Autor: Keijo Keke Platzer

Vorsaison-Test in Brünn

Von 3. bis 5. April gibt es für die Teams und Fahrer der BOSS GP die Möglichkeit, am Automotodrom in Brünn zu testen.

Rund drei Wochen vor dem Saisonstart in Hockenheim werden auf der BOSS GP-Rennstrecke in Brünn, Tschechien, Testfahrten abgehalten. Von Mittwoch bis Freitag kann man insgesamt 24 Stunden fahren.

Gefahren wird in halbstündigen Einheiten, von 9 bis 18 Uhr. Von 13 bis 14 Uhr unterbricht nur die Mittagspause die Fahrzeit. Eine Einheit kostet 60 Euro inkl. Steuer. Aufgebaut werden kann im Fahrerlager am 2. April ab 15 Uhr . Boxen gibt es um 150 Euro inkl. Steuer pro Tag.

Teilnehmen werden auch Fahrzeuge aus anderen Kategorien und Klassen, maximal 40 Autos dürfen gleichzeitig auf die Bahn.

Organisiert wird der Testtag von Maverick Rescue und dem Automotodrom Brno. Anmelden können sich Interessenten per E-Mail an maverick.rescue@seznam.cz oder via Telefon unter +420 777 679 389. Weitere Infos stehen auf www.maverickrescue.cz

 

Foto: Michael Jurtin/BOSS GP

Testtag im März

Das Team Speed Center organisiert am 29. März 2019 einen Testtag in Navarra, Spanien. Teams und Fahrer aus der BOSS GP sind willkommen.

Der Frühjahrstest ist eine ideale Gelegenheit für Fahrer und Teams der BOSS GP, sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Am Freitag, dem 29. März 2019, können Fahrer mit ihrem Rennauto um 1.500 Euro (netto) Teilnahmegebühr den ganzen Tag auf der Rennstrecke fahren. Organisiert wird der Testtag vom deutschen BOSS GP-Team Speed Center. Mehr Informationen zu Anreise, Hotels etc. können Interessierte unter deren E-Mail-Anschrift info@speed-center.com erfragen.

Navarra ist eine Provinz im Norden Spaniens, an der Grenze zu Frankreich. Der Circuito de Navarra liegt in der Stadt Los Arcos und ist knapp vier Kilometer lang. Die FIA stuft die Strecke mit Grade 2 ein, so wie z.B. auch die BOSS GP-Rennstrecke in Brünn. All jene, die den Circuito de Navarra nicht kennen, können sich im folgenden Onboard-Video von einem Formel 3 einen Überblick verschaffen:

2019: Neues Reglement

86 Tage sind es noch bis zum ersten Rennen der BOSS GP 2019. Hier die ersten Informationen zur Jubiläumssaison von Europas schnellster Rennserie.

Interessierte Fahrer und Teams finden das ab sofort das sportliche und technische Reglement für die Saison 2019 in der vorläufigen Version auf bossgp.com/forteams bzw. gleich hier zum Download. Die wichtigsten Änderungen wurden im PDF-Dokument gelb markiert.

Die größte Änderung betrifft die Einteilung der Klassen:
Bei genügend Einschreibungen wird 2019 eine eigene Wertung für die ansonsten unterlegenen 6-Zylinder-Fahrzeuge ausgeschrieben. Der Name der neuen Klasse ist BOSS GP Prestige. Zugelassen sind Autos aus der World Series by Renault V6, der World Series by Nissan und Formel-3000-Autos mit Baujahr ab 2002.

Auswirkungen hat das auf die  Startnummern: Die Klasse Open für Formel-1-Autos, IndyCars und leistungsmäßig ähnliche Fahrzeuge bekommt die Startnummern 1 bis 9, die Klasse Formula für Formel 2 und ähnlich Autos die Nummern 20 bis 99, die Klasse Prestige 100 bis 990.

Fahrer und Teams können bereits ihre Nennung für die ganze Saison abgeben. Für alle, die vor Ende Februar nennen, gibt es eine Ermäßigung des Nenngeldes. Das Dokument befindet sich ebenfalls auf bossgp.com/forteams bzw. hier zum Download. Nennschluss ist der 29. März 2019.

2019 bestreiten die Big Open Single Seater (BOSS) ihre 25. Saison. Sechs attraktive Veranstaltungen mit 12 Rennen auf den schönsten Rennstrecken Europas stehen auf dem Programm:

Erste Nennungen für 2019

22 Fahrer aufgeteilt auf 11 Teams haben bereits ihre Teilnahme an der BOSS GP 2019 zugesagt. Neu für 2019: Die PRESTIGE-Wertung für Autos mit 6-Zylinder-Motoren.

Bei genügend Einschreibungen wird 2019 eine eigene Wertung für die ansonsten unterlegenen 6-Zylinder-Fahrzeuge ausgeschrieben. Das betrifft u.a. ältere World-Series-Autos. Damit gibt es neben der OPEN (F1, IndyCar) und der FORMULA (GP2, World Series, A1 GP, Auto GP, Superleague etc.) eine dritte Wertung innerhalb der BOSS GP.

Mit Formula Prestige und ESBA Racing haben bereits jetzt zwei neue Teams ihre Teilnahme an der BOSS GP 2019 angekündigt. Das GT-erfahrene Team ESBA setzt für den Deutschen Ulf Ehninger einen 1997er-Benetton F1 ein. Damit könnten wir neben Phil Stratfords Boliden einen zweiten B197 in der OPEN-Klasse sehen.

Das italienische Team Formula Prestige hat zwei Fahrerplätze ausgeschrieben, noch kann man sich beim Team für einen Platz in einem der World-Series-Autos bewerben. Näheres dazu auf ihrer Fanpage: www.facebook.com/formulaprestige

Einen aktuellen Überblick mit laufenden Updates über alle Fahrer gibt es auf bossgp.com/de/fahrer/

Interessierte Fahrer und Teams können sich bei Rennkoordinatorin Malin Strandberg melden: race@bossgp.com oder per Telefon unter +43 650 78 40 784

Update: Neuer Monza-Termin 2019

Der Juni-Termin für das BOSS GP-Rennwochenende in Monza wurde von den Veranstaltern um eine Woche vorverlegt.

Die Rennläufe 5 und 6 der BOSS GP finden vom 14. bis 16. Juni 2019 am Autodromo Nazionale Monza statt. Der ursprüngliche Termin (21.–23. Juni) wurde seitens des Veranstalters Peroni um eine Woche nach vorne verschoben.

Die 25. Saison der BOSS GP startet traditionell mit dem Jim Clark Revival im Motodrom von Hockenheim. Die Veranstaltung vom 26. bis 28. April ist der in Hockenheim verunglückten Formel-1-Legende gewidmet. Die Veranstaltung zählt zu den bedeutendsten Classic-Racing-Events Europas, auch 2019 ist die BOSS GP wieder Hauptprogrammpunkt dieses Highlights.

Am zweiten Rennwochenende vom 23. bis 25. Mai gastiert die BOSS GP in der neuen Heimat der Rennserie. Beim Österreich-Rennen am Red Bull Ring teilen sich die Big Open Single Seater erstmals das Programm mit dem KTM X-Bow Battle. Die Sportwagen-Rennserie ist einer der stärksten Markenpokale der Welt. Das Event am Spielberg findet von Donnerstag bis Samstag statt.

Danach geht’s für die BOSS GP-Akteure in den Königlichen Park von Monza, wo sich wie jedes Jahr auf der schnellsten Autobahn Italiens die Spreu vom Weizen trennt.

Ein weiterer Fixpunkt im Kalender 2019 ist das beliebte Event in Assen (Niederlande). Statt bei den Gamma Race Days ist die BOSS GP dieses Mal im Programm der DTM (19. bis 21. Juli) dabei, die dort zum überhaupt ersten Mal gastiert. Schon im vergangenen Jahr waren BOSS GP und die deutsche Premium-Tourenwagenserie in Spielberg gemeinsam angetreten, nun geht die Partnerschaft in eine Verlängerung.

Vom 6. bis 8. September verschlägt es die BOSS GP abermals zu den Masaryk Racing Days nach Brünn. Die tschechische Rennstrecke lockt mit einer Achterbahn, die bei den Fahrern gut ankommt. Die spannendsten Rennen 2018 fanden hier statt.

