Monat: April 2023

Premiere für BOSS GP Hypercar Demonstration

Im Rahmenprogramm des Bosch Hockenheim Historic präsentiert die BOSS GP Racing Series dem Publikum den brandneuen Aston Martin Valkyrie.

BOSS GP-Fahrer Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) wird am Sonntag, dem 7. Mai 2023, einige Demo-Runden im Aston Martin Valkyrie bestreiten. Die Besucher des Bosch Hockenheim Historic können die Hypercar-Premiere ab 9:35 Uhr mitverfolgen.

Die beeindruckenden technischen Daten des brandneuen Aston Martin Valkyrie lassen einen Rundenrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge möglich erscheinen: Der V12-Saugmotor von Cosworth in Kombination mit einem Elektromotor leistet über 1.100 PS. Die sieben Gänge des Doppelkupplungsgetriebes werden sequenziell eingelegt, das Leergewicht des Mittelmotor-Sportwagens liegt bei unter 1.400 Kilogramm.

Tickets für das historische Saisonhighlight inklusive den Rennen der BOSS GP Racing Series am Hockenheimring gibt es unter www.hockenheim-historic.de/info/tickets und an den Tageskassen zu erwerben.

Fotos: Aston Martin

Report: Rennen 2 Paul Ricard

Beim längeren Rennen am Ostersonntag konnten Ingo Gerstl, Antonio Pizzonia und Henry Clausnitzer einen zweiten Sieg nachlegen. Simone Colombo gelingt Revanche in der FORMULA-Klasse.

Vor Tausenden Zusehern und bei erneut bestem Frühlingswetter in Le Castellet führte Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 seinen Siegeszug fort. Weil Didier Sirgues (FRA, LRS Racing) Jaguar R2 heute nicht starten konnte, blieben Gerstl und Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) in der BOSS GP F1 Class unter sich. Gerstl ging es deshalb etwas entspannter an und überließ die schnellste Runde einem anderen Piloten. Mit 50 Punkten aus den ersten beiden Rennen stellt der Österreicher jedenfalls schon die Weichen für den nächsten Titel. Wer kann ihn in Hockenheim herausfordern?

Der Zweitplatzierte, Benetton-Fahrer Ulf Ehninger, war glücklich, dass er den ehemaligen Wagen von Jean Alesi gleich zweimal den Fans über die volle BOSS GP-F1-Distanz präsentieren konnte. Als nächstes folgt sein Heimspiel am Hockenheimring.

Ex-Formel-1-Pilot Antonio Pizzonia (BRA, HS Engineering) gab seinem World Series V8-Boliden auch heute die Sporen und holte sich mit 1:47.991 (Rundenschnitt 194,7 km/h) die schnellste Rundenzeit. Gegen Ende des Rennens brachte der OPEN-Fahrer seine Boxencrew noch einmal ordentlich ins Schwitzen, weil er den Vorsprung auf die FORMULA-Gruppe bis auf 0,8 Sekunden schmelzen ließ. Pizzonia wird die gesamte Saison für HS Engineering an den Start gehen.

Pizzonia führt die zweite Gruppe an, dahinter Faggionato, Colombo und Ghiotto

In der FORMULA-Klasse war heute der Tag von Simone Colombo (ITA, MM International). Nach einem turbulenten Duell mit Landsmann Marco Ghiotto (Scuderia Palladio) im ersten Saisonrennen, war die Reihenfolge dieses Mal schnell sortiert. Am Start versuchte Ghiotto gleich an Colombo vorbeizuziehen, dies gelang allerdings nicht und mit Fortdauer des Rennens vergrößerte sich der Vorsprung zwischenzeitlich auf rund fünf Sekunden. Schließlich überquerte Colombo die Ziellinie 2,5 Sekunden vor Marco Ghiotto und 24,7 Sekunden vor „Checco“ Malavasi (ITA, Scuderia Palladio). Malavasi wiederholte damit seinen Podestplatz von gestern.

Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) erkämpfte sich einen tollen vierten Rang. Lange Zeit war er in ein Duell mit David Moretti (FRA, Griffith‘s) verstrickt, der heute eine ausgezeichnete Vorstellung ablieferte. Bis zur letzten Runde war er auf Kurs Rang 4, ehe er sein Auto auf der Mistral-Geraden abstellen musste. Pech hatte Marc Faggionato (MCO) im GP2-Dallara von MM International: Nachdem der Monegasse beim Grand Prix de France Historique gestern in gleich drei Rennen angetreten war und in allen – inklusive der BOSS GP – den Sieg errang, musste er heute sowohl im Rennen zur Formel Ford als auch beim zweiten Lauf zur BOSS GP vorzeitig aufgeben. Faggionato blieb damit die Chance auf einen weiteren Doppelsieg nach Brünn 2018 verwehrt.

FORMULA-Rang 4 für Thomas Jackermeier (Dallara-GP2), dessen Toro Rosso STR3 am ersten Rennwochenende noch nicht startklar war

Rookie Henry Clausnitzer (GER) und sein Team WF Racing bejubelten eine weitere Zielankunft bei ihrem ersten BOSS GP-Rennwochenende. Belohnt wurde er mit weiteren 25 Punkten für den Klassensieg bei den Sechszylindern der SUPER LIGHTS.

Die nächste Gelegenheit für Teams und Fahrer in ihren Big Open Single Seater auf die Rennstrecke zu gehen, ist in vier Wochen (5.–7. Mai) in Baden-Württemberg. Traditionell geht dort die BOSS GP Racing Series beim Bosch Hockenheim Historic zu Ehren Jim Clarks an den Start.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Rennen 1 Paul Ricard

Der Formel-1-Ferrari F2008 des Anglo-Amerikaners Peter Mann führte das Feld der BOSS GP Racing Series in das erste Saisonrennen. Das war nur eines von zahlreichen Highlights beim Grand Prix de France Historique am Samstag.

Abermals behielten sowohl Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) als auch sein Toro Rosso STR1 Formel-1-Wagen einen „kühlen Kopf“. Der Rekord-Meister sicherte sich die Siegertrophäe beim ersten von 14 Saisonrennen 2023. Seinen Pokal bekam der Salzburger von den französischen Rennlegenden Jean Alesi, Rene Arnoux und Franck Montagny im stimmungsvollen Rahmen des Paddocks überreicht. Den Applaus der Fans genossen mit ihm auch Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) als Zweiter und Didier Sirgue (FRA, LRS Racing) als Dritter der BOSS GP F1 Class.

Beim Grid Walk vor dem Rennstart konnten die Fans den BOSS GP-Boliden ganz nahe sein

Antonio Pizzonia (BRA, HS Engineering) verteilte vor dem Start noch fleißig Autogramme, bevor er wenige Minuten später Rundenzeiten unter 1:50 Minute in den Kurs brannte. Schließlich setzte er zur Freude seines Teams im World-Series-Wagen eine beeindruckende Bestzeit von 1:47.092 – der Sieg in der OPEN-Klasse war nur noch Formsache. Es war der erste Sieg für Pizzonia in einem Formelwagen seit seinem Triumph in der AutoGP-Meisterschaft vor acht Jahren.

Brisant ging es in der FORMULA-Klasse zur Sache: Polesetter Marc Faggionato (MCO), erstmals in den Farben von MM International, blieb am Start zur Aufwärmrunde stehen und musste somit den fliegenden Rennstart als Letzter in Angriff nehmen. Doch schon nach wenigen Kurven war der Paul-Ricard-Spezialist wieder im Spitzenfeld angekommen. Dort kam es schon in der ersten Runde zur Fortsetzung des Duells zwischen Simone Colombo (ITA, MM International) und Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in ihren GP2-Dallaras. Nach einem Ausrutscher Colombos und einer anschließenden Kollision zwischen den beiden Italienern war das Rennen für Ghiotto vorbei, Colombo wiederum musste sich in seiner Box eine neue Fahrzeugnase abholen. All das half Faggionato dabei, den Zwischenfall am Vorstart vergessen zu lassen und in Richtung Sieg zu rasen. Der Monegasse holte sich heute seinen dritten BOSS GP-Sieg nach Brünn 2018. Ebenso für eine Aufholjagd belohnt wurde Colombo, der Rang 2 holte. Unbeeindruckt von den Duellen rund um ihn blieb „Checco“ Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) mit Rang 3 erfolgreich. Giancarlo Pedetti (ITA, Nannini Racing) als starker Vierter verpasste unglücklich knapp das Podium. Als Fünfter beendete Jean-Christophe Peyre (FRA, Zig-Zag) sein Heimspiel im einzigen AutoGP-Wagen.

