Kategorie: Allgemein

Report: 1. Freies Training Spielberg

Ingo Gerstl sets a new BOSS GP record, even with traffic during his fastest laps

Ingo Gerstl setzte im ersten freien Training am Red Bull Ring einen neuen BOSS-GP-Rundenrekord: In 1:11.292 min umrundete der Salzburger die 4,2-Kilometer-lange Berg-und-Talbahn. Schnellster FORMULA-Pilot war Johann Ledermair. Bei seiner ersten Ausfahrt im GP2 war GT-Spezialist Reinhard Kofler (Top Speed) vorne mit dabei.

Bei 18 Grad Außentemperatur und Sonnenschein wurde die erste offizielle Session um 9:30 Uhr freigegeben. Bereits nach zwei Minuten stand der ersten Wagen im Aus: Armando Mangini (MM International) drehte sich bei der Ausfahrt aus der Boxengasse. Der Italiener verlor beim Reifenaufwärmen die Kontrolle über seinen Dallara-GP2. Er schlug aber nirgendwo ein, die Sicherheitsstaffel brachte den Wagen zurück an die Box, Mangini konnte die Trainingssession anschließend fortsetzen.

Johann Ledermair setzte die schnellste Zeit bei den FORMULA-Fahrzeugen

 

Nach dem Restart herrschte reger Betrieb auf der Strecke, alle 12 Fahrer begaben sich auf die Strecke. Das hielt Ingo Gerstl im Toro Rosso nicht davon ab, sich von 1:15 min in seiner ersten schnellen Runde bis auf 1:11.2 min zu verbessern – das ist neuer BOSS-GP-Rundenrekord.

Die Top-Speed-Teamkollegen Florian Schnitzenbaumer und Bianca Steiner versuchten einige Runden gemeinsam zu fahren. Zehn Minuten vor dem Ende der Session blockierte Schnitzenbaumer beim Anbremsen zur zweiten Kurve die Hinterräder. Sein Fahrzeug wurde nach dem Dreher hinter die Leitschienen geschoben.

Reinhard Kofler

Reinhard Kofler war beim Debüt auf Anhieb schnell


Reinhard Kofler
, ehemaliger Kart-Europameister und Formel-Renault-Rennfahrer, gibt kurz entschlossen sein Debüt im BWT-Auto von Top Speed. Der derzeitige KTM-Werksfahrer in der GT4 European Series gab bereits in seinen allerersten Runden im 600-PS-starken GP2-Auto eine Talentprobe ab: Mit 1:19.8 lag er nur 1,3 Sekunden hinter Johann Ledermair (Ledermair Motorsport) auf Platz 2 der FORMULA-Wertung. Für die Rennen können wir einen Fünfkampf zwischen Ledermair, Schnitzenbaumer, Fiedler, Kofler und Mangini erwarten.

Ein weiterer Top-Speed-Fahrer, Thomas Jakoubek, fehlte im 1. Freien Training, er wird erst später ins Auto steigen.

In der Auslaufrunde stoppte Peter Göllner (Speed Center) seinen Dallara GP2. Sein Fahrzeug ist zur Reparatur mittlerweile zurück in der Box.

Zurück im neuen Zuhause: BOSS GP in Spielberg

Das Wahrzeichen des Red Bull Ring: der Bulle

Die Traditionsveranstaltung Leeb Rundstreckentrophy ist nach einjähriger Pause zurück im Rennkalender der Big Open Single Seater.

Zweite Station: Mammutprogramm
Im Vorjahr musste die BOSS GP das beliebte Rennen in Spielberg aussetzen. Aufgrund des einmaligen Gastspiels beim Jumbo Race Festival in Zandvoort trat die BOSS GP nicht auf der Grand-Prix-Strecke am Red Bull Ring an. Das Rennen in den Niederlanden war genau am selben Termin angesetzt wie das Stammrennen der Serie in Österreich. Da man 2018 nur einmal in den Niederlanden antreten wird, und zwar von 17. bis. 19. August in Assen, steht einem Heimrennen für die in Österreich angemeldete Rennserie diesmal nichts im Wege.

Die BOSS GP ist der Hauptprogrammpunkt, der von Gerhard Leeb organisierten Rundstreckentrophy. Die österreichischen Rennfans haben an diesem Wochenende das einzige Mal die Gelegenheit, Formel-1-Autos aus der Zehnzylinder-Ära in Rennaction zu sehen. Durch den Wegfall des Truck Grand Prix ist die Rundstreckentrophy in diesem Jahr zudem die erste Großveranstaltung am Red Bull Ring. Neben der schnellsten Rennserie Europas starten der GT4 Central European Cup, die GT-, Tourenwagen- und Formelrennen der FIA-Zentraleuropazone, der Škoda Octavia Cup, der Kia Platinum Cup und die DMV Sportwagen-Serie.

Ingo Gerstl (Toro Rosso STR1) und Klaas Zwart (Jaguar R5)

Ein episches Duell lieferten sich Ingo Gerstl (vorne) und Klaas Zwart (hinten) beim letzten Auftritt der BOSS GP in Spielberg 2016


Red Bull Ring: ein Naturschauspiel
Hermann Tilke, der weltweit renommierteste Streckenarchitekt, hat sich der Gestaltung des neuen Red Bull Ring angenommen. Entstanden ist eine Rennstrecke wie ein Erlebnispark, die von der FIA mit dem höchsten Standard, als „Grade A“, homologiert wurde. Die Länge von 4,318 km entspricht der Grand-Prix-Streckenführung von 1996 bis 2003. Seit 2011 ist die Strecke, rund 75 Kilometer nordwestlich von Graz, wieder geöffnet, seit 2014 gastiert die Formel-1-Weltmeisterschaft wieder in Spielberg, seit 2016 der Motorrad-Grand-Prix. Eine Besonderheit der Rennstrecke sind die Höhenunterschiede (maximale Steigung 12 %, maximales Gefälle 9,3 %) und die prachtvolle Einbettung in die Alpen-Landschaft.

Teilnehmer: BOSS GP
Ein Hubraumlimit für die Motoren gibt es in der OPEN-Klasse nicht – „anything goes – alles geht“ ist hier die Devise. Vier Formel-1-Fahrer hatten sich angekündigt, zwei treten den Weg nach Spielberg an: Ingo Gerstl, BOSS-GP-Meister und Gewinner der letzten beiden Rennen in Spielberg 2016, und der US-Amerikaner Phil Stratford im Berger-Benetton aus dem Jahr 1997.

Start-Nr.
Name Team Nat. Auto
1 Ingo Gerstl Top Speed AUT Toro Rosso STR1
7 Phil Stratford Penn Elcom Racing USA Benetton B197

 

Johann Ledermair gibt Autogramme

Mit Johann Ledermair kommt in Spielberg ein Ex-Champion zurück

 

12 Starter und eine Starterin sind in der kleineren FORMULA-Klasse gemeldet, darunter der Gewinner der ersten beiden Rennen in Hockenheim: Florian Schnitzenbaumer. Kurzfristig vom Arrows-Formel-1 auf einen GP2 umgestiegen ist Bernd Herndlhofer, der anstatt der Tschechin Veronika Cicha fährt, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Wolfgang Jaksch ab dem nächsten Rennen wieder dabei ist. Nach seinem Unfall im ersten Rennen in Hockenheim befindet sich Salvatore de Plano auf dem Weg der Besserung, die zwei Rennen in Spielberg lässt der Italiener aber aus. Sein Comeback gibt Johann Ledermair aus Tirol, der 2012 und 2015 den Titel in der zweiten Klasse holte.

Start-Nr. Name Team Nat. Auto
100 Thomas Jakoubek Top Speed AUT Dallara GP2
101 Peter Göllner Speed Center SUI Dallara GP2
110 Bianca Steiner Top Speed AUT Dallara GP2
121 TBA Top Speed Dallara GP2
221 Bernd Herndlhofer H&A Racing AUT Dallara GP2
321 Andreas Fiedler Fiedler Racing DEU Dallara GP2
323 Armando Mangini MM International ITA Dallara GP2
411 Karl-Heinz Becker Becker Motorsport DEU Dallara WSbR
444 Johann Ledermair Ledermair Motorsport AUT Dallara GP2
505 Walter Steding Inter Europol Competition DEU Dallara GP2
555 Christian Eicke Speed Center DEU Dallara GP2
565 Hans Laub Speed Center DEU Dallara GP2
888 Florian Schnitzenbaumer Speed Center SUI Dallara GP2


Zeitplan: BOSS GP bei der Leeb Rundstreckentrophy
Am Donnerstag gibt es bereits Testfahrten am Ring, die Veranstaltung selbst beginnt am Freitag, ab 8 Uhr. Bis 19 Uhr gibt es sowohl Freitag als auch Samstag jede Menge Rennaction, am Sonntag ist um 16 Uhr Schluss.

Freitag, 18. Mai 2018

9:30 Uhr–9:55 Uhr: Freies Training 1
18:00 Uhr–18:25 Uhr: Freies Training 2

Samstag, 19. Mai 2018

9:40 Uhr–10:10 Uhr: Qualifying
15:05 Uhr–15:40 Uhr: Rennen 1

Sonntag, 20. Mai 2018

10:40 Uhr–11:15 Uhr: Rennen 2

Auf der Startaufstellung

Die Wettervorhersage fürs Wochenende ist gemischt: Sonne und Regen sollen sich abwechseln


Freier Eintritt und offenes Fahrerlager

Freunde des Formel- und Tourenwagensportes kommen bei der Leeb Rundstreckentrophy sicher auf ihre Rechnung: An allen drei Tagen gibt es freien Eintritt, inkludiert ist dabei der Besuch des Fahrerlagers. Die Fahrzeuge der BOSS GP befinden sich in den Garagen mit den Nummern 12 bis 20, seine Zelte im Fahrerlager hat Andreas Fiedler (Dallara-GP2) aufgeschlagen – auf Höhe Box-Nummer 18.

Report: 2. Rennen Hockenheim

Man of the Race: Andreas Fiedler

Bei knapp 30 Grad Celsius gab’s heiße Duelle am Hockenheimring: Gerstl gewinnt souverän die OPEN-Klasse, Schnitzenbaumer in der FORMEL.

Die Chronologie des Rennens:

Vorstart: 13 Fahrer und zwei Fahrerinnen gingen ins zweite Rennen des Wochenendes, das sowohl den Fahrern als auch den Pirelli-Reifen alles abverlangte. Der Österreicher Thomas Jakoubek (Top Speed) verzichtete wie schon gestern auf einen Start. Salvatore de Plano musste nach seinem Crash gestern über Nacht noch im Krankenhaus bleiben. Der Italiener hatte sich am Rücken verletzt, ist aber auf dem Weg der Besserung. Bernd Herndlhofer (H&A) und Wolfgang Jaksch (F Xtreme Racing Team) waren schon vor dem Qualifying ausgeschieden, daher blieben nur zwei Starter in der stärksten Klasse übrig.

Start: Vom Start weg gab Ingo Gerstl das Tempo vor. 1:25.5 min zu Beginn des Rennens zeigte, für Phil Stratford im Benetton ist hier nichts zu holen. Gerstl sagte nach dem Rennen: „Ich wollte am Anfang zeigen, was geht.“ Im Sechs-Sekunden-Bereich blieben die beiden das ganze Rennen über, am Ende ging Gerstl mit drei Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Stratford war froh über Gerstls Tempo: „Ich freue mich, dass ich hinterherkomme und die Luftverwirbelungen, die Aerodynamik spüre, wenn ich so dicht an Ingos Toro Rosso heranfahren kann.“

Runde 1: John Reaks musste beim Anbremsen über die Wiese, der Brite konnte aber weiterfahren – vier Runden Rückstand reißt der World-Series-Fahrer am Ende auf.

Florian Schnitzenbaumer (Top Speed), gestern Sieger der FORMULA, hatte heute deutlich weniger zu schwitzen. Sein ebenbürtiger Gegner de Plano fehlte, daher bestimmte der Deutsche das Tempo in der kleineren Klasse. Armando Mangini konnte die Pace zeitweise mitgehen, 1:21er-Zeiten fahren – die Konstanz des Deutschen hatte der Italiener nicht, auch wenn Schnitzenbaumers Schulter schmerzte: „Eine Operation machte sich zu Mitte des Rennens bemerkbar.“

Manfred Loach wollte heute durchkommen, nachdem er gestern wegen erhöhter Öltemperatur frühzeitig ausschied. Nach einem schlechten Start kämpfte sich der Österreicher Platz für Platz nach vor.

Runde 2: „Piter“ im weißen Dallara aus der World Series hatte mit denselben Schwierigkeiten wie gestern zu kämpfen. Zweimal blieb er nach der langsamsten Stelle des Kurses, beim Rausbeschleunigen aus der Spitzkehre, stehen – zweimal konnte er weiterfahren. Nach vier Runden beendete er aber sein Rennen.

Mann des Rennens war der Deutsche Andreas Fiedler im GP2. Von Rang 10 gestartet, war er in der zehnten Runde an der bis dahin drittenplatzierten FORMULA-Fahrerin, Bianca Steiner, vorbeigegangen, die wie schon gestern auf Podestkurs lag. Ein Eigenfehler führte im ersten Rennen zu einem Dreher, heute kam sie fehlerfrei durch und auf Rang 4 in der FORMULA. „Wir hatten zu viel Luftdruck. Ende des Rennens kam ich wieder ran, da hatte Andreas Probleme. Eine Runde hätte ich noch gebraucht.“ Fiedler erreichte so sein erstes Podest. Der Deutsche im GP2 wurde hinter Schnitzenbaumer und Mangini Dritter FORMULA-Fahrer.

Runde 6: Veronika Cicha blieb im vierten Gang hängen, auf der Anfahrt zur Haarnadel mit knapp 200. Die Tschechin konnte noch abbremsen und einen schweren Unfall verhindern. Mit der Fahrzeugnase touchierte sie die Reifenstapel, blieb aber unverletzt.