Zum Finale kehrt die BOSS GP nach Italien und nach einem Jahr Pause wieder nach Imola zurück. Auf der ehemaligen Formel-1-Bahn wird vom 11. bis 13. Oktober um die Wette gefahren. Am Autodromo Enzo e Dino Ferrari fällt dann auch spätestens die Titelentscheidung der BOSS GP 2019.

Besonderen Wert wurde in der Kalenderplanung für 2019 darauf gelegt, die Abstände zwischen den einzelnen Veranstaltungen zu verlängern und die Rennen auf sieben Monate aufzuteilen. Im August gibt es eine Sommerpause.

Wie gewohnt gibt‘s an jedem Rennwochenende neben Training und Qualifying zwei Rennläufe zu je 20–25 Minuten. Die genauen Zeitpläne werden zeitnah zu den Rennen auf www.bossgp.com veröffentlicht.

Siegerehrung: Zahlen, bitte!

Beautiful trophies for the BOSS GP winners 2018

Die BOSS GP feierte vergangenes Wochenende auf der Lisa Alm in Flachau (Österreich) ihre Champions 2018. Zum Jahresende gibt es auf bossgp.com eine Rückschau in Zahlen auf eine der abwechslungsreichsten BOSS GP-Jahre aller Zeiten.

SIEGE:
Die FORMULA-Wertung war so durchmischt wie noch nie: Neun verschiedene Sieger in 13 Rennen ist absoluter Rekord. Je zwei Siege holten Johann Ledermair (Ledermair, GP2-Dallara), Roy Glaser (Speed Center, GP2-Dallara) und Marc Faggionato (Zig-Zac, GP2-Dallara). Auch Florian Schnitzenbaumer (Top Speed, GP2-Dallara) holte sich zwei Rennsiege und damit genügend für den Meistertitel. Marco Ghiotto, Armando Mangini, Andreas Fiedler, Alain Valente und Salvatore De Plano gewannen je ein Rennen. Für Ghiotto, Mangini, Fiedler und Valente war es der erste Sieg in der BOSS GP.

In der OPEN-Klasse war die Sache schon eindeutiger: 12 Siege für Ingo Gerstl (Top Speed, Toro Rosso). Nur einmal wurde der Meister nach einer Startkollision geschlagen: In Monza war Wolfgang Jaksch (F Xtreme Racing, Super Aguri) der glückliche Gewinner.

v.l. OPEN-Meister Ingo Gerstl, Vertreterin für Wolfgang Jaksch (2. OPEN), Andreas Fielder (2. FORMULA), FORMULA-Meister Florian Schnitzenbaumer, Christian Eicke (3. FORMULA)

v.l. OPEN-Meister Ingo Gerstl, Vertreterin für Wolfgang Jaksch (2. OPEN), Andreas Fielder (2. FORMULA), FORMULA-Meister Florian Schnitzenbaumer, Christian Eicke (3. FORMULA)

 

PODESTPLÄTZE:
In der offenen Klasse waren Ingo Gerstl (Top Speed, Toro Rosso) mit 12 und Phil Stratford (Penn Elcom, Benetton) mit 11 Besuchen Stammgäste am Podium. Weitere Pokalsammler: Wolfgang Jaksch (5), Hans Laub (2), Rinus van Kalmthout (1).

In der FORMULA sicherte sich Florian Schnitzenbaumer (Top Speed, GP2-Dallara) aus Deutschland mit Konstanz den Titel, das beweist auch ein Blick auf die Podeststatistik. Keiner war so oft, nämlich siebenmal unter den Top-3. Armando Mangini (MM International, GP2-Dallara), Andreas Fiedler (Fiedler, GP2-Dallara) und Peter Göllner (Speed Center, GP2-Dallara) durften je viermal zur Zeremonie. Die weiteren Fahrer auf einem BOSS GP-Podest 2018: Marco Ghiotto, Salvatore De Plano (je 3 mal), Johann Ledermair, Roy Glaser, Marc Faggionato (je 2 mal); Bianca Steiner, Reinhard Kofler, David Moretti, Bernd Herndlhofer, Veronika Cicha, Alain Valente, Luca Martucci (je 1 mal).

Der Mann des Jahres in der FORMULA: Florian Schnitzenbaumer (r.) mit seiner Freundin bei der Abschlussveranstaltung auf der Lisa Alm

Mann des Jahres in der FORMULA: Der Deutsche Florian Schnitzenbaumer (r.) mit seiner Freundin bei der Abschlussveranstaltung auf der Lisa Alm

 

SCHNELLSTE RUNDEN:
Roy Glaser (Speed Center, Dallara-GP2) holte bei nur drei Starts (Assen und Hockenheim II) dreimal die schnellste Runde. Der Schweizer will nächstes Jahr öfter an den Start gehen. Die Konkurrenz sollte ihn auf der Rechnung haben. Weitere Gewinner von Schnellsten Runden in der Saison 2018: Marco Ghiotto, Florian Schnitzenbaumer, Johann Ledermair (je 2 mal); Marc Faggionato, Alain Valente, Luca Martucci (je 1 mal).

In der OPEN dominierte Ingo Gerstl (Top Speed, Toro Rosso) mit 12 Fastest Laps, nur einmal (in Monza) war Rinus van Kalmthout (Mansell, GP2-Judd) schneller.

Thomas Hummer vom Reifenausstatter Pirelli mit Phil Stratford (2. OPEN) als Pappfigur

Thomas Hummer von Pirelli mit „Pappfigur“ Phil Stratford (2. OPEN)

 

POLEPOSITIONS:
Bei allen 13 Rennen der Saison führte Ingo Gerstl (Top Speed, Toro Rosso) das Feld zum fliegenden Start.

In der FORMULA-Klasse hatte nur Salvatore De Plano (MM International & Top Speed, GP2-Dallara) die Ehre öfter als zweimal. Die weiteren Qualifikations-Schnellsten:  Johann Ledermair, Marco Ghiotto, Bernd Herndlhofer, Roy Glaser, Luca Martucci (je 1 mal).

 

Die neue Saison startet am 27. April 2019 in Hockenheim. Alle Termine auf www.bossgp.com/rennen

 

Fotos: BOSS GP

Video Saisonrückblick 2018

Highlights einer dramatischen Saison, voller Geschwindigkeit, Action und Spaß. Auch auf unserem YouTube-Kanal @bossgpofficial.

Credit: 7 Berge Filmwerkstatt

BOSS GP-Renntermine 2019

Start race 2 Spielberg 2018

Sechs Rennwochenenden stehen in der kommenden Rennsaison am Terminplan von Europas schnellster Rennserie. In Assen fährt BOSS GP mit der DTM, zum Finale kehrt die Serie nach Imola zurück.

Update, 12.12.2018: bossgp.com/de/update-neuer-monza-termin-2019/

Die 25. Saison der BOSS GP startet traditionell mit dem Jim Clark Revival im Motodrom von Hockenheim. Die Veranstaltung vom 26. bis 28. April ist der in Hockenheim verunglückten Formel-1-Legende gewidmet. Die Veranstaltung zählt zu den bedeutendsten Classic-Racing-Events Europas, auch 2019 ist die BOSS GP wieder Hauptprogrammpunkt dieses Highlights.

Am zweiten Rennwochenende vom 23. bis 25. Mai gastiert die BOSS GP in der neuen Heimat der Rennserie. Beim Rennen am Red Bull Ring in Österreich teilen sich die Big Open Single Seater erstmals das Programm mit dem KTM X-Bow Battle. Die Sportwagen-Rennserie ist einer der stärksten Markenpokale der Welt. Das Event am Spielberg findet von Donnerstag bis Samstag statt.

Im Juni (Update: 14.–16. anstatt 21.–23.) geht’s zum ersten von zwei Italien-Auftritten der BOSS GP ins Autodromo Nazionale Monza. Auf der schnellsten Autobahn Italiens steigt wie immer der Adrenalinspiegel, denn neben Können ist auch ordentlich Mut der Fahrer gefragt.