Rene Arnoux (li.) mit den erfolgreichen BOSS GP-Piloten

Aufgrund der Zwischenfälle in der FORMULA-Klasse konnte auch SUPER LIGHTS-Pilot Henry Clausnitzer (GER, WF Racing) das Rennen in den Top-10 beenden und gleich bei seinem ersten BOSS GP-Rennen einen Klassensieg einfahren. Das zweite Rennen über 25 Minuten startet morgen um 15:15 Uhr Ortszeit und ist erneut mit ausführlichen Vorberichten im Livestream zu sehen.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Qualifying Paul Ricard

Die BOSS GP Racing Series legt los! Beim Grand Prix de France Historique brachte das erste Qualifying der neuen Saison bereits einige Überraschungen.

Am Karsamstag pilgerten bereits zahlreiche Zuschauer frühmorgens an den Circuit Paul Ricard, um den Tönen der Big Open Single Seater zu lauschen. Mit einem Rundenschnitt von über 200 km/h setzte Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) in seinem Toro Rosso STR1 die Bestzeit (1:40.923 min) im Qualifying am Vormittag. Der amtierende Champion der BOSS GP F1 Class führt das Feld damit heute Nachmittag (Start: 15:15 Uhr MESZ) in das erste Saisonrennen. Das Feld der Formel-1-Fahrzeuge vervollständigen Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) und Didier Sirgue (FRA, LRS Racing). Ehninger, der mit seinem Benetton B197 auch das offizielle Veranstaltungsplakat ziert, verbesserte seine Zeit im heutigen Qualifying abermals gegenüber gestern und hofft auf ein problemloses Rennen. Das wünscht sich auch Jaguar-Pilot Sirgue. Ein technisches Problem verhinderte seine Teilnahme am Qualifying, für das Rennen sei man aber bereit.

Einen ersten Fingerzeig setzte Ex-Formel-1-Rennfahrer Antonio Pizzonia. Der Brasilianer gibt an diesem Wochenende sein BOSS GP-Debüt für HS Engineering. Wie nahe kann der OPEN-Pilot mit seinem getunten World-Series-Boliden an die Formel-1-Autos heranrücken?

In der FORMULA-Klasse ging es wie zu erwarten schon im Zeittraining heiß her: Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio), Simone Colombo (ITA) und Marc Faggionato (MCO, beide MM International) wechselten sich mehrmals an der Spitze ab. Im letzten Versuch gelang zunächst Colombo eine Zeitenverbesserung, Ghiotto konnte nicht mehr nachlegen, während Faggionato noch eins drauflegte und nicht einmal sieben Hundertstelsekunden schneller als Colombo die 5,8 Kilometer lange Strecke umrundete. In der Analyse fand Colombo schnell die fehlende Zeit – ein Verbremser auf seiner schnellsten Runde war zu viel des Guten.

Klassen-„Pole“ für den Monegassen Marc Faggionato

In Q2, der zweiten Gruppe aus den kumulierten Freitagstrainings, war Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) alias „Checco“ klar Schnellster. Es wird spannend zu sehen sein, ob „Checco“ den „großen Drei“ Faggionato, Colombo und seinem Teamchef Ghiotto in den Rennen folgen kann. Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) qualifizierte sich als Fünfter der FORMULA-Klasse. Weil sein Toro Rosso STR3 noch nicht startklar ist, musste er kurzfristig auf den GP2-Boliden umsteigen. Auf Klassenrang 6 folgt der Franzose David Moretti (Griffith’s), vor seinem Landsmann Jean-Christophe Peyre (Zig-Zag) im einzigen AutoGP-Wagen.

BOSS GP-Debüt für Henry Clausnitzer

Die Poleposition in der SUPER LIGHTS-Kategorie geht an BOSS GP-Neueinsteiger Henry Clausnitzer (GER, WF Racing) im V6-Boliden.

Beide Rennen starten heute Samstag und morgen Sonntag jeweils um 15:15 Uhr. Zuvor gibt es noch einen VIP Grid Walk und eine Autogrammstunde mit französischen Rennlegenden und dem BOSS GP-Star Antonio Pizzonia.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Vorschau: Le Castellet

Die BOSS GP Racing Series ist die Attraktion beim Kennol Grand Prix de France Historique von 7. bis 9. April 2023 am Circuit Paul Ricard. Formel-1-Autos und ein ehemaliger F1-Pilot bereichern das Programm zum Saisonauftakt.