Runde 7: Nur wenig später stellte Peter Göllner sein Auto in Kurve 2-3 ab. Die Streckenposten arbeiteten zügig, so konnte das Safety-Car heute in der Box bleiben.

Letzte Runde: Loach setzt im Fight um Rang 8 zum Angriff auf Walter Steding (Inter Europol Competition) und dreht sich. Der letzte Ausfall des Rennens. Karl-Heinz Becker wird Siebenter, der knapp 75-Jährige holte damit ein sensationelles Ergebnis.

Das Endergebnis lautet wie folgt:

OPEN

  1. Gerstl
  2. Stratford

FORMULA

  1. Schnitzenbaumer
  2. Mangini
  3. Fiedler
  4. Steiner
  5. Becker
  6. Steding
  7. Eicke
  8. Kindler
  9. Loach
  10. Reaks

Race Guide Hockenheim

Immer Bescheid wissen, was läuft: Mit der BOSS GP beim Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival

Trainings-, Qualifying- und Rennergebnisse

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Detailergebnisse mit Sektoranalyse und Startaufstellungen

Zur BOSS-GP-Gesamtwertung

Zum Livetiming

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Hockenheim Historic 2018

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Zeitplan BOSS GP

Freitag, 20. April 2018

10:00 Uhr–10:25 Uhr: Freies Training 1
16:15 Uhr–16:40 Uhr: Freies Training 2

Samstag, 21. April 2018

10:35 Uhr–11:05 Uhr: Qualifying
17:00 Uhr–17:20 Uhr: Rennen 1

Sonntag, 22. April 2018

13:20 Uhr–13:40 Uhr: Rennen 2

BOSS GP bei der Formel 1

Ingo Gerstl in his STR1-F1 car in front of a packed crowd

Die Sensation ist perfekt: BOSS GP fährt mit der Formel 1 beim Grand Prix von Deutschland – von 20. bis 22. Juli 2018 am Hockenheimring.

Gute Nachrichten für alle Formel-1-Fans
Die BOSS GP ergänzt das Programm des Großen Preises von Deutschland in diesem Sommer. Damit fährt Europas schnellste Rennserie zum ersten Mal im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft, die 2018 nach einem Jahr Pause ihr Comeback in Deutschland feiert.

Der kernige Achtzylinder-Sound der GP2-Boliden, die nicht minder aufregend klingenden Aggregate der World Series by Renault, die infernalisch-lauten 12-Zylinder Superleague-Formula-Triebwerke und natürlich die atemberaubenden und unvergleichlich hochdrehenden Zehnzylinder-Triebwerke der Formel 1 „schreien“ in der BOSS GP im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam um die Wette. Alle zusammen bieten sie actiongeladenen, schnellen und stimmgewaltigen Motorsport vom Feinsten, welcher in dieser Form im globalen Motorsportuniversum seinesgleichen sucht.

Weitere Programmpunkte am Grand-Prix-Wochenende am Hockenheimring sind neben der Formel 1 und BOSS GP Europas schnellster Markenpokal, der Porsche Mobil 1 Supercup, und die Nachwuchs-Kaderschmiede ADAC Formel 4.

Formel-1-Autos, wie etwa jener Benetton aus dem Jahr 1997, fahren in der BOSS GP um die Wette.

Formel-1-Autos, wie etwa jener Benetton aus dem Jahr 1997, werden in der BOSS GP rennmäßig bewegt.


Jetzt Tickets holen
Im Online-Ticketshop unter www.hockenheimring.de oder über die Tickethotline der Hockenheim-Ring GmbH unter +49 6205 950 222 können Tickets platzgenau gebucht werden. Übrigens haben Kinder bis einschließlich 6 Jahren freien Eintritt (ohne Sitzplatzanspruch), Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zahlen auf jedem Platz, mit Ausnahme Südtribüne Oberrang, nur 45 Euro (Sonntag) bzw. 50 Euro (Wochenende).

Alle Renntermine der BOSS GP 2018:

  • 20.–22. April Hockenheim (DEU)
  • 18.–20. Mai Spielberg (AUT)
  • 29. Juni–1. Juli Monza (ITA)
  • 20.–22. Juli Hockenheim (DEU)
  • 17.–19. August Assen (NED)
  • 7.–9. September Brünn (CZE)
  • 12.–14. Oktober Le Castellet (FRA)
Die Sehnsucht der Fans nach Rennautos mit Speed und Sound ist groß, etwa beim BOSS-GP-Rennen in Assen

Die Sehnsucht der Fans nach Rennautos mit Speed und Sound ist groß, etwa beim BOSS-GP-Rennen in Assen; Ingo Gerstl im Toro Rosso (l.), Klaas Zwaart im Jaguar (r.)

Report: 1. Rennen Hockenheim

f.l. Team member of Salvatore de Plano, Florian Schnitzenbaumer, Armando Mangini

Fad war dieses Rennen nicht, vielleicht sogar ein bisschen zu spektakulär: Ingo Gerstl gewinnt wie erwartet die offene Klasse, Florian Schnitzenbaumer wird trotz Unfall erster FORMULA-Fahrer.

Die Chronologie des Rennens:

Vorstart: Unterbrechungen im Laufe des langen Tages beim Hockenheim Historic, führen zu einem verspäteten Rennstart der BOSS GP.

Um kurz nach 17:30 Uhr – mehr als eine halbe Stunde später als geplant – der Start zum ersten Rennen des Wochenendes: Das Pirelli-Safety-Car führte das Feld zum fliegenden Start. Thomas Jakoubek fehlte, der Österreicher hatte im Qualifying ein Bremsproblem, er verzichtete auf einen Start im ersten Rennen des Wochenendes.

Florian Schnitzenbaumer (Startposition 2 in der FORMULA hinter Salvatore de Plano) kam erst einmal nicht weg, er konnte sich aber noch rechtzeitig vor dem fliegenden Start wieder in seiner Position einreihen.

Manfred Loach musste seinen Dallara-GP2 nach nur wenigen hundert Metern abstellen, nach einem Unfall im Qualifying („Ein Bock von mir“) wäre er nur von 13 gestartet – auch sein Platz blieb beim Rennstart leer, die Öltemperatur beim Top-Speed-Auto war zu hoch.

Durch die ersten Kurven kamen alle problemlos, vorne setzten sich Ingo Gerstl (Top Speed) und Phil Stratford (Penn Elcom Racing) ab.

Schnitzenbaumer überholte de Plano, dieser konterte, in der Mercedes-Kurve zog der Deutsche dann aber endgültig vorbei.

Peter Göllner (Speed Center) drehte sich in der Anfangsphase ausgangs Kurve 1, der Schweizer konnte aber weiterfahren.

Von Startplatz 16 machte Andreas Fiedler (Fiedler Racing) im giftgrünen GP2 richtig Meter, nach drei Runden war er schon Siebenter, hinter Debütantin Bianca Steiner.

Nur wenig später drehte sich Steiner an derselben Stelle wie Fiedler, auch sie konnte ganz am Ende des Feldes die Fahrt wieder aufnehmen.

Die Führenden Gerstl und Stratford fuhren im ersten Drittel des Rennens dieselben Rundenzeiten. Gerstl kündigte schon nach dem Qualifying an, „etwas langsamer zu machen“.

Runde 4: Zwei Autos stehen, „Piter“ und Karl-Heinz Becker, unabhängig voneinander in der Spitzkehre. „Piter“ nach einem Dreher; Becker wegen technischen Gebrechens. „Piter“ konnte weiterfahren, Becker musste beim Heimspiel abstellen – die Konsequenz: Safety-Car

Veronika Cicha war zur Rennhalbzeit schon auf Platz 8 nach vor gefahren. Die tschechische GP2-Pilotin startete von 14.

Start frei für die neue Saison der BOSS GP

Start frei für die neue Saison der BOSS GP

 

Restart in Runde 6: Gerstl-Stratford, Schnitzenbaumer-de Plano und Mangini-Fiedler sind die Kampfgrüppchen an der Spitze.

Drei Minuten vor dem Ende dann zwei verunfallte Rennautos: In der Mercedes-Kurve steht de Planos Auto ramponiert auf der Bahn – das linke Vorderrad ist eingeknickt. Der Pole-Mann wird vom Krankenteam versorgt und ins Medical Center gebracht. Nach neuesten Meldungen ist er o.k.

De Plano war zuvor mit Florian Schnitzenbaumer im Kampf um Klassenrang 1 kollidiert. De Plano versuchte in der Anbremsphase außen an Schnitzenbaumers Dallara-GP2 vorbeizuziehen, dabei berührten sich die Räder. De Plano sprang über das rechte Hinterrad von Schnitzenbaumer und kam danach ohne Einschlag zum Stehen.

Andreas Fiedler drehte sich Eingangs Motodrom ins Kiesbett, auch er blieb stecken.

Abbruch, kein Restart. Gewertet wird das Ergebnis eine Runde vor der Roten Flagge, volle Punkte werden vergeben.

Das Endergebnis lautet wie folgt:

OPEN:

  1. Gerstl
  2. Stratford

FORMULA

  1. Schnitzenbaumer
  2. de Plano
  3. Mangini
  4. Fiedler
  5. Cicha
  6. Steding
  7. Eicke
  8. Steiner
  9. Göllner
  10. Kindler

Report: Qualifying Hockenheim

Wenig überraschend holt der Österreicher Ingo Gerstl die Pole Position. De Plano und Schnitzenbaumer in der FORMULA nur zwei Hundertstelsekunden getrennt.

OPEN:
Nur mehr zwei der vier eingeschriebenen Autos konnten heute Samstag ins Qualifying starten: Ingo Gerstl im Toro Rosso und Phil Stratford im Benetton, den die Techniker über Nacht zum Laufen brachten. Bernd Herndlhofer und Wolfgang Jaksch mussten schon gestern ihre Autos einpacken.

Mit 1:25.2 min verbesserte Stratford seine Zeiten im Vergleich zum Vortag merklich, gegen den zehn Jahre jüngeren STR1-Cosworth von Gerstl ist natürlich kein Kraut gewachsen. Das Ziel, unter 1:20 min zu fahren, gelang dem Österreicher mit 1:19.664 min.

 

Da hat sich das Schrauben bezahlt gemacht: am Benetton von Phil Stratford

Da hat sich das Schrauben bezahlt gemacht: am Benetton von Phil Stratford

FORMULA:
Hier spielt die Musik, vor allem in Sachen Spannung fürs Rennen: Die schnellsten Zeiten setzten die Piloten in Qualifying 1, das den fünf schnellsten Piloten des Vortages vorbehalten ist. Florian Schnitzenbaumer im Dallara-GP2 von Top Speed führte bis kurz vor Schluss der nur achtminütigen Einheit. Salvatore de Plano, der gestern im ersten Freien Training die Bestzeit setzte, schlug in der vorletzten Runde zu, und verbesserte seine Zeit von 1:29 auf 1:27.9 min. Nur zwei Hundertstelsekunden trennten die beiden FORMULA-Piloten. De Plano ärgerte sich über einen Fehler in der ersten fliegenden Runde, ein Verbremser, der ihm fast die Pole kostete. Schnitzenbaumer rechnet mit einem engen Rennen zwischen den beiden schnellsten GP2-Piloten.

Schon mit Abstand, aber dennoch schwer zufrieden, liegt Armando Mangini (MM International) auf dem dritten Platz der FORMULA-Klasse. Der Italiener konnte, auf der von ihm ungeliebten Bahn in Hockenheim, eine gute Startposition für das erste Rennen heute Nachmittag einfahren.

Die zweite Qualifying-Gruppe wurde von Unterbrechungen gestört. Martin Kindler blieb in er Mercedes-Arena liegen, eine Radmutter hatte sich gelöst – das Auto wurde abgeschleppt.

Kurz nach der Freigabe kollidierten Manfred Loach und Andreas Fiedler in der Aufwärmrunde, der verständlicherweise böse in die Top-Speed-Box lief. Loach beschädigte sich seinen Frontflügel und musste ebenfalls sein Auto am Streckenrand parken, damit startet der flotte Österreicher nur von 13 beim BOSS-GP-Debüt; Fiedler muss von 16 wegfahren. Besser machte ihren Job Bianca Steiner (Top Speed), sie tastete sich Sekunde für Sekunde ans FORMULA-Vorderfeld an, hinter de Plano, Schnitzenbaumer und Mangini ist sie Vierte bei den FORMULA-Fahrern.

Bester Nicht-GP2 bei den FORMULA-Fahrzeugen wurde Karl-Heinz Becker, der seinen roten Worldseries-Boliden direkt vorm Quali startklar bekam und später als Zehnter losfahren wird.

 

Rennstart ist heute Samstag, um 17:00 Uhr.

Rennen 2 startet Sonntag, um 13:20 Uhr.

 

 

Right before they collide: Manfred Loach in front of Andreas Fiedler

Kurz vor der Kollision: Manfred Loach vor Andreas Fiedler

Report: 2. Freies Training Hockenheim

John Reaks and "Piter" in their World Series cars

Ingo Gerstl (Top Speed) war in seinem V10-Toro-Rosso zum zweiten Mal Trainingsschnellster; Florian Schnitzenbaumer am Nachmittag Erster in der FORMULA.

Der Sieg in der OPEN-Klasse führt – das ist vorauszusehen – über BOSS-GP-Meister Ingo Gerstl. Der Österreicher ist auch aufgrund der abhandengekommenen Konkurrenz Favorit auf die Pole.