Ein weiterer Fixpunkt im Kalender 2019 ist das beliebte Event in Assen (Niederlande). Statt bei den Gamma Race Days ist die BOSS GP dieses Mal im Programm der DTM (19. bis 21. Juli) dabei, die dort zum überhaupt ersten Mal gastiert. Schon im vergangenen Jahr waren BOSS GP und die deutsche Premium-Tourenwagenserie in Spielberg gemeinsam angetreten, nun geht die Partnerschaft in eine Verlängerung.

Vom 6. bis 8. September verschlägt es die BOSS GP abermals zu den Masaryk Racing Days nach Brünn. Die tschechische Rennstrecke lockt mit einer Achterbahn, die bei den Fahrern gut ankommt. Die spannendsten Rennen 2018 fanden hier statt.

Zum Finale kehrt die BOSS GP nach Italien und nach einem Jahr Pause wieder nach Imola zurück. Auf der ehemaligen Formel-1-Bahn wird vom 11. bis 13. Oktober um die Wette gefahren. Am Autodromo Enzo e Dino Ferrari fällt dann auch spätestens die Titelentscheidung der BOSS GP 2019.

Besonderen Wert wurde in der Kalenderplanung darauf gelegt, die Abstände zwischen den einzelnen Veranstaltungen zu verlängern und die Rennen auf sieben Monate aufzuteilen. Im August gibt es eine Sommerpause.

Wie gewohnt gibt‘s an jedem Rennwochenende neben Training und Qualifying zwei Rennläufe zu je 20–25 Minuten. Die genauen Zeitpläne werden zeitnah zu den Rennen auf www.bossgp.com veröffentlicht.

Report: Rennen 2 Spielberg

Ingo Gerstl does donuts in his Toro Rosso STR1

Ein würdiges Finale für die schnellste Rennserie Europas: Im heute sonnigen Spielberg gewann Meister Ingo Gerstl auch das zweite Rennen und der wiedergenesene Salvatore De Plano die FORMULA-Wertung.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) dominierte das Rennen nicht wie gewohnt, sondern war lange Zeit im Tandemflug mit Phil Stratford (USA, Penn Elcom, Benetton B197) unterwegs. Erst in Runde 11 zog Gerstl richtig an und baute seinen Vorsprung aus. Mit 1:13 min war er auch heute der mit Abstand schnellste Bolide auf der Rennstrecke. Phil Stratford beendete seine erste volle Saison zufrieden mit seinem zehnten Podestplatz, nur Gerstl war öfter am Podium gestanden. Hans Laub (DEU, Speed Center, Forti FG-03) wurde mit großem Abstand Dritter in der OPEN, beendete aber auch heute das Rennen – keine Selbstverständlichkeit bei den hochkomplexen Formel-1-Autos.

Salvatore De Plano wins the last FORMULA race of the season

Salvatore De Plano gewinnt das letzte FORMULA-Rennen der Saison

 

In der FORMULA endete für Salvatore De Plano (ITA, Top Speed, Dallara GP2) die Saison nach Maß. De Plano war als Meisterschaftsfavorit gehandelt worden, doch beim ersten Rennen in Hockenheim kollidierte er mit Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara GP2) so unglücklich, dass sich De Plano am Rücken verletzte. Nach langer Abwesenheit gab De Plano erst in Brünn wieder sein Renncomeback. Dieses Mal musste er noch dazu auf sein gewohntes Auto bei MM International verzichten. Stattdessen startete De Plano beim österreichischen Team Top Speed. Gestern drehte er sich noch übermotiviert von der Strecke, heute gelang ihm das entscheidende Manöver schon in Kurve 1. Innen verteidigte er beim fliegenden Start erfolgreich gegen Marco Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2) und gab die Führung nicht mehr ab. Marco Ghiotto war im letztjährigen Meisterauto von Charles Leclerc unterwegs, konnte in der verbleibenden Renndauer aber nicht mehr Anschluss an De Plano halten. Er holte aber sicher Platz 2.

Gefährlich nahe kam Marco Ghiotto nur mehr einer, und zwar Luca Martucci (ITA, MM International, Dallara GP2). Martucci musste von ganz hinten losfahren, nachdem er für ein Vergehen beim gestrigen Start nach hinten versetzt wurde. Von dort aus führte der Weg schnurstracks in Richtung Podium. Obendrauf gab’s noch die schnellste Rennrunde. Drei Italiener standen somit auf dem Podest der FORMULA-Klasse!