Legendäre Autos und Fahrer versammeln sich zu Ostern an der Côte d’Azur, um Rennen zu fahren und über die „gute, alte Zeit“ zu erzählen. Zusammen mit Tausenden Zuschauern feiern sie den Rennsport verschiedener Epochen, darunter auch die modernen Monposto-Boliden der letzten 25 Jahre aus der BOSS GP Racing Series. Jene Rennserie, die Autos von ungeheurem materiellen und emotionalem Wert versammelt, und sie den Zuschauern in Action präsentiert. All das geschieht beim Saisonstart in Le Castellet vor den Augen zahlreicher französischer Rennlegenden. Angekündigt haben sich Rene Arnoux, Yannick Dalmas, Jean-Pierre Jarier, Eric Helary, Gerard Larrousse, Franck Montagny und Jean Alesi. Letzterer wird beim BOSS GP-„Grid Walk“ auf seinen Rennwagen aus dem Jahr 1997, den Benetton B197 des Deutschen Ulf Ehninger (ESBA Racing), treffen.

Nennungen

Aufgeteilt auf vier Klassen (BOSS GP F1, OPEN, FORMULA, SUPER LIGHTS) begeben sich 20 Piloten und ihre Teams zum Saisonauftakt nach Le Castellet. Dort geht es um die ersten Meisterschaftspunkte und Trophäen. Darunter Titelverteidiger Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1, sein Teamkollege Thomas Jackermeier (GER) im STR3 und der Franzose Didier Sirgue (LRS Racing) im Jaguar R2. Auch ein Dutzend GP2-Boliden (heute Formel 2) und AutoGP-Wagen versuchen die berühmt-berüchtigte Signes-Kurve am Ende der Mistral-Geraden schnellstmöglich zu bezwingen. Alle Augen werden Freitagmittag aber auf das Sensations-Comeback von Ex-Formel-1-Fahrer Antonio Pizzonia (BRA) gerichtet sein. Mit der Verpflichtung des ehemaligen Jaguar- und Williams-Piloten ist dem österreichischen Team HS Engineering ein Coup geglückt: „Es ist fast acht Jahre her, dass ich das letzte Mal einen Einsitzer gefahren bin, als ich mit Zele-Racing in der AutoGP gefahren bin, und ich kann es kaum erwarten, wieder das Gefühl zu haben, ein Formelauto ans Limit zu bringen“, sagt Pizzonia vor dem Saisonstart. Der Brasilianer wird den modifizierten World-Series-Wagen mit V8-Motor von Gibson die ganze Saison über in der OPEN-Klasse steuern.

Zeitplan

Für die BOSS GP Racing Series stehen Freitag zwei Trainings, Samstag das Qualifying und ein Rennen sowie Sonntag ein weiteres Rennen am Programm. Die Rennen starten jeweils nach dem VIP Grid Walk um 15:15 Uhr. Die Renndauer am Samstag (20 Minuten) unterscheidet sich von jener am Sonntag (25 Minuten) – Punkte werden für beide Rennen allerdings gleich viele vergeben. Doch neben den Punkten und Pokalen steht vor allem der Spaß, das Adrenalin und die Begeisterung der Piloten und der Fans im Vordergrund dieses Spektakels.

Freitag, 7. April
12:20–12:45     Freies Training 1
16:10–16:35     Freies Training 2

Samstag, 8. April
09:35–10:05     Qualifying (geteilt in zwei Gruppen)
15:15–15:35     Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 9. April
15:15–15:40     Rennen 2 (25 Minuten)

alle Zeiten MESZ

Tickets und Livestream

Eintrittskarten können online oder an der Tageskasse erworben werden. Der Fahrerlager-Zutritt ist im Ticket inkludiert, in den Mittagspausen Samstag und Sonntag ist die Boxengasse für einen „Pit Walk“ geöffnet. Im Rahmenprogramm gibt es u.a. eine Formel-1-Ausstellung und zwei Konzerte der AC/DC-Coverband „Rock to Hell“. Wer nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit, einen Großteil des Programms über den Livestream zu verfolgen..

Rahmenprogramm

Auf der bis vor kurzem noch von der Formel 1 genutzten Rennstrecke werden neben der BOSS GP Racing Series weitere legendäre Rennwagen zu sehen sein. Darunter Formel-1- und Formel-2-Rennwagen der 70er- und 80er-Jahre. Dazu gesellen sich der FIA Historic Formel-3-Europacup, die Formel Ford mit Autos vor 1993, die Lotus-Trophy und Langstrecken-Renner. Letztere nehmen Samstagabend ein 6-Stunden-Rennen in Angriff.

Fotos: Jean-Marie Biadatti/HVM