Schlagwort: Formel 3000

Neue Klasse ab Red Bull Ring

Super Lights für Formel 3000 und V6 World Series by Renault/Nissan.

Die BOSS GP Racing Series erweitert ihr Angebot für Fahrer und Teams. Ab dem kommenden Rennen am Red Bull Ring (21./22. Mai) gibt es neben OPEN- und FORMULA-Wertung auch die neue SUPER LIGHTS-Klasse. Ausgeschrieben ist diese für Formel 3000 ab dem Baujahr 1996 und Fahrzeuge der World Series by Renault bzw. Nissan mit dem Sechszylinder-Motor. Wie in den beiden anderen Klassen gibt es auch für die SUPER LIGHTS eine eigene Siegerehrung mit Pokalen nach jedem Rennen.

Interessierte Teams und Piloten können sich an Rennkoordinatorin Malin Strandberg wenden: race@bossgp.com oder +43 650 78 40 784

Foto: Michael Kavena

Es geht los!

Vorschau auf das BOSS GP Season Opening in Mugello am 9., 10. und 11. April 2021.

Die BOSS GP Racing Series macht es möglich: Schon am kommenden Wochenende starten Teams und Fahrer mit ihren Formel 1, Formel 2, Formel 3000 und Auto-GP-Rennern in die neue Saison. Bei der Saisoneröffnung von Europas schnellster Rennserie erwartet die Youngsters und Gentlemen von BOSS GP eine der schönsten Rennstrecken der Welt. Die 5,245 Kilometer lange Strecke in Mugello (erbaut 1974) ist im Besitz von Ferrari und ist traditionell Gastgeber der Motorrad-WM. Im Vorjahr war die Bahn in der Toskana auch Austragungsort eines Formel-1-Rennens. Die Kurvenabfolgen sich meist flüssig und schnell, die Topografie hügelig – eine absolute Lieblingsbahn vieler Piloten.

Nach einigen Jahren Abstinenz wurde Mugello im Vorjahr wieder in den Rennkalender der Big Open Single Seater aufgenommen. Der Cuvee Sensorium Grand Prix war im Oktober 2020 das Saisonfinale. Der erste Lauf war geprägt vom Duell um den FORMULA-Meistertitel zwischen Luca Martucci (ITA, MM International) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio). Zwar gewann Martucci sein erstes BOSS GP-Rennen, doch für Ghiotto reichte Rang 2 zur Titelverteidigung. Bei ebenfalls regnerischen Bedingungen wurde den Piloten in Lauf 2 viel Mut und Können abverlangt. Beides vereinte Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing), der einer durchwachsenen Saison einen überraschenden Gesamtsieg anfügte.

Dass die BOSS GP Racing Series wie geplant in die Saison starten kann, ist auch dem Rennveranstalter Gruppo Peroni zu verdanken, der das Event in Mugello abwickelt. Im Rahmenprogramm von BOSS GP fahren die Markenpokale Lotus Cup Italia, die Mitjet Italia Racing Series sowie Sportprototypen, historische Renner und Porsche-Gleichmäßigkeitsfahrten. Aufgrund der Pandemie-Lage sind das Fahrerlager und die Tribünen für Fans nicht geöffnet. BOSS GP hofft, bald wieder Zuseher im Paddock begrüßen zu dürfen.

Zeitplan BOSS GP Season Opening Mugello:

Freitag, 9. April 2021
10:35–11:05 Uhr           Freies Training 1
14:10–14:40 Uhr           Freies Training 2

Samstag, 10. April 2021
10:05–10:35 Uhr           Qualifikation (8+20 Minuten)
15:55–16:15 Uhr           Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 11. April 2021
10:00–10:10 Uhr           Warm-up
14:30–14:55 Uhr           Rennen 2 (25 Minuten)

Die Starterliste für das kommende Wochenende:

Armando Mangini (ITA)MM InternationalDallara GP2
Luca Martucci (ITA)MM InternationalDallara GP2
Simone Colombo (ITA)MM InternationalDallara GP2
Salvatore De Plano (ITA)MM InternationalLola Auto GP
Ingo Gerstl (AUT)Top SpeedToro Rosso STR1 F1
wird noch bekanntgegebenTop SpeedDallara GP2
Marco Ghiotto (ITA)Scuderia PalladioDallara GP2
Walter Steding (GER)Scuderia PalladioDallara GP2
Nicolas Matile (MCO)Zig-ZagLola Auto GP
Marc Faggionato (MCO)Zig-ZagDallara GP2
Giulio Tine (ITA)ColacinoLola T96 50
Walter Colacino (ITA)ColacinoLola T96 50
Ulf Ehninger (GER)ESBA RacingBenetton B197 F1
Andreas Fiedler (GER)Fiedler RacingDallara GP2
Bruno Jarach (EST)Esti MotorsportDallara GP2
Alexander Seibold (GER)Alexander SeiboldDallara GP2
Gianluca De Lorenzi (SMR)GDL RacingLola Auto GP

Nachruf Roger Cowman

Wir trauern um einen der Gründerväter der BOSS GP-Serie.

Roger Cowman aus East Midlands nahe dem Donington Park Circuit war Teambesitzer, Reifenhändler und Rennfahrer der alten Schule. Er begann einst mit Clubsport, gründete anschließend sein eigenes Team und nahm damit erfolgreich an Rennen der Formel 3 und der Formel 3000 teil.

Als diese Rennautos plötzlich keine Plattform mehr hatten, gründete Cowman mit einigen Wegbegleitern und beharrlicher Überzeugung 1994 die internationale Rennserie BOSS Formula. Gegen den ursprünglichen Namen „British Open Single Seaters“ gab es vom Königlich-Britischen Automobilklub Widerspruch, denn die Worte „British“, „International“ und „Europa“ durften nur für FIA-genehmigte Meisterschaften verwendet werden.

Doch Roger Cowman ließ sich davon nicht beirren und nannte die Rennserie einfach „Big Open Single Seater“. 1997 holte er den Inhaber der Fluglinie „European“, den Australier und späteren Minardi-Teamchef Paul Stoddart, ins Team. Die Serie wurde daraufhin in EuroBOSS umbenannt. Da „European“ Stoddarts Firmen- und Teamname war, hatten die Motorsportbehörden gegen die Verwendung des Begriffs EuroBOSS keine Handhabe.

Als gegen Ende der 1990er-Jahre die Idee von Rennen mit Hubraum- und PS-starken Formelautos in den USA aufgenommen wurde, sandte Roger Cowman sein BOSS-Reglement in die USA. Er fungierte auch als Berater und gab viele hilfreiche Tipps. Seine Vision war, ein weltweit einheitliches Reglement für sämtliche BOSS-Serien auf allen Kontinenten. Als in den Staaten dann auch kleinere Formelautos in deren Serie mitfuhren, sprach sich Cowman klar dagegen aus: „Nur wenn wir alle dieselben Grundregeln haben, können wir die Werte der BOSS-Serie aufrechterhalten. Mit der BOSS-Formelserie bin ich immer einen eigenen Weg gegangen – so war es, so ist es und so soll es bleiben!“

Roger war auch ein begnadeter Restaurator historischer Rennwagen und ein ewiger Optimist. Anfang März starb er im Alter von 73 Jahren.

Die BOSS GP-Familie spricht den Angehörigen ihr herzliches Beileid aus und bemüht sich, den von Roger eingeschlagenen Weg von BOSS weiterzugehen.