesserte sich ebenso, blieb aber hinter De Lorenzi auf Rang 3. Die viertbeste Zeit setzte Luca Martucci (ITA, MM International).

In Qualifying 2 war dann Rookie Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) überraschend der Schnellste. Er scheiterte nur um acht Tausendstel an der Zeit von Fiedler aus Q1. Damit erreichte Jackermeier aber trotzdem seine bislang beste Qualifying-Platzierung. Er startet als Sechster ins Rennen. Aus Startreihe 4 folgen Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) und Christian Ferstl (AUT, Top Speed).

In Reihe 5 steht der schnellste Bolide der neuen Klasse SUPER LIGHTS: Maurizio Copetti (ITA) im von der Scuderia Palladio betreuten World Series by Nissan-Fahrzeug. Mit ihm aus Reihe 5 geht Bruno Jarach (EST, Eesti Motorsport) ins Rennen. In Reihe sechs folgen Walter Colacino (ITA, im Formel 3000) und Debütant Simon Jackermeier (GER, Top Speed), der nur eine Rundenzeit im Qualifying setzen konnte.

Nicht am Start ist leider der Jaguar R3 von Riccardo Ponzio (ITA, Adriatica Competition). Noch nicht gelöste technische Probleme am Formel 1 verhindern einen Einsatz beim Heimrennen.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP