Gerstl und von Grünigen rasen auf Pole
September 10, 2016

bossgp_brno_fp2-17Ein atemberaubendes Qualifying auf dem Automotodrom Brno ist vorbei und die Entscheidung um die Pole Position ist gefallen. Christof von Grünigen sicherte sich in der FORMULA Klasse die Bestzeit, während Ingo Gerstl mit einer Traumrunde zur Pole in der OPEN Klasse flog

Als es drauf ankam, war Christof von Grünigen da! Nachdem der Schweizer vom Zele Racing Team in den freien Trainings noch zurückhalten unterwegs war, brannte er im Qualifying die Topzeit in den Asphalt. „Wir haben bis spät in die Nacht Daten ausgewertet, ein bisschen am Auto gespielt und das hat den Ausschlag gegeben. Der Sieg ist drin“, so ein glücklicher von Grünigen.

Verfolger Chris Höher haderte hingegen. „Ich bin mit mir und meiner Leistung nicht ganz zufrieden. Das Auto lief top, großer Dank ans Team. Dann muss ich es halt im Rennen machen.“ Platz 3 ging an Luis Michael Dorrbecker, der im freien Training noch von der Spitze grüßte. Der Torino Squadra Corse Pilot konnte aufgrund einer Panne seiner Boxencrew nicht voll angreifen: „Wir hatten gebrauchte Reifen unter den Heizdecken. Bis wir das entdeckt hatten, mussten wir schon raus. Daher konnten wir die neuen Reifen nicht auf Temperatur bringen, was uns eine halbe Sekunde gekostet hat.“

Die Top-5 komplettieren Salvatore de Plano und Florian Schnitzenbaumer, der eine starke Leistung zeigte.

In der OPEN Klasse sorgte Polesetter Ingo Gerstl mit einer Traumrunde für einen neuen (inoffiziellen) Streckenrekord. Der Österreicher vom Top Speed Team umrundete das Automotodrom Brno in 1:36;932 Minuten und war damit um drei Sekunden schneller als der bisherige Streckenrekord, den auch Gerstl hielt.

Dahinter folgten Landsmann Peter Milavec vor VES Racing Pilot Frits van Eerd. Platz vier ging an Comebacker Wolfgang Jordan von H&A Racing, der noch Hans Laub und die Truppe von Speed Center-Castrol verdrängte.

bossgp_brno_fp2-44Stark verbessert präsentierte sich auch Christian Eicke aus der Schweiz: „Ich bin sehr zufrieden mit dieser Session. Ich fühle mich wohler im Auto und war acht Sekunden schneller im Vergleich zu gestern. Das ist super!“

Nicht so rund lief es bei Wolfgang Jaksch: „Das waren heute meine ersten Runden mit diesem Auto. Es liegt super und fühlt sich gut an, aber die Session verlief nicht reibungslos. Ich habe eine Warnmeldung aufs Display bekommen, dass die Temperatur zu hoch sei. Wir konnten es noch nicht überprüfen. Entweder spinnt der Sensor, oder die Temperatur steigt wirklich so hoch an. Wir sollten das Problem aber bis zum Rennen beseitigen.“