Champion's signature from "the Boss" Ingo Gerstl

Ingo Gerstl musste an seinem Heimwochenende viele Autogramme geben

 

Der gestrige Überraschungssieger Alain Valente (SUI, Speed Center, Dallara GP2) war heute deutlich unauffälliger unterwegs als noch gestern. Dennoch bestätigte der 21-Jährige mit Rang 4 sein großes Talent. Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara GP2) lag zeitweise auf Podestkurs, gegen Ende des Rennens musste der Vizemeister in der FORMULA aber langsamer machen. Auf Rang 5 brachte er das Auto noch ins Ziel.

Gianluca Ripoli (ITA, MM International, Dallara GP2), Sergio Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2), Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2) und Christian Eicke (DEU, Speed Center, Dallara GP2) lieferten sich das ganze Rennen über die interessantesten Fights und hatte augenscheinlich den meisten Spaß. In der Reihenfolge Ripoli, S. Ghiotto, Göllner und Eicke fuhren sie ins Ziel. Eicke fixierte mit Rang 9 auch Gesamtrang 3 in der FORMULA-Tabelle.

Heute nicht dabei war Florian Schnitzenbaumer. Schnitzenbaumer muss sich in einigen Tagen einer Schulter-OP unterziehen und verzichtete daher auf weitere Belastungen. Den Meistertitel fixierte Schnitzenbaumer bereits im gestrigen Rennen. Damit beenden mit Ingo Gerstl (OPEN) und Florian Schnitzenbaumer (FORMULA) zwei Fahrer des Teams Top Speed die BOSS GP 2018 auf den ersten Plätzen.

 

An all-Italian podium in FORMULA (f.l.): M. Ghiotto, De Plano and Martucci

Ein komplett italienisches Podium in der FORMULA (v.l.): M. Ghiotto, De Plano und Martucci

 

Stimmen nach dem Rennen:
Ingo Gerstl (1. Platz OPEN): „Dieses Rennen war wichtig, so muss das sein. Ein perfekter Abschluss für meine Saison und auch für die ganze Serie. Jetzt startet die BOSS GP erst richtig durch.“

Phil Stratford (2. Platz OPEN): „Ich hatte zu diesem Kampf leider nur ein Taschenmesser mitgebracht, Ingo einen Kampfjet.“

Salvatore De Plano (1. Platz FORMULA): „Ich bin total happy. Die erste Kurve gelang mir heute viel besser. Das war der richtige Abschluss meiner Saison nach dem Unfall in Hockenheim. Das hilft mir über den Winter und ist wichtig für den Kopf. Nächstes Jahr greife ich auf ein Neues an.“

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Rennen 1 Spielberg

Reichlich Action in der Startphase, ein Heimsieg für Ingo Gerstl, Rookie Alain Valente gewinnt die FORMULA und mit Florian Schnitzenbaumer hat die BOSS GP einen neuen Klassen-Meister.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) drehte zur Freude der Tausenden Fans auf den Tribünen Donuts. Grund zur Freude hatte der Seriensieger nach einer tadellosen Fahrt im ersten Rennen des Spielberg-Wochenendes im Rahmen der DTM. Zum zehnten Mal in bislang elf gewerteten Rennen gewann Gerstl 2018. Mit 1:13.027 min drehte er auch die schnellste Runde des gesamten DTM-Wochenendes. Da stand nicht nur ein Fan mit großen Augen auf den Tribünen.

Zweiter in der OPEN wurde Hans Laub (DEU, Speed Center, Forti FG-03), der nur von 13 aus gestartet war. Laub kämpfte das ganze Rennen über im Mittelfeld der FORMULA, u.a. mit Gianluca Ripoli (ITA, MM International, GP2 Dallara) und Walter Steding (DEU, Inter Europol, Dallara GP2). Für Laub war es beim zweiten Auftritt in diesem Jahr das erste Finish und auch gleich das erste Podest.