  • Bernd Herndlhofer musste seinen Arrows A22 bereits einpacken, nachdem gestern am Testtag noch alles rund lief, ging heute gar nichts mehr. Die Fehlersuche wird zuhause weitergeführt, beim zweiten Rennen am Red Bull Ring (18.–20. Mai) soll dann ein weiterer Versuch gestartet werden.
  • Wolfgang Jaksch ist doch noch guter Hoffnung, morgen im Qualifying (10:35 Uhr Ortszeit) ins Geschehen einzugreifen. Der Super-Aguri-Cosworth krankt am Herz, zumindest die Benzinpumpe konnte mittlerweile zum Laufen gebracht werden.
  • Der vierte Genannte in der OPEN, Phil Stratford (Penn Elcom Racing), konnte zwar mit 1:30.621 min gerade so vor dem ersten FORMULA-Fahrer bleiben, mit nur fünf Runden ist er in der Rundentabelle aber hinten angereiht. Nachdem er schon Vormittag stehenblieb, suchen die Mechaniker auch am Nachmittag weiter nach der Ursache.
Ingo Gerstl fastest in his Toro Rosso

Ingo Gerstl zweimal Trainingsschnellster am Freitag in Hockenheim

 

  • Mit nur einer Unterbrechung kam die BOSS GP durch die Nachmittagssitzung. Bianca Steiner (Top Speed) drehte sich am Abzweig der neuen Strecke, mithilfe der Streckenposten konnte sie aber weiterfahren.
  • Der Franzose „Piter“ konnte seine Zeit im Vergleich zum Vormittag um drei Sekunden verbessern (1:34.5 min) – trotz Leistungsdefizit im Vergleich zu den GP2-Mecachrome hält er mit seinem World-Series-Renault gut mit.
  • Andreas Fiedler (Fiedler Racing) beklagte, dass die Strecke im Vergleich zum Vorjahr „weniger hergibt“. Mit Platz 7 ist er aber mittendrin im engen FORMULA-Feld. Zwischen Rang 4 und 9 liegen nur zweieinhalb Sekunden. Wenn man bedenkt, dass einige heute noch mit alten Reifen unterwegs waren, ist hier die meiste Spannung zu erwarten.
  • Das zweite Training auslassen musste der schnellste FORMULA-Pilot vom Vormittag: Salvatore de Plano (MM International). Erhöhte Motoröltemperatur verhinderte das Ausfahren aus der Box. Schnellster stattdessen war Florian Schnitzenbaumer im Dallara-GP2, mit 1:30.922 lag er damit knapp sieben Sekunden hinter dem Formel 1 von Teamkollege Gerstl.
  • Letzter, aber glücklich war John Reaks bei Speed Center. Der Brite ist mit 68 der Zweitälteste im Starterfeld und zum ersten Mal in Hockenheim: „Man lernt Runde für Runde“, gab er nach dem Training zu Protokoll. Schnellster Mann der Mannschaft aus Deutschland war Peter Göllner auf Klassenrang 7.
  • Gelernt hätte auch gerne Karl-Heinz Becker aus Deutschland, doch bei ihm zickte der Motor. Kurzerhand wurde sein Ingenieur in Japan kontaktiert – bislang konnte dieser aber auch per Fernsteuerung nicht helfen.

Hockenheim Historic 2018

Report: 1. Freies Training Hockenheim

Salvatore de Plano war schnellster FORMULA-Fahrer

Ingo Gerstl (Top Speed) setzte die Bestzeit in seinem Toro Rosso STR1, Salvatore de Plano (MM International) im GP2 war schnellster FORMULA-Fahrer.

25 Minuten Training standen am Plan, einige Rot-Unterbrechungen verkürzten allerdings die Fahrzeit im ersten Freien Training. Aufgrund des straffen Zeitplans tickt die Uhr auch während eines Abbruchs weiter.

  • Salvatore de Plano setzt die erste Zeit unter 1 Minute 30 Sekunden. Am Ende war der Italiener von MM International Zweitschnellster hinter Gerstl, und mit 1:29.158 schnellster FORMULA-Fahrer. „Eine Sekundeist noch drin“, sagte der Vizemeister des Vorjahres.
  • Phil Stratfords Benetton B197 strandete zu Mitte der Session in der Spitzkehre, die Mechaniker vermuten Probleme mit der Batterie. Zuvor war er auf Rang 2 in der FORMULA-Wertung gefahren.
  • In der Box von H&A Racing und F Xtreme Racing herrscht reger Betrieb. Sowohl Wolfgang Jaksch‘ Super Aguri als auch Bernd Herndlhofers Arrows mussten nach nur wenigen Runden wegen technischer Schwierigkeiten die Box aufsuchen. Veronika Cicha war die Einzige im Team, die ein normales Training abspulen konnte – sie klagte allerdings über die gebrauchten Reifen.
  • Bei Top Speed sind alle Augen auf die drei Rookies gerichtet: Manfred Loach spulte weniger Runden als geplant ab, auch ihn stoppten die roten Flaggen – der Österreicher konnte nach einem Dreher weiterfahren.
    Dreherlos kam Bianca Steiner durchs Training, sie kam auf Rang 5 in der FORMULA-Klasse und gilt als Geheimtipp für die Rennen.
    Debütant Thomas Jakoubek drehte sich in seiner ersten Runde im Motodrom, ausgangs der vorletzten Kurve. Nachdem der Motor abgestorben war, musste der Österreicher aussteigen und das Auto wurde abgeschleppt.
  • Der Schweizer Peter Göllner (Speed Center) drehte sich ausgangs der Spitzkehre, auch sein GP2-Dallara musste abgeschleppt werden. Drei Minuten vor Schluss wurde die Session nach der zweiten Unterbrechung noch einmal freigegeben.
  • Schnellster Fahrer war wenig überraschend Ingo Gerstl (Top Speed) mit 1:22.122 min. Übrigens ohne viel Testzeit, der frisch revidierte Motor wurde erst gestern das erste Mal auf der Rennstrecke probiert.

Neues Spiel, neue Regeln

The new man of the rules: Rainer Werner become BOSS GPs first permanent race director

Mit dem Österreicher Rainer Werner hat die BOSS GP ab sofort einen permanenten Rennleiter, der viel Erfahrung mitbringt und Sicherheit an erste Stelle stellt.

Der Salzburger Rainer Werner ist seit vier Jahrzehnten als Rennleiter und Sportkommissar im Einsatz. Über 200 Events begleitete er in den unterschiedlichen Kategorien Auto, Motorrad und Rallye. Werner wird 2018 bei allen Rennen der BOSS GP als Rennleiter vor Ort sein. Damit wird sichergestellt, dass die sportlichen Regularien bei jeder Veranstaltung gleich angewandt werden – die Fahrer können sich somit auf die einheitliche Auslegung des Regelwerks einstellen.

Big Brother
Werners Arbeitsplatz ist in erster Linie die Rennleitung, dort kann er mittels Videokameras die komplette Rennstrecke einsehen. Zu den Aufgaben der Rennleitung zählen unter anderem die Steuerung der Ampeln, die Koordination der Streckenposten, der Einsatz des Safety-Cars und die erste Bewertung von Kollisionen und Regelverstößen. Über verhängte Strafen entscheiden in der Regel im Anschluss unabhängige Rennkommissare, die strittige Aktionen im Detail analysieren und bewerten.

Race Director Rainer Werner in discussion with the drivers Bernd Herndlhofer and Peter Göllner

v.l. Renndirektor Rainer Werner mit den Fahrern Bernd Herndlhofer und Peter Göllner

 

Klipp und Klar
Zwischen den Sessions ist der neue Rennleiter für die Teams an einem zentralen Ort im Fahrerlager zugänglich. „Eine klare Linie, von Beginn an“, so Werner, soll sicherstellen, dass die Regeln eingehalten werden. Sicherheit ist die oberste Devise, Überholen unter gelber Flagge etwa gefährde Sicherheitspersonal und würde sofort geahndet. Entscheidungen fällt Werner transparent, eine gewisse Distanz zu Fahrern gehöre zum Job: „Während den Rennen sehe ich nur die Startnummern, Namen sind dann egal.“

Race Director Rainer Werner with drivers, teams and organisation at the drivers briefing in Hockenheim

Fahrerbesprechung Freitagmorgen in Hockenheim

 

Weitere Regeländerungen in aller Kürze:

  • Erlaubt sind nur Rennreifen von Pirelli. Der offizielle Reifenlieferant wird die Autos der BOSS GP bei jedem Rennen beliefern und für die Montage zur Verfügung stehen.
  • Die Teilnahme an der Fahrerbesprechung ist für alle Fahrer und Teamchefs verpflichtend. Alle Teamchefs erhalten bei jeder Veranstaltung ein Funkgerät für die Kommunikation mit dem Rennleiter.
  • In der Boxenstraße gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h, Überholen in der Boxengasse ist verboten.
  • Bei einem Stopp in der Boxenstraße müssen sich die Fahrer in einem 45-Grad-Winkel zur Boxenausfahrt in der Working Lane platzieren. Das Befahren der Boxenstraße auf der „Arbeitsspur“ ist nicht gestattet.
  • Bei einem Rennabbruch mittels Roter Flagge fahren alle Teilnehmer in langsamer Fahrt in die Boxenstraße auf ihren Standplatz, es gilt Überholverbot. Nach Erreichen des Standplatzes und Abstellen des Motors sind Arbeiten am Fahrzeug erlaubt – Nachtanken ist allerdings verboten.