Schlagwort: Zeittraining

Report Qualifying Misano

Marco Ghiotto holt sich die Poleposition beim Heimrennen.

Der zweifache BOSS GP-Meister in der FORMULA-Klasse, Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), sicherte sich in einem spannenden Duell um die Poleposition mit Gianluca De Lorenzi (RSM, GDL Racing) den besten Startplatz für die beiden BOSS GP-Rennen heute Nachmittag (16:45 Uhr) und morgen Sonntag (15:10 Uhr). Zu sehen auch im Livestream.

Pünktlich um 10:05 Uhr Ortszeit und bei einer Lufttemperatur von 30 Grad wurde die Boxenampel am Misano World Circuit auf grün geschalten und die Motoren angeworfen. Als Erster auf die Strecke ging Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing), der im Kampf um die schnellste Rundenzeit aber schnell eine Nebenrolle einnahm. Zunächst pulverisierte Gianluca De Lorenzi (RSM, GDL Racing), diesmal in einem WSbR-Dallara am Start, in seiner ersten Runde die Bestzeit um mehr als zwei Sekunden.

Die Kontrahenten, allen voran Marco Ghiotto und Simone Colombo (ITA, MM International) – allesamt in Formel-2-Autos – legten aber nach. Insbesondere in den flotten Sektoren 2 und 3 war Ghiotto der Schnellste. Während De Lorenzi schon nach zwei schnellen Runden die Box ansteuerte, konnte Ghiotto eine Minute vor Schluss mit einer Zeit von 1:24.761 die Führung übernehmen. Colombo verbesserte sich ebenso, blieb aber hinter De Lorenzi auf Rang 3. Die viertbeste Zeit setzte Luca Martucci (ITA, MM International).

In Qualifying 2 war dann Rookie Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) überraschend der Schnellste. Er scheiterte nur um acht Tausendstel an der Zeit von Fiedler aus Q1. Damit erreichte Jackermeier aber trotzdem seine bislang beste Qualifying-Platzierung. Er startet als Sechster ins Rennen. Aus Startreihe 4 folgen Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) und Christian Ferstl (AUT, Top Speed).

In Reihe 5 steht der schnellste Bolide der neuen Klasse SUPER LIGHTS: Maurizio Copetti (ITA) im von der Scuderia Palladio betreuten World Series by Nissan-Fahrzeug. Mit ihm aus Reihe 5 geht Bruno Jarach (EST, Eesti Motorsport) ins Rennen. In Reihe sechs folgen Walter Colacino (ITA, im Formel 3000) und Debütant Simon Jackermeier (GER, Top Speed), der nur eine Rundenzeit im Qualifying setzen konnte.

Nicht am Start ist leider der Jaguar R3 von Riccardo Ponzio (ITA, Adriatica Competition). Noch nicht gelöste technische Probleme am Formel 1 verhindern einen Einsatz beim Heimrennen.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP

Report Qualifying Spielberg

Die Wolken über dem Red Bull Ring öffneten am Samstagmorgen ihre Schleusen und sorgten für ein spannendes Zeittraining. Gerstl auf der Poleposition, Schlegelmilch bei BOSS GP-Debüt schnellster FORMULA-Pilot.

Der Samstag ist gekommen und die erwartete Wetterverschlechterung ist eingetreten, das tat dem Fahrbetrieb im Qualifying keinen Abbruch. Die BOSS GP-Piloten zeigten ihre Klasse, denn 19 Piloten der 20 genannten Piloten gingen auch bei den widrigen Bedingungen mit ihren Big Open Single Seaters auf die Bahn – natürlich mit vier frisch montierten Pirelli Cinturato-Regenpneus. Die Qualifikation wurde aufgrund des Regens nicht in Q1 und Q2 unterteilt, es gab also nur eine 30-minütige Session, in der alle Fahrzeuge auf die Piste gingen.