OPEN podium (f.l.): Hans Laub, Ingo Gerstl and Phil Stratford

OPEN-Podest (v.l.): Hans Laub, Ingo Gerstl und Phil Stratford

 

Phil Stratford (USA, Penn Elcom, Benetton B197) wurde bereits beim fliegenden Start am rechten Hinterrad touchiert und musste gleich in Runde 1 die Box mit einem Plattfuß ansteuern. Mit Rundenrückstand ging er wieder auf die Bahn und kämpfte sich durchs Feld. Den Rundenrückstand konnte er im 20-Minuten-Rennen aber nicht mehr aufholen.

Zwar war die Strecke über Mittag aufgetrocknet, die Bedingungen blieben aber kalt. Das wurde einigen Fahrern auch gleich am Start zum Verhängnis: Sergio Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2) und Gianluca Ripoli (ITA, MM International, Dallara GP2) drehten sich in der Aufwärmrunde von der Bahn. Damit war für zwei Favoriten noch vor dem eigentlichen Start das Rennen beendet. Nicht viel weiter kamen Salvatore De Plano (ITA, Top Speed, Dallara GP2) und Marco Ghiotto (ITA, MRC Sport, Dallara GP2). Die beiden Italiener drehten sich nach einem guten Start und einigen Positionsverbesserungen im Ausgang von Kurve 2. Die Folge der Zwischenfälle war eine drei Runden andauernde Safety-Car-Phase.

Florian Schnitzenbaumer is the new champion in FORMULA class

Florian Schnitzenbaumer ist der neue BOSS GP Meister in der FORMULA

 

Überlegter ging trotz seines ersten Starts bei einem BOSS GP-Rennen Alain Valente (SUI, Speed Center, Dallara GP2) zu Werke. Der 21-Jährige überstand die Schwierigkeiten der ersten Runde ohne Schaden, überholte zuerst Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara GP2) und im Anschluss Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2). Damit ist Valente der bereits achte Sieger (!) in der abwechslungsreichsten BOSS GP-Saison in der Klasse FORMULA aller Zeiten.

Fiedler hatte mit Platz 2 fast alles getan, um die Meisterschaft noch spannend zu halten. Doch Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara GP2) reichte ein sechster Klassenrang für den sicheren Meistertitel. Der Deutsche schien erleichtert zu sein, sein Saisonziel erreicht zu haben.
Fiedler ist vor dem morgigen Finalrennen bereits fix auf dem zweiten Gesamtrang der FORMULA, dementsprechend groß war auch die Freude beim zweiten Deutschen.

Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2) überraschte sich selbst wohl wieder einmal am meisten. Mit dem vierten Podestplatz in den letzten fünf Rennen bestätigte er die starken Leistungen der letzten Rennwochenenden in Brünn und Assen.

Von sechs Italienern kam nur einer ins Ziel: Gianluca Ripoli (ITA, Speed Center, Dallara GP2) wurde Vierter. Armando Mangini (ITA, MM International) musste seinen Lola Formel 3000 bereits in Runde 1 in der Box abstellen. Damit verlor Mangini auch Rang 3 in der Meisterschaft. Mit 121 Punkten liegt er vier Punkte hinter Walter Steding und 6 Punkte hinter Christian Eicke. Steding wurde heute Sechster, Eicke Siebenter – entschieden ist bei diesen kleinen Punktabständen also noch nichts.

Rennen 2 geht morgen um 15:10 Uhr Ortszeit direkt nach dem DTM-Rennen über die Bühne. Der Stream auf www.bossgp.com/livestream beginnt schon um 14:55 Uhr.

FORMULA podium (f.l.): Andreas Fiedler, Alain Valente and Peter Göllner

FORMULA-Podium (v.l.): Andreas Fiedler, Alain Valente und Peter Göllner

 

Stimmen nach dem Rennen:
Alain Valente (1. Platz FORMULA): „Das Gefühl aus dem Sportwagen konnte ich heute nutzen. Am Anfang hatte ich Glück, nicht in die Unfälle verwickelt zu werden, dann blieb ich mit kalten Reifen und Bremsen zu Beginn vorsichtig. Mein Ziel ist Profi-Rennfahrer zu werden, vielleicht hilft mir dieses Ergebnis ja dabei.

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP