Report: Qualifying Hockenheim
April 21, 2018

Wenig überraschend holt der Österreicher Ingo Gerstl die Pole Position. De Plano und Schnitzenbaumer in der FORMULA nur zwei Hundertstelsekunden getrennt.

OPEN:
Nur mehr zwei der vier eingeschriebenen Autos konnten heute Samstag ins Qualifying starten: Ingo Gerstl im Toro Rosso und Phil Stratford im Benetton, den die Techniker über Nacht zum Laufen brachten. Bernd Herndlhofer und Wolfgang Jaksch mussten schon gestern ihre Autos einpacken.

Mit 1:25.2 min verbesserte Stratford seine Zeiten im Vergleich zum Vortag merklich, gegen den zehn Jahre jüngeren STR1-Cosworth von Gerstl ist natürlich kein Kraut gewachsen. Das Ziel, unter 1:20 min zu fahren, gelang dem Österreicher mit 1:19.664 min.

 

Da hat sich das Schrauben bezahlt gemacht: am Benetton von Phil Stratford

Da hat sich das Schrauben bezahlt gemacht: am Benetton von Phil Stratford

FORMULA:
Hier spielt die Musik, vor allem in Sachen Spannung fürs Rennen: Die schnellsten Zeiten setzten die Piloten in Qualifying 1, das den fünf schnellsten Piloten des Vortages vorbehalten ist. Florian Schnitzenbaumer im Dallara-GP2 von Top Speed führte bis kurz vor Schluss der nur achtminütigen Einheit. Salvatore de Plano, der gestern im ersten Freien Training die Bestzeit setzte, schlug in der vorletzten Runde zu, und verbesserte seine Zeit von 1:29 auf 1:27.9 min. Nur zwei Hundertstelsekunden trennten die beiden FORMULA-Piloten. De Plano ärgerte sich über einen Fehler in der ersten fliegenden Runde, ein Verbremser, der ihm fast die Pole kostete. Schnitzenbaumer rechnet mit einem engen Rennen zwischen den beiden schnellsten GP2-Piloten.

Schon mit Abstand, aber dennoch schwer zufrieden, liegt Armando Mangini (MM International) auf dem dritten Platz der FORMULA-Klasse. Der Italiener konnte, auf der von ihm ungeliebten Bahn in Hockenheim, eine gute Startposition für das erste Rennen heute Nachmittag einfahren.

Die zweite Qualifying-Gruppe wurde von Unterbrechungen gestört. Martin Kindler blieb in er Mercedes-Arena liegen, eine Radmutter hatte sich gelöst – das Auto wurde abgeschleppt.

Kurz nach der Freigabe kollidierten Manfred Loach und Andreas Fiedler in der Aufwärmrunde, der verständlicherweise böse in die Top-Speed-Box lief. Loach beschädigte sich seinen Frontflügel und musste ebenfalls sein Auto am Streckenrand parken, damit startet der flotte Österreicher nur von 13 beim BOSS-GP-Debüt; Fiedler muss von 16 wegfahren. Besser machte ihren Job Bianca Steiner (Top Speed), sie tastete sich Sekunde für Sekunde ans FORMULA-Vorderfeld an, hinter de Plano, Schnitzenbaumer und Mangini ist sie Vierte bei den FORMULA-Fahrern.

Bester Nicht-GP2 bei den FORMULA-Fahrzeugen wurde Karl-Heinz Becker, der seinen roten Worldseries-Boliden direkt vorm Quali startklar bekam und später als Zehnter losfahren wird.

 

Rennstart ist heute Samstag, um 17:00 Uhr.

Rennen 2 startet Sonntag, um 13:20 Uhr.

 

 

Right before they collide: Manfred Loach in front of Andreas Fiedler

Kurz vor der Kollision: Manfred Loach vor Andreas Fiedler