Zu Beginn zeigte Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladlo) Top-Zeiten und konnte sich an die Spitze setzen. Die Führung hielt nicht lange, denn die Sensation des Qualifyings, Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering), übernahm prompt Rang 1. Der Lette debütiert dieses Wochenende in der BOSS GP und mischt von Anfang an vorne mit. Der ehemalige Formel-3- und Lamborghini Super Trofeo-Pilot steuert an diesem Wochenende einen World Series by Renault-Boliden des österreichischen Teams HS Engineering. Gerade als alle Fahrzeuge auf schnellen Runden waren, rutschte Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) im Benetton B197 mit einem Dreher in der letzten Kurve in die Auslaufzone. Stratford konnte die Fahrt nach Rückkehr in die Box wieder aufnehmen, anders erging es Fiedler (DEU, Fiedler Racing) und Riccardo Ponzio (ITA, Adriatica Competition) im Jaguar. Sie fanden das Ende ihres Qualifyings zur selben Zeit im Kiesbett. Keines der Fahrzeuge wurde aber beschädigt, einem Start im Rennen sollte nichts im Wege stehen.

Nach Beendigung der roten Flagge wagten sich nochmals alle verfügbaren Piloten auf die Piste. Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) stellte seinen Toro Rosso STR1 auf die „Pole“. Schlegelmilch und Ghiotto komplettierten die Top-3. Aus Startreihe 2 geht auch Simone Colombo (ITA, MM International) in die Rennen, der schon beim Auftakt in Mugello eine gute Leistung im Regen zeigte. Überraschend stark präsentierten sich Florian Schnitzenbaumer (GER, Top Speed) nach längerer Rennpause und erneut Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) mit den Plätzen 5 und 6. Nun zählt aber die Renn-Pace, das erste Rennen startet schon heute um 11:35 Uhr Ortszeit.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP

Report Qualifying Mugello

Spannendes Duell um die Poleposition zwischen Faggionato und De Lorenzi.

Am Samstagmorgen hatte es geregnet, darum wurde das Qualifying nicht wie üblich in zwei Gruppen aufgeteilt, sondern gleich für alle freigegeben. Damit waren bei auftrocknender Strecke für alle faire Bedingungen gewährleistet. Bei feuchten Bedingungen am Mugello Circuit waren klarerweise die Pirelli Cinturato-Regenreifen die erste Wahl.

Als Erster auf die Bahn ging Simone Colombo (ITA, MM International), der gestern bei seiner BOSS GP-Premiere überraschend schnellster FORMULA-Pilot war. Im Regen fing er zunächst ruhig an, verbesserte sich allerdings stetig und bestätigte mit Klassenrang 4 seine Freitagsleistung.

Noch weniger Eingewöhnungszeit benötigte Gianluca De Lorenzi (SMR, GDL Racing) im Zytek-befeuerten Auto-GP-Lola. Der Nürburgring-Spezialist ist nach langer Auszeit wieder zurück im Monoposto und mittendrin in der von GP2-Autos dominierten Klasse. Von einer Eingewöhnungszeit war bei ihm nichts zu sehen: Zu Beginn des Trainings nahm er es sogar mit dem Formel-1-Fahrer Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 auf, der allerdings bei immer besser werdenden Bedingungen im Laufe des Zeittrainings mit 1:52.969 die eindeutige Bestzeit markieren konnte.

Im Zeitentableau dahinter lieferten sich Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) und De Lorenzi einen Krimi, der bis zum Schwenken der Zielflagge dauern sollte. De Lorenzi verdrängte mit einer 1:57.978 den Monegassen in seiner allerletzten fliegenden Runde von der Spitze. Dieser war allerdings noch auf einer schnellen Runde unterwegs und nutzte diese für den Konter: 1:57.368! Faggionato sicherte sich damit die Poleposition – seine zweite – in der FORMULA-Klasse.

Neben De Lorenzi steht der amtierende FORMULA-Meister Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in Reihe 2. Dahinter starten Colombo und Salvatore de Plano (ITA, MM International). Luca Martucci probierte es lange Zeit über die Regenlinie, ein Dreher stoppte ihn aber von einer weiteren Zeitenverbesserung. Klassenrang 6 für den Rennsieger des letzten Jahres.

Immer besser ans heiße Arbeitsgerät gewöhnt sich der Deutsche Ulf Ehninger (ESBA Racing). Auch im Nassen lief es für den Benetton-Steuermann ordentlich: Er geht von Startposition 8 in die Rennen. In Reihe 5: Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) und Thomas Jackermeier (GER, Top Speed), der in seinem allerersten BOSS GP-Qualifying eine bärenstarke Performance hinlegte und Klassenrang 8 belegt.

Die weiteren Platzierungen haben wir auf der Eventseite aufbereitet.

Das erste von zwei Rennen des BOSS GP Season Opening startet heute Samstag um 15:55 Uhr Ortszeit. Das Rennen wird im italienischen Fernsehen (MS Motortv) und über den YouTube-Kanal von Rennveranstalter Gruppo Peroni übertragen.

Foto: Michael Jurtin/BOSS GP

Report Qualifying Brünn

Ingo Gerstl, Toro Rosso STR1

Ingo Gerstl und Marco Ghiotto in Startreihe 1.

Wie zu erwarten wurde das Qualifying in der FORMULA-Klasse zu einem Dreikampf um die Poleposition. Klassenbester war FORMULA-Tabellenführer Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), der sich zwei Zehntelsekunden vor Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing) durchsetzte. Hoffmann fuhr sein bislang bestes Qualifying-Ergebnis ein und stellte seinen Dallara GP2 für beide Rennen in die zweite Startreihe. Neben ihm wird Luca Martucci (ITA, MM International) auf die Jagd durchs Automotodrom Brünn gehen.

Walter Steding (DEU, Scuderia Palladio) konnte bei seiner Premiere in Q1 der Trainingsschnellsten seine Leistungen von Freitag bestätigen. Er geht von Position 5 aus ins Rennen, dahinter startet Salvatore de Plano (ITA, Coloni). De Plano im A1GP gelang als einzigem Piloten noch eine Zeitenverbesserung am Ende von Q2. Letztlich fehlte ihm nur eine Hundertstelsekunde auf Steding. Auf den Rängen 7 bis 9 folgen mit Bianca Steiner (Steiner Motorsport), Christian Ferstl (Ferstl Racing) und Christopher Höher (Top Speed) gleich drei Österreicher. Höher, der den Saisonauftakt in Imola gewann, fuhr allerdings nur eine gezeitete Runde.

Schnellster im Zeittraining beim dritten Qualifying in diesem Jahr war erneut Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1. Mit 1:35.544 lag er nur knapp über seinem eigenen Rundenrekord. Rennen 1 über 20 Minuten wird heute Samstag um 15:25 Uhr freigegeben.

Foto: Dirk Hartung

Report Qualifying Spa

FORMULA pole for Marc Faggionato

Erste Startreihe für Gerstl und Faggionato.

Mit rund 300 km/h brausten die Helden der BOSS GP Racing Series durch die Ardennen. Schnellster beim heutigen Qualifying war abermals Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Er blieb mit einer Zeit von 1:55.836 als einziger Fahrer unter der Marke von zwei Minuten für eine Runde.

Eine starke Leistung legte auch Marc Faggionato (MCO, Top Speed) hin, der an diesem Wochenende ausnahmsweise für Top Speed an den Start geht. Mit einer Zeit von 2:03.888 war er vier Zehntel schneller als Meister Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio). Ghiotto geht aus der zweiten Reihe ins Rennen, zusammen mit Landsmann Riccardo Ponzio (Adriatica Competition). Dessen wunderschöner Jaguar R3 wurde vom Team über Nacht repariert und damit Ponzio die Teilnahme am Renntag ermöglicht.

Schnellster Pilot im zweiten Qualifying (für alle Fahrer außerhalb der Top-5 vom Freien Training) war Roman Hoffmann (AUT, Hoffmann Racing). Damit verdrängte er überraschend Luca Martucci (ITA, MM International) aus den Top-5. Auf den weiteren Plätzen folgen mit Walter Steding (DEU, MM International) und Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) weitere GP2-Piloten. Michael Aberer im World Series by Renault klassierte sich als Neuntschnellster. Ulf Ehninger im Benetton-Formel-1 geht als Zehnter ins Rennen.

Beide Rennen sind heute Sonntag im Livestream auf www.bossgp.com/livestream zu verfolgen. Rennen 1 startet um 12:05 Uhr, Rennen 2 um 16:05 Uhr.

Report: Qualifying Imola

Das letzte Qualifying der Saison verspricht Hochspannung bei der Titelvergabe.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 holt sich die fünfte Poleposition im sechsten Rennen des Jahres. Dahinter brachte sich Titelkandidat Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) mit der schnellsten Zeit der FORMULA-Fahrer in eine gute Position fürs erste Rennen am Samstagnachmittag (Startzeit: 15:50 Uhr). Mit 1:30.641 lag er gut sechs Zehntel vor Tabellenführer Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), der als Dritter aus der zweiten Startreihe ins Rennen geht. Erst in der allerletzten Runde fuhr Ghiotto noch weit nach vorne. Sollte Ghiotto das erste Rennen gewinnen, muss Bracalente zumindest Sechster werden, um die Titelentscheidung aufs letzte Rennen am Sonntag zu vertagen.

Luca Martucci (ITA, MM International) fährt neben Ghiotto aus Startreihe 2 los. Damit jagen beim Start drei Italiener Polesetter Ingo Gerstl durch Tamburello, Acque Minerali, Rivazza & Co. Benetton-Pilot Phil Stratford (USA, Penn Elcom) musste das Qualifying vorzeitig abbrechen. Schon gestern hatte es ein Leck im Getriebe gegeben. Mit nur einer schnellen Runde qualifizierte er sich auf dem fünften Startplatz.

Schnellster Fahrer in Q2 war Salvatore de Plano (ITA, Top Speed), der sich als Gesamt-Sechster qualifizierte. Nach einer verkorksten Saison will er beim Finale noch einmal auftrumpfen.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) steigerte schon wie gewohnt von Runde zu Runde die Schlagzahl. Als kaum jemand seine Zeiten weiter verbessern konnte, fuhr Fiedler die siebtschnellste Zeit.

Damit startet Fiedler eine Reihe vor seinem schärfsten Konkurrenten um Rang 3 in der Meisterschaft: Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center).

Walter Steding (DEU, Inter Europol) bestätigte mit Rang 10 den starken Eindruck aus den Freien Trainings am Freitag. Mit Rang 10 stellte er sein bestes Qualifyingergebnis aus diesem Jahr (Assen) ein.

Das erste von zwei Rennen an diesem Wochenende geht über die Distanz von 20 Minuten und startet um 15:50 Uhr – laut Vorhersage bei trockenem Wetter und 22 Grad.

Report: Qualifying Brünn

Ingo Gerstl flys by in his Toro Rosso STR 1 in 2019 Brno Qualifying

Erste Startreihe für die Top-Speed-Fahrer Gerstl und Höher.

Bei 11 Grad Außentemperatur und Nieselregen wurde das Qualifying für die Rennen 9 und 10 der BOSS GP 2019 abgehalten. Zumindest die Reifenwahl war einfach: Alle Fahrer rückten auf den Pirelli-Cinturato-Regenreifen aus. Trotz schwieriger äußerer Bedingungen machten die Piloten der BOSS GP einen guten Job und hielten ihre Geschoße auf der rutschigen Strecke.

Wie erwartet holte sich Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 die Poleposition für die zwei Rennen in Brünn. Neben ihm startet aus Reihe 1 Christopher Höher (AUT, Top Speed) im besten FORMULA-Auto.

Trotz Drehers zu Beginn von Q2 kam Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in den richtigen Rhythmus. Mit Rang 3 startet er nämlich einen Platz vor Titelkontrahent Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center). Bracalente musste in Q1 für die Top-5 von gestern mit weniger Fahrzeit auskommen. Zwar blieben die Bedingungen in beiden Sessions gleich, doch konnten die Fahrer aus Q2 deutlich mehr Runden abspulen. Im Regen ist das zumeist ein Vorteil.

Aus Reihe 3 gehen der amtierende Meister Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed) und Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) ins Rennen. Haezebrouck legte am Ende eine noch schnellere Zeit hin, doch wurde ihm diese aufgrund der Missachtung einer Gelben Flagge gestrichen. Dasselbe passierte noch vier weiteren Piloten.

Vorjahressieger Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) landete hinter Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) auf Platz 8, Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) trotz wenig Regenerfahrung auf dem guten neunten Rang, Luca Martucci (ITA, MM International) auf Gesamtrang 10.

Startreihe 6 bilden Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag), Gianluca Ripoli (ITA, MM International). Aus Startreihe 7 fahren Walter Steding (DEU, Inter Europol), der kurz vor Ende des Zeittrainings mit einem Defekt ausrollte und Christian Eicke (SUI, Speed Center) los. Teamkollege Peter Göllner (SUI, Speed Center) fehlte zwar im Qualifying, kann aber in den Rennen starten.

Los geht’s heute Samstag um 14:50 Uhr mit dem ersten Rennen über eine Distanz von 20 Minuten.

Report: Qualifying Assen

Assen bebt: BOSS GP auf Rundenrekordjagd im Qualifying.

Die Poleposition sicherte sich zum dritten Mal 2019 Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Eine weitere Verbesserung seines persönlichen Rundenrekords von gestern (1:18.246) gelang ihm knapp nicht. Der Rekord-Champion wird versuchen, im Rennen mit seinem Toro Rosso STR1 nochmals nachzulegen.

Ebenfalls aus der ersten Startreihe geht der Beste der FORMULA-Klasse ins Rennen: Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) schnappte sich mit über einer Sekunde Vorsprung die „Pole“. Es war ebenfalls die bereits dritte FORMULA-Bestzeit des Italieners in der BOSS GP-Jubiläumssaison 2019.

Tabellenführer Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) gab sich keine Blöße und folgt in Reihe 2, zusammen mit dem immer konstanteren Luca Martucci (ITA, MM International). Das Italo-Quartett vervollständigt Gianluca Ripoli (ITA, MM International) mit Rang 5. Ripoli fuhr damit sein bislang bestes BOSS GP-Qualifyingergebnis ein.

Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) bestätigte die aufsteigende Tendenz der letzten Rennen – er startet von Platz 6. Salvatore de Plano (ITA, Top Speed) hatte gestern mit technischen Problemen zu kämpfen und schaffte nur drei Runden in den zwei Trainings. Heute legte er 12 Runden hin und qualifizierte sich als Gesamt-Siebenter.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) ließ sich auch von einer weghängenden TV-Onboardkamera nicht irritieren und wurde Achter. In Reihe 5 stehen Armando Mangini und Walter Steding. Christian Eicke geht dahinter von 11, „Piter“ von 12 ins Rennen.

Ernüchternd verlief das Qualifying für den in Assen bekannt starken Peter Göllner (SUI, Speed Center). Er musste seinen GP2-Dallara nach nur drei Runden an der Seite parken. Gemeinsam mit Rookie Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing) im F1-Benetton B197 geht er aus Reihe 7 ins 20-minütige Rennen heute Nachmittag.

Hans Laub (DEU, Speed Center) im 1996er-Forti ließ das Zeittraining aus. Das erste Rennen der BOSS GP im Rahmen der DTM in Assen beginnt heute Samstag um 17:10 Uhr. Laut aktuellem Wetterbericht sind Regenschauer zu erwarten. Die Pirelli Cinturato stehen jedenfalls parat.

Report: Qualifying Hockenheim

Das erste BOSS GP-Zeittraining 2019 war in der FORMULA-Klasse an Spannung kaum zu überbieten. Ingo Gerstl im Toro Rosso auf der Poleposition.

Update 13:34 Uhr: Der schnellste FORMULA-Pilot, Alessandro Bracalente, muss im ersten Rennen 10 Plätze weiter hinten starten. Bracalente wurde von der Rennleitung fürs Übersehen eines Flaggensignals bestraft.

Zunächst gingen die fünf besten Piloten der Freitagstrainings im Top-5-Qualifying auf die Bahn. Direkt nach dem Umschalten der Ampel auf grün begann es in der Nordkurve, der Spitzkehre und im Motodrom leicht zu regnen. Ein größerer Regenschauer blieb bei rund zehn Grad Celsius aber aus, so konnten alle Piloten auf den Pirelli P Zero Slickreifen weiterfahren.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) setzte wenig überraschend die Bestzeit in seinem Toro Rosso von 2007. Mit 1:22.505 min lag er auch aufgrund der schlechteren Wetterbedingungen mehrere Sekunden hinter dem Spitzenwert aus dem vergangenen Jahr.

Auf Rang 2 konnte sich der Italiener Armando Mangini (MM International) festsetzen. Seine Landsleute Marco und Sergio Ghiotto (beide ITA, Scuderia Palladio) kamen im Unterschied zu gestern heute weniger gut zurecht. Beide legten einen Dreher hin, konnten aber weiterfahren. Während sich Marco Ghiotto, Monza-Sieger 2018, schlussendlich mit Platz 8 zufriedengeben musste, blieb für Bruder Sergio mit 1:40.5 min nur der 15. Platz.

In der Anfangsphase von Qualifying 2, für alle weiteren Fahrer, herrschte viel Betrieb. Für Aufregung sorgte zunächst Peter Göllner (SUI, Speed Center), der den 4,6 Kilometer langen Kurs zwei Runden in sehr langsamer Fahrt umrundete. Nach einem Boxenstopp konnte er die Probleme beheben und zumindest noch einige schnellere Runden setzen. Der Schweizer startet von Position 16 ins erste Rennen.

In der ersten Hälfte der knapp 20-minütigen Sitzung waren Salvatore de Plano (ITA, Top Speed) und Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) am schnellsten unterwegs. Schnell schoben sie sich vor den schnellsten FORMULA-Fahrer aus dem Top-5-Qualifying, Armando Mangini.

Während De Plano auf ein zweites Ausfahren verzichtete, legte Fiedler ein weiteres Mal nach und rückte De Plano mit 1:30.7 min bis auf fünf Zehntel auf die Pelle. Die letzten Angriffe auf die Bestzeit der FORMULA kamen von Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) und Luca Martucci (ITA, MM International). Bracalente war bereits gestern hervorgestochen, als er im 1. Freien Training Bestzeit fuhr. Mit 1:29.8 min sicherte er sich bei seinem ersten BOSS GP-Auftritt die Klassen-Pole. De Plano und Fiedler gehen aus Reihe 2 ins Rennen, Phil Stratford (USA, Penn Elcom) und Luca Martucci aus Reihe 3, Mangini und Marco Ghiotto aus Reihe 4.

Bester der Inter Europol-Fraktion war Philippe Haezebrouck (FRA). Der Ex-Le-Mans-Fahrer wurde Neunter. Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) knackte kurz vor Schluss die Top-10. Gianluca Ripoli (ITA, MM International) startet von 11, Walter Steding (DEU, Inter Europol) von 12. „Piter“ (FRA, Ray-Ban) fährt als 13. los. Nach einem für ihn zufriedenstellenden Freitag ohne technische Probleme können wir für die Rennen noch einiges erwarten. Mit seinem World Series by Renault fährt er dieses Mal in der OPEN-Klasse.

Rennstart ist heute Samstag um 16:10 Uhr Ortszeit. Das erste von zwei Rennen geht über eine Distanz von 20 Minuten.

Report: Qualifying Monza

Ingo Gerstl (Toro Rosso STR1) startet die Rennen in Monza vor Rinus van Kalmthout (GP2 Dallara Judd) und Phil Stratford (Benetton B197). Bester Italiener: Marco Ghiotto (GP2 Dallara) auf Rang 4.

Mit 1:26.6 min war der Österreicher Ingo Gerstl (Top Speed) über drei Sekunden schneller als die Bestzeit im Qualifying 2016. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag in der schnellsten gezeiteten Runde über 240 Stundenkilometer. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit war über 340 km/h am Ende der Start-und-Ziel-Geraden. Gerstl ist damit in seinem Toro Rosso STR1 der haushohe Favorit auf den Rennsieg am Nachmittag (Start: 16:40 Uhr).

Der in Q1 gestartete Phil Stratford (Penn Elcom Racing) setzte nur eine Runde, und diese ganz zum Schluss der nur acht Minuten langen Session. Rinus van Kalmthout, der erst in Q2 drankam, schnappte dem US-Amerikaner kurz vor Schluss noch den Platz in der ersten Startreihe weg. Der 17-jährige Niederländer im GP2-Dallara mit Judd-Motor war vor allem im ersten Sektor schneller als Stratford. Der Zeitabstand von nur zwei Zehntelsekunden lässt für die Teamkollegen bei Mansell Motorsport ein heißes Rennen erwarten.


v.l. Ingo Gerstl, Marco Ghiotto

Bei knapp 30 Grad Außentemperatur schon in den Vormittagsstunden fühlte sich der Italiener Marco Ghiotto pudelwohl. Vor den Augen vieler Freunde und Gäste qualifizierte er sich als bester FORMULA-Pilot. Mit Rang 4 steht er damit auch einen Platz vor Wolfgang Jaksch (F Xtreme Racing). Der Super Aguri des Deutschen wurde nach dem Trainingsunfall (Beschädigungen an Aufhängung vorne und Frontflügel) gestern wieder flott gemacht. Mit 1:36.3 min fuhr er seine persönliche Bestzeit an diesem Wochenende.

Florian Schnitzenbaumer (Top Speed) sorgte für die einzige Full Course Yellow. Der Deutsche blieb nach einem Fahrfehler neben der Strecke stehen. Er war hinter Ghiotto, Armando Mangini und David Moretti viertschnellster FORMULA-Fahrer. Ihm dicht auf den Fersen war Andreas Fiedler (Fiedler Racing), der im giftgrünen Dallara nur drei Zehntel auf den Tabellenführer verlor. Walter Steding schlug sich bei seinem vierten Auftritt in Monza gut. Er platzierte sich als 10. vor BOSS GP-Rückkehrer Wolfgang Jordan, Karl-Heinz Becker und Veronica Cicha. Christian Eicke (Speed Center) klagte über die vielen Unterbrechungen im Training, im Qualifying konnte er zumindest 11 (und damit die meisten) Runden abspulen. Mit 1:42.7 min ist er am dichten Mittelfeld dran. Stark verbessert zeigte sich der Franzose „Piter“ (Ray-Ban), der ebenfalls seine beste Zeit des Wochenendes im Qualifying hinlegte.

 
v.l. Veronica Cicha, David Moretti

Hans Laubs Forti blieb heute in der Box, der Deutsche von Speed Center assistiert das verbleibende Wochenende als Mechaniker bei Christian Eicke. Damit werden wir den beliebten Formel-1-Boliden erst in Hockenheim wiedersehen. Thomas Jakoubek schielt ebenfalls schon nach Hockenheim. Der Top-Speed-Fahrer hatte sich vor dem Wochenende beim Rennkartfahren die Rippen verletzt und schont sich fürs Saisonhighlight.

Fotos: Michael Kavena/BOSS GP